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Experten in Hochleistungskeramiken treffen sich an der Universität Bayreuth

13.03.2015

Vom 15. bis 18. März 2015 findet der bedeutendste Branchentreff des Jahres zum Thema keramische Werkstoffe an der Universität Bayreuth statt: Die Deutsche Keramische Gesellschaft veranstaltet ihre Jahrestagung an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und führt gleichzeitig ein internationales Symposium zu Hochleistungskeramiken durch. Rund 400 Experten aus 17 Nationen werden an der Universität Bayreuth erwartet, um über die neuesten Entwicklungen der Keramiken zu diskutieren. Organisiert werden die wissenschaftlichen Veranstaltungen vom Lehrstuhl Keramische Werkstoffe der Fakultät für Ingenieurwissenschaften an der Universität Bayreuth.

Keramiken spielen in vielen Bereichen des täglichen Lebens eine wichtige Rolle, insbesondere die Entwicklung von immer effizienteren Prozessen erfordert temperatur- und korrosionsbeständige Werkstoffe.


Für die zukünftige Generation von Kraftwerken: Stahlrohr mit einer Armierung aus Verbundkeramik zur Vermeidung von Kriechversagen

Universität Bayreuth

So weisen moderne Automobile im Motor- und Abgasbereich viele unverzichtbare keramische Komponenten wie Sensoren oder Partikelfilter auf; im Hochtemperatur-Leichtbau sind heute faserverstärkte Keramiken in der Raumfahrt oder in Bremssystemen Stand der Technik.

„Neueste Entwicklungen, die auch an der Universität Bayreuth an verschiedenen Lehrstühlen vorangetrieben werden, beschäftigen sich mit keramischen Beschichtungen und keramischen Bauteilen für Gasturbinen und Kraftwerke“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Walter Krenkel.

„Außerdem haben die klassischen Geschirr-, Sanitär- und Baukeramiken im oberfränkischen Raum eine lange Tradition als Standort weltbekannter Firmen. Insofern freut sich unser Lehrstuhlteam sehr, dass es uns gelungen ist, die 90. Jahrestagung der Deutschen Keramischen Gesellschaft ins oberfränkische Bayreuth zu holen!“

Lehrstuhl Keramische Werkstoffe der Fakultät für Ingenieurwissenschaften

Das hochmotivierte Lehrstuhlteam befasst sich mit der Entwicklung von keramischen Materialien und deren verfahrenstechnischer Umsetzung in Werkstoffe und Bauteile für spezielle Anforderungsprofile in unterschiedlichen Anwendungsfeldern, wie bspw. Maschinen- und Automobilbau, chemische Verfahrenstechnik, Luft- und Raumfahrt, Informations-, Energie-, Fertigungs- und Medizintechnik sowie umwelt- und biotechnologische Anwendungen.

Hierfür stehen am Bayreuther Lehrstuhl spezielle Herstellungs-, Verarbeitungs- und Ofenanlagen, teilweise bis in den Pilotmaßstab, sowie moderne Messgeräte für die Charakterisierung und die Qualitätssicherung zur Verfügung.

Um das Konzept des Lehrstuhls Keramische Werkstoffe zu realisieren, sind die einzelnen Arbeitsgruppen interdisziplinär zusammengesetzt. Die Mitarbeiter kommen dabei aus verschiedenen Fachdisziplinen, wie Material- und Werkstoffwissenschaft, Chemie, Physik, Mineralogie, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Luft- und Raumfahrttechnik.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Lehrstuhlbeschäftigten werden größtenteils über Drittmittel finanziert. Großer Wert wird auf das Gleichgewicht von grundlagen- und anwendungsorientierter Förderung gelegt. Die Grundlagenarbeiten werden vor allem über die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.

Die anwendungsbezogenen Arbeiten werden meist über Drittmittel der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsvereinigungen ‚Otto von Guericke e.V.‘ sowie durch Länder- und Bundesförderung unterstützt. Der Lehrstuhl hat vielfältige Kooperationen mit klein- und mittelständischen Firmen sowie Großunternehmen.

Für weitere Informationen steht gern zur Verfügung:

Prof. Dr.-Ing. Walter Krenkel
Inhaber des Lehrstuhls Keramische Werkstoffe
Ingenieurwissenschaftliche Fakultät (Ing.)
Universität Bayreuth
Ludwig-Thoma-Straße 36b
95447 Bayreuth
Telefon 0921 / 55-5501
E-Mail cme@uni-bayreuth.de
http://www.cme-keramik.uni-bayreuth.de

Brigitte Kohlberg | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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