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Europäisches Netzwerktreffen an der TU Clausthal: Projekt zur "Fabrik der Zukunft"

30.09.2008
Das Problem ist bekannt. Je größer der Supermarkt, desto komplizierter ist es, bestimmte Lebensmittel ausfindig zu machen. In der Zukunft könnte einmal ein intelligenter Einkaufswagen, gewissermaßen ein Wagen mit Navigationsroboter, den Weg weisen.

Solche und ähnliche Forschungsprojekte werden im Rahmen von "I*PROMS" besprochen, einem europaweiten Exzellenz-Netzwerk im Bereich der Produktionstechnologie. In diesem Rahmen haben sich Ende September 50 Forscher aus 14 Ländern an der TU Clausthal zu einer dreitägigen Konferenz getroffen.

"Ziel ist es, sich über neueste Technologien auf den Gebieten der Produktion und Konstruktion auszutauschen. Nach Möglichkeit entstehen daraus gemeinsame Projekte, die aus Mitteln der Europäischen Union gefördert werden", sagte Professor Armin Lohrengel, Leiter des Instituts für Maschinenwesen (IMW). Das Clausthaler Institut zählte vor vier Jahren zu den Gründern des Netzwerkes und war nun Gastgeber des diesjährigen "I*PROMS"-Treffens.

Aus Mitteln der EU wird das Netzwerk noch bis 2009 unterstützt. Ein Teil der Projektarbeit verlief bisher in Form von sogenannten virtuellen Kongressen. "Dabei werden zunächst Artikel in ein Internetforum gestellt. Anschließend diskutieren Netzwerk-Teilnehmer der einzelnen Projekte darüber in einer europaweiten Videokonferenz", erläuterte Professor Peter Dietz. Der Bürgermeister der Bergstadt Clausthal-Zellerfeld und frühere Leiter des Instituts für Maschinenwesen gab einer Gruppe interessierter Gäste aus ganz Europa eine Führung durchs IMW.

Die eigentliche Konferenz, einschließlich der Generalversammlung, lief in der Aula der TU Clausthal. Wenn die EU-Förderung des Netzwerkes im kommenden Jahr ausläuft, soll eine Firma die Arbeit weiterführen. Als Sitz sei Cardiff geplant, da die Federführung von "I*PROMS" bei Professor Duc Pham von der University of Cardiff liegt, berichtete Tobias Seitz. Der Diplom-Ingenieur hatte die Clausthaler Konferenz, die vom Unternehmen Sympatec und der Bergstadt unterstützt wurde, zusammen mit dem Diplom-Geophysiker Wolfgang Rolshofen vorbereitet. Verläuft alles wie geplant, dann verhelfen die "I*PROMS"-Projekte später einmal zur "Fabrik der Zukunft" - und damit zu einem Wettbewerbsvorteil gegenüber Billiglohnländern.

Christian Ernst | idw
Weitere Informationen:
http://www.iproms.org

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