Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Experten der Großregion tauschen sich zur Arthroseforschung aus

13.01.2014
Am Mittwoch, den 15. Januar, kommen Mediziner und Wissenschaftler aus der Großregion am Uniklinikum des Saarlandes zusammen, um aktuelle Ergebnisse der Arthroseforschung zu diskutieren.

Organisiert wird die Veranstaltung von den Homburger Professoren Magali Cucchiarini und Henning Madry vom Zentrum für Experimentelle Orthopädie. Sie gehören dem interregionalen „Knorpelnetz“ an.


Die Aufnahme zeigt einen aus menschlichen Stammzellen gezüchteten Knorpel (Durchmesser ca. 2 mm). Rund 40.000 Zellen bilden hierbei selbst ihr eigenes Gerüst, welches sie zusammenhält.

Foto: AG Madry

Ziel dieser grenzüberschreitenden Kooperation ist ein besserer Austausch in der Arthroseforschung. Zudem stehen bei dem Treffen unter anderem Themen zur Großregion auf dem Programm. Die Tagung findet von 16 bis 18 Uhr im Hörsaal des Zentrums für Experimentelle Orthopädie (Gebäude 37) auf dem Homburger Campus statt.

Rund fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden an Arthrose. Welche neuen Wege Ärzte bei der Behandlung der Krankheit künftig gehen können, beleuchtet Professor Christian Jorgensen vom Uniklinikum im französischen Montpellier in seinem Vortrag. Der international renommierte Wissenschaftler und sein Team untersuchen, wie Stammzellen bei der Therapie von Knorpelschäden zum Einsatz kommen können. Hieran forscht auch Janina Frisch vom Zentrum für Experimentelle Orthopädie am Homburger Uniklinikum. Die Molekularbiologin erhält im Rahmen der Veranstaltung ein Promotionsstipendium. Das „Robert Schuman Scholarship“ ist mit 35.000 Euro dotiert.

Darüber hinaus geht es bei der Tagung um die Universität der Großregion und die Saar-Lor-Lux-Region. Auf ihre Besonderheiten wird unter anderem der saarländische Finanz- und Europaminister Stephan Toscani eingehen. Abschließend erhalten die Teilnehmer Informationen zum neuen europäischen Forschungsförderprogramm Horizon 2020.

Organisiert wird die Tagung von Professorin Magali Cucchiarini und Professor Henning Madry in Zusammenarbeit mit der Universität der Großregion und dem Frankreichzentrum der Saar-Uni. Der Vortrag von Professor Christian Jorgensen findet im Rahmen des Deutsch-Französischen Diskurses statt, zu dem das Frankreichzentrum regelmäßig einlädt.

Hintergrund:
Um Neuerungen in der Arthrose- und Knorpelforschung effizienter voranzubringen, haben sich Wissenschaftler und Mediziner im Dezember 2011 aus dem Saar-Lor-Lux-Raum zu einem „Knorpelnetz“ zusammengeschlossen. Initiiert wurde das „Knorpelnetz der Großregion“ von Henning Madry, Magali Cucchiarini (Homburg), Dietrich Pape und Romain Seil (Luxemburg). In regelmäßigen Treffen tauschen sich die Forscher des Netzwerks aus.

Professor Henning Madry ist seit 2009 Lehrstuhlinhaber für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung und leitet das Zentrum für Experimentelle Orthopädie am Uniklinikum in Homburg. Es ist bundesweit der einzige Lehrstuhl seiner Art, der von der Deutschen Arthrose-Hilfe e. V. für fünf Jahre gefördert wird.

Professorin Magali Cucchiarini forscht am Zentrum für Experimentelle Orthopädie. Sie entwickelt neuartige Therapieverfahren für Arthrose. Unter anderem arbeitet sie an einem Transportsystem, das bestimmte körpereigene Gene in kranke Knorpelzellen schleusen soll. Die Zellen werden daraufhin in Richtung ihres natürlichen Zustandes „umprogrammiert“ und können wieder gesundes Knorpel-Gewebe bilden.

Fragen beantworten:
Prof. Dr. Henning Madry
Zentrum für Experimentelle Orthopädie
Tel.: 06841 1624515
E-Mail: henning.madry(at)uniklinikum-saarland.de
Prof. Dr. Magali Cucchiarini
Zentrum für Experimentelle Orthopädie
Telefon: 06841 1624987
E-Mail: magali.madry(at)uks.eu

Melanie Löw | Universität des Saarlandes
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

Weitere Berichte zu: Arthrose Arthroseforschung Großregion Magali Orthopädie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise