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Fachtagung „Re-Cycle - Reindustrialisierung - Neue Strategien für periphere Industrieregionen"

05.07.2013
Montag, 8. Juli 2013, 9-16 Uhr, Dienstag, 9. Juli, 9-10 Uhr, BTU Cottbus-Senftenberg, Campus Cottbus-Sachsendorf, Lipezker Straße 47, Gebäude 7, Konzertsaal

Am 8. und 9. Juli 2013 beraten Experten aus Deutschland und Italien an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, zum Thema Reindustrialisierung. Im Mittelpunkt stehen neue Strategien für periphere Industrieregionen.

Ziel der Tagung ist eine Gegenüberstellung der landschaftlichen, städtebaulichen und architektonischen Transformationsprozesse in den post-industriellen Kontexten des Bergbaus in den Regionen Lausitz und Sulcis Iglesiente auf Sardinien, um ein perspektivisches strategisches Management der territorialen Transformationsprozesse zu entwickeln.

Verglichen werden die beiden unterschiedlichen Konzepte und deren Durchführung sowie die Chancen einer nachhaltigen Weiterentwicklung der begonnen Restrukturierung. Hierbei stellt sich die Frage, ob die post-industriellen Leitbilder von Tourismuslandschaften alleine tragfähig sind. Gerade die Diskussion zur Reindustrialisierung der Europäischen Union im Kontext der Eurokrise zeigen auf, das Ressourcen und Potentiale in ehemaligen Industrieregionen bei deren Revitalisierung nicht ausreichend in Betracht gezogen wurden. Es stellt sich die Frage, ob die tradierten baulichen, räumlichen und kulturellen Strukturen sich reaktivieren lassen und ob die Reindustrialisierung auch eine Strategie in peripheren Industrieregionen sein kann.

Die Regionen der Lausitz in Brandenburg und der Provinz Sulcis Iglesiente auf Sardinien werden durch Jahrhunderte alte Bergbauindustrie und deren Rückgang in den vergangenen 20 Jahren geprägt. Diese wirtschaftlich bedingte De-Industrialisierung wurde an beiden Standorten planerisch durch unterschiedliche Initiativen und Instrumente begleitet. Neben der Neuinterpretation der Leitbilder von der Industrieregion in eine postindustrielle Freizeitregion wurden landschaftliche Wunden geheilt, Umweltprobleme beseitigt und neue wirtschaftliche Strukturen im Bereich Tourismus aufgebaut. Die in diesem Rahmen gegründeten Organisationen "IBA Fürst-Pückler-Land" in der Lausitz sowie der "Carbonia Landscape Machine" in Carbonia kooperierten während der gesamten Maßnahme mit den ansässigen Hochschulen. Zwischen 2000 und 2010 wurden zahlreiche Pilotprojekte realisiert, deren Ergebnisse nun betrachtet und evaluiert werden können.

Ausgerichtet wird die Fachtagung von der Fakultät für Bauen der BTU Cottbus-Senftenberg mit ihrem Studiengang Architektur auf dem Campus Cottbus-Sachsendorf in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Universitá degli Studi di Cagliari. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Unter den Referenten sind auch Salvatore Cherchi, Präsident der Provinz Sulcis Iglesiente (Salvatore CHERCHI, President of the Province of Carbonia Iglesias) auf Sardinien, und Klaus AHA, Mitglied des Vorstandes der Vattenfall Europe Mining & Generation AG.

Weitere Informationen und Anmeldungen:
Prof. Ilija Vukorep E-Mail: ilija.vukorep@hs-lausitz.de

Iris Mrosk | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-lausitz.de

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