Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Experten diskutieren neue Strategien gegen Leberkrebs

29.06.2012
Über neue Behandlungskonzepte und aktuelle Forschungsergebnisse bei Leberzellkarzinom diskutieren rund 200 Wissenschaftler und Ärzte verschiedener Fachrichtungen auf einem internationalen Forschungskongress vom 5. bis 7. Juli 2012 in Heidelberg.

Gastredner ist der Heidelberger Nobelpreisträger Professor Dr. Harald zur Hausen. Zu seinem Vortrag „Vaccination against Cancer: Results and Perspectives” am Donnerstag, den 5. Juli 2012, um 15.15 Uhr sind die interessierte Bevölkerung und Journalisten herzlich eingeladen. Die Vortragssprache ist Englisch. Veranstaltungsort ist das Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg.

Rund eine Million Menschen weltweit leiden an einem sogenannten Leberzellkarzinom. Bei vielen ist die Prognose schlecht, denn bislang gibt es keine zufriedenstellenden Therapiemöglichkeiten. Über neue Behandlungskonzepte und aktuelle Forschungsergebnisse diskutieren rund 200 Wissenschaftler und Ärzte verschiedener Fachrichtungen auf einem internationalen Forschungskongress vom 5. bis 7. Juli 2012 in Heidelberg. Gastredner ist der Heidelberger Nobelpreisträger Professor Dr. Harald zur Hausen. Zu seinem Vortrag „Vaccination against Cancer: Results and Perspectives” am Donnerstag, den 5. Juli 2012, um 15.15 Uhr sind die interessierte Bevölkerung und Journalisten herzlich eingeladen. Die Vortragssprache ist Englisch. Veranstaltungsort ist das Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg.

Professor Harald zur Hausen ist 2008 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden. Er erkannte, dass Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung hat es ermöglicht, einen Impfstoff gegen eine der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen zu entwickeln.

Wie lassen sich Krebsstammzellen bekämpfen?

Der Kongress ist eine Veranstaltung des Sonderforschungsbereichs / Transregio „Leberkrebs – Von der molekularen Pathogenese zur zielgerichteten Therapie“ mit Unterstützung der europäischen Gesellschaft zum Studium der Leber und der Europäischen Krebsforschungsgesellschaft. Der Forschungsverbund, zu dem sich Wissenschaftler aus Heidelberg, Hannover und Braunschweig zusammengeschlossen haben, wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit 2010 vier Jahre lang mit insgesamt 11,2 Millionen Euro gefördert. Ziel ist es, Erkenntnisse der biomedizinischen Grundlagenforschung in neue Therapien gegen das Leberzellkarzinom zu überführen. Sprecher des Sonderforschungsbereichs ist Professor Dr. Peter Schirmacher, Ärztlicher Direktor des Pathologischen Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg.

Die Themen des Kongresses reichen von den molekularen Abläufen bei Entstehung und Wachstum des Karzinoms – die Ursachen sind u.a. chronische Virushepatitis B und C, übermäßiger Alkoholkonsum oder falsche Ernähung – zu möglichen Ansatzpunkten für zukünftige Therapien. Im Fokus der Wissenschaftler stehen dabei u.a. die sogenannten Krebsstammzellen: Diese besonders aggressiven Tumorzellen sind resistent gegen gängige Krebstherapien wie Chemotherapie und Bestrahlung. Verbleiben auch nur wenige von ihnen z.B. nach der Entfernung des Tumors in der Leber, bilden sie unaufhaltsam neue Tumoren. Forschungsgruppen v.a. in Heidelberg und Hannover fahnden derzeit intensiv nach charakteristischen Merkmalen und Schwachpunkten dieser Zellen, um sie gezielt mit Zellgiften bekämpfen zu können.

Tumorzellen angreifen, gesundes Gewebe schonen

Fortschritte gibt es im Bereich der Tumormarker zu vermelden: In den letzten Jahren wurden einige Faktoren identifiziert, die ausschließlich in Leberzellkarzinomenzellen gebildet werden bzw. eine wichtige Rolle beim Tumorwachstum spielen. Sie eigenen sich als Angriffspunkte für neue Wirkstoffe, die sich gezielt im Tumor anreichern, Krebszellen hemmen oder abtöten und gleichzeitig gesundes Gewebe schonen. „Viele dieser neuen Wirkstoffe werden momentan in klinischen Studien erprobt“, erklärt Professor Schirmacher, Organisator des Kongresses. „Rund zehn Kandidaten haben sich bisher als vielversprechend erwiesen und erste Studien dazu laufen in Heidelberg und Hannover an.“ Bisher gibt es mit Sorafenib erst ein zugelassenes Medikament, welches gezielt das Tumorwachstum auf molekularer Ebene blockiert. Andere Tumormarker geben Hinweise auf die Aggressivität des Tumors und sollen in Zukunft die Therapiewahl unterstützen. „Auch hierzu hat unser Forschungsverbund seit seinem Bestand wesentlich beigetragen“, so Professor Schirmacher.

Programm und weitere Informationen im Internet:
http://www.livercancer.de
Ansprechpartner:
Dr. Katrin Woll
Koordinatorin des SFB/TRR 77
Pathologisches Institut
Universitätsklinikum Heidelberg
Tel: 06221 / 56 39 186
E-Mail: katrin.woll@med.uni-heidelberg.de
Professor Dr. Peter Schirmacher
Ärztlicher Direktor, Pathologisches Institut
Universitätsklinikum Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 4160
E-Mail: Peter.Schirmacher@med.uni-heidelberg.de
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Julia Bird
Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-7071
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: julia.bird@med.uni-heidelberg.de
Dr. Annette Tuffs
Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-4536
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit
24.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0
23.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von der Genexpression zur Mikrostruktur des Gehirns

24.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Bestrahlungserfolg bei Hirntumoren lässt sich mit kombinierter PET/MRT vorhersagen

24.04.2018 | Medizintechnik

RWI/ISL-Containerumschlag-Index auf hohem Niveau deutlich rückläufig

24.04.2018 | Wirtschaft Finanzen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics