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Europas Abhängigkeit von Energieimporten senken: Kongress zur Biomassenutzung zeigt Lösungen auf

21.01.2009
Der Lieferboykott des russischen Erdgasriesen Gazprom zeigt, wie abhängig Europa von Rohstoffimporten ist.

Um die Versorgungssicherheit zu verbessern, fordern Kritiker, die Abhängigkeit Europas von Gas- und Erdöl-Lieferungen zu reduzieren und verstärkt auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen.

Doch was kann die stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe zur Lösung unserer Energieprobleme und zum Ersatz erdölbasierter Chemikalien, Werkstoffe, Brenn- und Kraftstoffe leisten? Antworten liefert der Kongress BIO-raffiniert V, der am 24./25. März 09 in Oberhausen stattfindet. Der Kongress wird von Fraunhofer UMSICHT, dem nova-Institut und der EnergieAgentur.NRW veranstaltet.

2007 war Russland der wichtigste Rohstoffimporteur für Deutschland. Rund 43 % der Erdgas- und 31,7 % der Erdöl-Gesamteinfuhr stammten aus der russischen Förderation. Afrika, Norwegen, Großbritannien und der Nahe Osten folgen auf der Rangliste der Rohöl-Lieferanten. Beim Erdgas gehören Norwegen und die Niederlande zu den Top-3-Lieferanten Deutschlands. Wer im verschärften Ressourcenkonflikt zwischen die Fronten gerät, ist gut dran, wenn alternative Rohstoffquellen erschlossen werden können.

Doch was kann die integrierte stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe zur Lösung unserer Energieprobleme wie auch zum Ersatz erdölbasierter Chemikalien, Werkstoffe, Brenn- und Kraftstoffe leisten? Antworten liefert der Kongress BIO-raffiniert V - Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Bioraffinerien: Rohstoffe und Produkte, Märkte und Technologien, der am 24. und 25. März 2009 in Oberhausen stattfindet. Ziel des Kongresses ist es, die vielfältigen Facetten der industriellen Nutzung nachwachsender Rohstoffe bewusst aus verschiedenen Blickwinkeln darzustellen.

Der Kongress präsentiert die Bandbreite der Biomassenutzung von ersten Versuchen bis zu marktfähigen Dienstleistungen und Produkten. Technologietrends und angewandte Technik werden ebenso ausführlich dargestellt wie Hintergründe der Biomassenutzung, Fördermöglichkeiten und Perspektiven für wirtschaftliches Wachstum.

Am ersten Kongresstag geht es um die Randbedingungen der Versorgung mit dem Rohstoff "Biomasse", um die Märkte der neuen nachhaltigen Produktlinien und ökologische Aspekte. Marktstudien biobasierter Chemikalien und Materialien werden ebenso Thema sein, wie die Gentechnik in der Pflanzenzüchtung.

Auf dem Podium fragt Dr. Christian Patermann, Berater der Landesregierung NRW für wissensbasierte Bioökonomie, Bonn, wie die Teilnehmer aus Industrie, Politik, Ingenieurwissenschaften und Ethik nachwachsende Rohstoffe charakterisieren. Sind sie das grüne Wirtschaftswunder und die Chance für technologische Neuerungen oder doch eher Preistreiber für Rohstoffmärkte und Nahrungskonkurrenten?

Der zweite Tag steht im Zeichen der Technik. Er gibt einen Überblick über Bioraffinerietechnologien, lässt Anlagenbetreiber mit Erfahrungsberichten zu Wort kommen und zeigt Technologietrends auf. Das Spektrum reicht von den Chancen, die die Niederlande der biobasierten Wirtschaft zusprechen, über Erfahrungen in Schweden mit Bioraffinerien bis zur dezentralen Produktion von Bioethanol und einer Übersicht, welche Potenziale Algen für die blaue Biotechnologie bieten. Bedeutsame Netzwerke und Förderinformationen runden das Programm ab.

Der Kongress bringt Personen aus allen Industriebereichen, Politik und Gesellschaft mit Aktiven aus Forschung, Entwicklung und Anwendung entlang der Wertschöpfungskette nachwachsender Rohstoffe zusammen.

Damit sich auch Gäste aus dem europäischen Raum wohl fühlen, bieten die Veranstalter am 24. und 25. März 2009 neben Deutsch als Kongresssprache Englisch in Simultanübersetzungen an.

Das Programm steht zum Download bereit unter: http://www.bio-raffiniert.de

Iris Kumpmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.bio-raffiniert.de

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