Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachgespräch Feste Biomasse behandelt am 5. November das Thema "Miscanthus"

18.10.2013
Festen Biomassen kommt bei der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien eine bedeutende Rolle zu.

Bei der Endenergie wie Strom, Wärme und Kraftstoffe erreichte die Biomasse im Jahr 2012 auf nationaler Ebene einen Anteil von über 65 % an der gesamten Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien.

Hierbei wurden nahezu 60 % durch biogene Festbrennstoffe bereitgestellt. Das Fachgespräch am 5. November widmet sich in diesem Zusammenhang der C4-Nutzpflanze Miscanthus, die als Vertreter der festen Biomassen einen wesentlichen Teil zur Steigerung dieses Anteils beitragen kann.

Miscanthus, auch als Riesen-Chinaschilf bezeichnet, erreicht Wuchshöhen von bis zu vier Metern und stellt eine aussichtsreiche Pflanze zur Biomasseproduktion dar. Zum einen bietet sie aufgrund hoher Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften und angesichts des hohen Sorptionsvermögens Vorteile für die Entwicklung neuartiger Produkte zur stofflichen Nutzung wie z. B. in der Bau- , Automobil- und Zellstoffindustrie. Zum anderen besitzt Miscanthus, unter Betrachtung der technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, auch als standardisierter Alternativbrennstoff zu Holz Marktchancen für den Einsatz in kleinen und mittleren Feuerungsanlagen.

Trotz der positiven Eigenschaften und den daraus resultierenden Anwendungsmöglichkeiten wird Miscanthus in Deutschland derzeit jedoch nur in geringen Mengen angebaut. Dies könnte neben fehlenden Informationen bei relevanten Akteuren auch an der noch nicht vorhandenen, breiten Etablierung der Produkte im Markt liegen.

Im Rahmen des Fachgespräches Feste Biomasse am 5. November werden daher aktuelle Aktivitäten und Möglichkeiten im Bereich der stofflichen Verarbeitung und energetischen Nutzung von Miscanthus zur Diskussion gestellt. Dabei dient die Veranstaltung dem Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis. So stellen Dr. Karl Müller-Sämann (Agentur für Nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften (ANNA) und Prof. Dr. Iris Lewandowski (Universität Hohenheim) zunächst das Projekt OPTIMISC – Optimierung des Miscanthusanbaus vor. Im Anschluss berichtet Christof Schierack (HTW Dresden; Landwirtschaftsbetrieb Uwe Kühn, Göda) über Praxiserfahrungen zum Miscanthusanbau in Sachsen. Franz Jaeger vom FGW Fasergusswerk Polenz GmbH in Neustadt erläutert die stoffliche Nutzung von Miscanthus für Formteile und Verpackungen.

Nach einer Mittagspause spricht Dr. Frank Eckhard (Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie – LfULG) über ökonomische Betrachtung zum Miscanthusanbau von der Pflanzung bis zur Verwertung. Andreas Pilz (DBFZ) geht in seinem Fachvortrag auf Hintergrund und Herausforderungen bei der Kompaktierung von Miscanthus ein. Nach Kurzberichten aus der Praxis zum Thema "Energetische Nutzung von Miscanthus" präsentieren Nadja Weller und Thomas Zeng (DBFZ) die Voraussetzungen für eine breite energetische Nutzung von Miscanthus in Deutschland. Im Anschluss bietet sich Raum für eine Diskussion sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Das Fachgespräch Feste Biomasse mit dem Schwerpunkt Miscanthus wird von der Interessengemeinschaft Miscanthus Sachsen, dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), der Sächsischen Energieagentur - SAENA GmbH und dem DBFZ organisiert.

Der Termin noch einmal zusammen gefasst:

Datum: 05. November 2013 – 11:00 bis 15:30 Uhr
Ort: Deutsches Biomasseforschungszentrum, Torgauer Straße 116, 04347 Leipzig, Haus 6, Raum 119
Anmeldung: per E-Mail über fachgespraeche(at)dbfz(dot)de
Teilnahmegebühr: 15,00 Euro (beinhaltet Pausengetränke sowie –verpflegung)

Paul Trainer | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbfz.de/fachgespraeche

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte
23.11.2017 | Universität Witten/Herdecke

nachricht IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen
22.11.2017 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung