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Fachtagung zur Zunahme von psychosozialen Auffälligkeiten im Kindesalter

04.10.2010
Fachtagung am 18. Oktober an der HAW Hamburg

Die Fachtagung im Norden zum Thema Resilienzentwicklung am 18. Oktober an der HAW Hamburg wird erröffnet durch die Staatsrätin der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Angelika Kempfert, von der Vizepräsidentin der HAW Hamburg, Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals, sowie Prof. Dr. Gerhard Suess, HAW Hamburg.

Kinderarmut und gestiegener Leistungsdruck – um nur ein paar gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu nennen – tragen dazu bei, dass immer mehr Kinder und ihre Familien gehäuften Risiken ausgesetzt sind. Die Auswirkungen zeigen sich in einer zunehmenden Überforderung von Eltern und einer Zunahme von psychosozialen Auffälligkeiten im Kindesalter; belegt auch den aktuellen deutschen Kindergesundheitssurvey.

Gleichzeitig entstehen im Rahmen früher Hilfen vielfältige Unterstützungsangebote für Eltern ab der Schwangerschaft beziehungsweise kurz nach der Geburt. Diese Form der Hilfe stützt sich unter anderem auf die Resilienzforschung, die in Langzeitstudien vielfache Erkenntnisse gewonnen hat wie Kinder den vielfältigen Risiken trotzen und sich gut entwickeln können.

Allerdings bleiben Fragen, ob die bestehenden Angebote zur frühen Hilfe immer sinnvoll sind, ob das Bestmögliche erreicht und die vorhandene Wissensbasis ausgeschöpft ist. Mit der Fachtagung zur Resilienzentwicklung wird versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden. Führende Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Resilienzforschung, der Sozialpädiatrie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie geben einen Überblick über das vorhandene Wissen und zeigen Möglichkeiten des Umsetzens im Praxishandeln auf.

Veranstalter der Tagung ist ZEPRA, das Zentrum für Praxisentwicklung an der Fakultät Wirtschaft und Soziales der HAW Hamburg in Kooperation mit Prof. Dr. Gerhard Suess und seinem Team. Eine Teilnahme ist nach bestätigter Anmeldung möglich. Der Kostenbeitrag beträgt 55,-- €. Eine Ermäßigung auf 30,- Euro ist für Studierende und Arbeitslose möglich. Für Medienvertreterinnen und -vertreter ist die Teilnahme kostenlos.

Fachtagung „Resilienzentwicklung“ am 18. Oktober 2010, 9 bis 17 Uhr in der Aula der HAW Hamburg, Berliner Tor 21, 20099 Hamburg.

Informationen zu den Gästen: Im Mittelpunkt stehen internationale Gäste, allen voran Prof. em. Dr. Alan Sroufe, der als der Pionier im Bereich der Resilienzforschung gilt und zu den international führenden Entwicklungspsychologen zählt. Zusammen mit seiner Frau Dr. June Sroufe, einer in einer Privatpraxis niedergelassenen Psychotherapeutin aus Minneapolis, hat er sich um die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse im Praxishandeln verdient gemacht. Prof. Dr. Carlo Schuengel von der Universität Amsterdam gilt ebenfalls als international anerkannter Vertreter der Bindungsforschung. Er und sein Team tragen insbesondere zu einer verbesserten, evidenzbasierten Hilfe für behinderte Kinder, Pflegefamilien im Bereich der frühen Hilfen bei. Prof. Dr. Jörg Fegert aus Ulm hat sich als Kinder- und Jugendpsychiater in Deutschland verdient gemacht. Im Bereich des Kinderschutzes und im Bereich der Frühen Hilfen hat er anwendungsbezogene Forschung betrieben. Darüber ist er im Wissenschaftlichen Beirat des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen des Bundes. Prof. Dr. Günther Opp hat zusammen mit Prof. Dr. Michael Fingerle das deutsche Standardwerk zur Resilienz „Kinder stärken“ herausgegeben und für sein „Positive Peer Culture“-Programm zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Beide sind wissenschaftlich im Bereich der schulischen Förderung von Kindern mit speziellen Bedürfnissen tätig. Der Organisator der Fachtagung Prof. Dr. Gerhard J. Suess ist Professor für klinische und Entwicklungspsychologie an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und ebenfalls im Wissenschaftlichen Beirat des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen des Bundes.

Dr. Katharina Jeorgakopulos | idw
Weitere Informationen:
http://www.zepra-hamburg.de/resilienz.html

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