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Robotereinsatz im Operationssaal: International längst eine Erfolgsgeschichte, etabliert sich die roboterunterstützte "Schlüsselloch-Chirurgie" inzwischen auch hierzulande. Bisheriger akademischer Höhepunkt: das 1. Deutsche Robotische Urologie Symposium am 4./5. Dezember 2009 in Homburg/Saar.
Ins Zentrum ihres interdisziplinären Kongresses mit mehr als 200 Medizinern stellt die "Deutsche Gesellschaft für roboter-assistierte Urologie e.V." das DaVinci-System, das minimal-invasive Operationen der kleinen Schnitte optimiert und für den Patienten deutliche Vorteile mit sich bringt.
"DaVinci ist kein Roboter, der irgendetwas eigenständig macht. Die Maschine überträgt nur durch kleinstmögliche Zugänge die Handbewegungen des Operateurs auf das Innere des Patienten", erläutert Professor Michael Stöckle, Chef der Urologie am Universitätsklinikum des Saarlandes.
Im Vergleich zur herkömmlichen Schlüsselloch-Chirurgie, bei der meist beengt mit starren Instrumenten gearbeitet werde, bietet das DaVinci-System laut Professor Stöckle einen höheren Grad an motorischer Feinheit und Geschicklichkeit sowie durch seine stereoskopische Optik eine deutlich bessere 3D-Ansicht des Eingriffsbereiches. Die Vorteile der präzisen und schonenden Methodik inkludierten danach alle Vorzüge der minimal-invasiven Schlüsselloch-Chirurgie für den Patienten: kleinere Schnitte, geringere Blutung, vermindertes Infektionsrisiko, weniger postoperative Schmerzen, kürzere Heilungszeiten und Klinikaufenthalte.
Auf dem Kongress-Programm: Liveübertragungen der Entfernung der Prostata und der Harnblase, Nieren-Lebend-Spende, Nierenbeckenplastik und organerhaltenden Nierentumoroperation. "Wir wollen zeigen, dass praktisch jede urologische Standardoperation mit DaVinci machbar ist", sagt Professor Stöckle, dessen Klinik seit 2006 rund 1000 Eingriffe von der joystickähnlichen Steuerkonsole des 1,6 Millionen teuren US-Systems aus durchgeführt hat.
Während in Deutschland, laut Stöckle, 21 urologische DaVincis im Einsatz sind, liegt der Marktanteil der DaVinci-unterstützten Prostata-Operationen in den USA inzwischen bei rund 80 Prozent. In Homburg wird man deshalb auch diskutieren, welche Folgen der DaVinci-Vormarsch in Deutschland für urologische Kliniken haben wird.
Ebenfalls im Blick der Experten stehen weitere Einsatzmöglichkeiten, etwa im HNO-Bereich, wo erste Schilddrüsen-Operationen vorgesehen sind.
Bettina-C. Wahlers | Quelle: presseportal
Weitere Informationen: www.uniklinikum-saarland.de/urologie
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