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Europäische Vereinigung Plastischer Chirurgen tagt erstmals

19.08.2009
Austausch zwischen Bug und Heck
RUB-Forscher organisiert Treffen von Nachwuchs und internationalen Spezialisten

Es soll kein elitäres "Halbgöttertreffen" werden, sondern die junge Generation der plastischen Chirurgen zum wissenschaftlichen Austausch und zur Bildung stärkender Kontakte untereinander vereinen: Zum ersten Mal lädt Prof. Dr. Lars Steinsträßer (RUB-Klinik für Plastische Chirurgie, Direktor: Prof. Dr. Hans Ulrich Steinau) Forscher der aus der Plastischen Chirurgie und angrenzender Fachgebiete vom 20. bis 23. August zum "European Plastic Surgery Research Council", kurz EPSRC, nach Hamburg ein.

"Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Verbesserung der Netzwerkbildung in Europa und international um translationale Forschungsideen in die Tat umsetzen zu können", so der Organisator.

Von Gewebeersatz bis Gesichtstransplantation

150 Teilnehmer aus Europa und der Welt werden erwartet. Die Teilnehmerzahl wurde bewusst niedrig gehalten um den Austausch umso intensiver zu gestalten. Geboten wird ein anspruchsvolles Programm mit renommierten internationalen Rednern, u.a. werden die Klinikdirektoren der Plastisch Chirurgischen Kliniken aus Harvard Medical School, University of Pittsburgh, UCLA, Stanford University, University of Michigan, NY University, Springfield University, University of Montpellier, Shanghai und Manchester University, Medizinische Hochschule Hannover, Bergmannsheil Bochum Übersichtsvorträge halten.

Themen sind u.a. die Plastisch-Chirurgischen Möglichkeiten der Zukunftsperspektiven im Gewebeersatz, Tissue Engineering und Einsatz von Robotik. Besonders spannend wird sicherlich ein Expertenforum zu neuesten Entwicklungen in der Gesichts-, Hand- und Armtransplantation, wobei - vor aktuellem Hintergrund - Verbesserungen im Bereich Immunologie und ethische Problematik angesprochen werden. Hierzu sind Prof. Lee (University of Pittsburgh, erste beidseitige Handtransplantation), Prof. Edgar Biemer (Technische Universität München, erste beidseitige Armtransplantation) und Prof. Elof Eriksson (Harvard Medical School, erste Gesichtstransplantation am Mann) geladen.

Anders als andere Tagungen

Um eine ungezwungene Atmosphäre fernab steriler Konferenzzentren zu erreichen, hat sich das EPSRC-Organisationsteam mit dem ehemaligen weißen Schwan des Atlantiks "MS Cap San Diego", das zu einem Wahrzeichen des Hamburger Hafens geworden ist, einen ganz besonderen Ort für sein Expertentreffen ausgesucht "Unsere Tagung ist bewusst anders angelegt als andere. Wir möchten eine intensive Interaktion der Nachwuchsforscher mit den etablierten Dinosauriern und Giganten der plastisch-chirurgischen Forschung in einem lockeren ungezwungenen Umfeld", erklärt Steinsträßer.

Die Medien sind herzlich eingeladen

Journalisten sind herzlich an Bord eingeladen, um sich zu informieren, Experten zu treffen und über neueste Erkenntnisse auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgischen Forschung zu berichten, das wesentlich mehr zu bieten hat als Brustvergrößerungen, Fettabsaugen und Botoxspritzen. Aktuelle Informationen zur Tagung sowie alle organisatorischen Eckdaten finden sich unter http://www.epsrc.eu.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Lars Steinsträßer, RUB-Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Handchirurgiezentrum, BG Universitätskliniken Bergmannsheil, Ruhr Universität Bochum, Bürkle-de-la Camp Platz 1, 44789 Bochum, Tel. 0234/302-3442, E-Mail: lars.steinstraesser@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.epsrc.eu
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

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