Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachkräfte in die Region holen und halten

25.06.2013
„Brain Flow“-Konferenz am Institut Arbeit und Technik

Strategien gegen den Fachkräftemangel standen jetzt im Mittelpunkt einer internationalen Konferenz am Institut Arbeit und Technik (IAT / Westfälische Hochschule) in Gelsenkirchen. Wie kann eine Region – wie z.B. das Ruhrgebiet – Hochqualifizierte, Facharbeiter sowie Uni-Absolventen an sich binden, für sich gewinnen, und sie zurückgewinnen, wenn sie schon abgewandert sind?

Wissenschaftler und Praktiker aus Deutschland, Italien, den Niederlanden, der Schweiz und Spanien beleuchteten auf der Tagung aus verschiedenen Perspektiven die Bedeutung von Fachkräften/Facharbeitern und Wissensmobilität für die regionale Entwicklung.

Die Konferenz fand im Rahmen zweier Projekte des INTERREG IVC Mini-Programms “Brain Flow” statt, die vom IAT wissenschaftlich begleitet und aus dem European Regional Development Fund mitfinanziert wurden. Um Hochqualifizierte zu gewinnen, setzen viele Regionen auf Imagekampagnen und Werbung.
„Oft stimmen dabei allerdings das innere und das äußere Erscheinungsbild einer Region nicht überein und die gewünschten Informationen erreichen die Zielgruppe nicht“, warnte die IAT-Wissenschaftlerin Alexandra David. „ Arbeitskräfte sind weniger mobil als angenommen, daher sollten Regionen sich nicht ausschließlich auf die Zuwanderung von außen konzentrieren, sondern eine ganzheitliche Humankapital-Agenda entwickeln.“

Ein Weg ist der Ausbau weltweiter Vernetzung, um die Wissensmobilität der Menschen zu nutzen. Statt Arbeitskräfte „zwanghaft an eine Region zu binden“, sollte man sie ziehen lassen, gleichzeitig den Kontakt zu ihnen zu behalten, um ihnen eine Rückkehr zu erleichtern und ihr neuerworbenes Wissen regional zu nutzen. Denn regionale Attraktivität hängt nicht an oberflächlichen Marketingmaßnahmen, sondern an tatsächlichen Gegebenheiten, dazu gehören z.B. gute Arbeitsplätze und eine Willkommenskultur, die Integrations-/Inklusionsfähigkeit und Diversity Management einschließt. So zeigten Umfragen, dass zwei Drittel der aus NRW Abgewanderten gerne zurückkämen, wenn das Arbeitsangebot stimmt.

Wissensmobilität ist aber nicht nur an reale Arbeitsmobilität gebunden, sondern kann durch weitere Kanäle in Regionen gelangen, um dann genutzt und verankert zu werden – dies sollten Regionen im Hinterkopf behalten. Mögliche Kanäle bestehen im Austausch von Studenten und Mitarbeitern sowie der Nutzung von Sozialen Netzwerken. Netzwerke können als Retentions- und (Re)-attraktionsinstrumente für „Expats“ agieren, dabei kommen auch Netzwerke in Frage, die vorrangig eine andere Funktion übernehmen wie z.B. Alumni Netzwerke von Hochschulen. Über sie erreicht man regional ansässige Hochqualifizierte, bestenfalls bereits Studenten (durch Aktivitäten etc.), um sie positiv auf die der Region einzustimmen.

Ihre Ansprechpartnerin: Alexandra David,
Durchwahl: 0209/1707-171, mail: david@iat.eu

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://www.iat.eu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie