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Europäische Kreativwirtschaft will Software-Innovationen stärker nutzen

06.11.2009
Internationale CReATE-Konferenz in Turin rückt den Nutzer in den Mittelpunkt von Medienproduktion und digitalen Dienstleistungen
Wie Anbieter kreativer Produkte in der Wirtschaftskrise von IT-Forschung profitieren, das stand im Mittelpunkt der CReATE International Conference 2009 in Turin. Am 4. und 5. November diskutierten über 150 Kreativ-Spezialisten aus ganz Europa, wie sich digitale Zukunftsmärkte mit informationstechnologischer Forschung erschließen lassen.

Der wirtschaftliche Aufschwung ist digital. Unter dem Schlagwort „digital recovery“ diskutierten Europas Kreativ- und IT-Experten am 4. und 5. November 2009 im italienischen Turin die Relevanz von Informations- und Kommunikationstechnologien für die Kreativwirtschaft.

Im Fokus der CReATE International Conference 2009 standen Keynotes, Workshops und Diskussionen, die Open-Source-Software, neue Spielekonzepte und nutzergenerierte Produkte als wichtige Trends präsentierten. Die über 150 Konferenz-Teilnehmer aus Kreativwirtschaft, Forschung und Entwicklung sowie Vertreter der Europäischen Kommission diskutierten vom CReATE-Konsortium vorgestellte Forschungsfelder wie „Visual and Interactive Experience“, „Digital Distribution“ und „Mobility and Interoperability“. Diese Themen tragen besonders der Konvergenz von Kreativmärkten und dem ITK-Sektor Rechnung, wie Jasper Bouwsma als Moderator am ersten Konferenztag betonte. Mette Quinn, Direktorin bei der Europäischen Kommission, DG Enterprise, berichtete über Überlegungen für neue Förderkonzepte. Diese sollen die Kreativbranchen unterstützen, insbesondere bei interdisziplinärer Forschung, Kommerzialisierung und Finanzierung.

„Die Kombination von technologischer Forschung und kreativen Dienstleistungen zeigt einen Weg aus der Krise auf und erschließt neue Märkte für beide Wirtschaftsbereiche; das hat auch die EU erkannt“, beschreibt MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis das Anliegen des Projekts CReATE und der Veranstaltung. Mit der CReATE International Conference 2009 fordert und fördert das Konsortium den interdisziplinären Dialog. „Der rege Informationsaustausch unter den Teilnehmern hat deutlich gezeigt, wie viel Vermittlungsbedarf zwischen den Akteuren besteht“, beobachtet Sergio Duretti, Geschäftsführer von CSP – Innovazione nelle ICT, einer der vier CReATE-Projektpartner.

Diese Vernetzung wurde am Abend des ersten Konferenztages beim Matchmaking Event weitergeführt: Über 40 Firmenvertreter aus Europa, Kanada und China waren beim Business-Speed-Dating vertreten. Dabei wurden eine Vielzahl von Kooperationen angestoßen und bereits vor Ort erste gemeinsame Projektideen entwickelt.

Am zweiten Konferenztag diskutierten die Teilnehmer die Zukunft visueller, interaktiver Anwendungen. Professor Harald Reiterer, Universität Konstanz, setzt auf intuitiv bedienbare Schnittstellen. Er veranschaulichte am Beispiel der digitalen Bibliothek, wie Inhalte auch im realen Gebäude nutzerfreundlicher gefunden und visualisiert werden. „Zukunftsträchtige Services basieren auf der cleveren Kombination von digitalen und physisch realen Anwendungen“, prognostizierte Professor Reiterer.

Eine Nachberichterstattung der Konferenz mit Fotos, Videos und Informationsmaterial findet sich ab dem 9. November 2009 auf folgender Webseite: http://www.lets-create.eu/create-conference-review.html

Über das Projekt CReATE
Unter Leitung der MFG Baden-Württemberg haben sich im Rahmen des EU-Projekts CReATE (Creating a joint research agenda for promoting ICT-based innovations in Creative Industries) Wirtschaftsförderer und Clusterinitiativen aus Rhône-Alpes, Piemonte, West Midlands und Baden-Württemberg zusammengeschlossen, um eine europäische Forschungsagenda für IT-basierte Innovationen in der Kreativwirtschaft zu erarbeiten. Nach der Analyse regionaler Stärken und Schwächen wurden interregionale IT-Forschungsfelder definiert. Im September 2009 wurde dazu der Global Synthesis Report veröffentlicht, im Frühjahr 2010 folgt die gemeinsame europäische Forschungsagenda. Weiterer Partner aus Baden-Württemberg ist das Steinbeis-Europa-Zentrum.

Über die MFG Baden-Württemberg
Die MFG gehört zu den führenden Innovationsagenturen für IT und Medien in Europa mit Schwerpunkt Informationstechnologie, Software, Telekommunikation und Creative Industries. Ziel ist die Vernetzung von Kreativwirtschaft und Technologiebranchen zur Stärkung des deutschen Südwestens, zur Förderung von Kooperationen in Europa und zur Unterstützung globaler Zusammenarbeit. Dabei stehen für die MFG als Experte für wissensbasierte Dienstleistungen besonders Anwenderbranchen als potenzielle Kunden und Abnehmer im Fokus. Mit ihren nach ISO 9001 zertifizierten Dienstleistungen und 100.000 Technologiebeziehungen gehört sie international zu den Vorreitern für systemische Standortentwicklung in öffentlich-privaten Partnerschaften.

Fachlicher Ansprechpartner:

MFG Baden-Württemberg mbH
Innovationsagentur des Landes
für Informationstechnologie und Medien

Philipp Oswald
Leiter Projektteam Innovationssystem Kreativwirtschaft
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart
Telefon: 0711-90715-318
Fax: 0711-90715-350
E-Mail: oswald@mfg.de

Ansprechpartnerin für die Presse:

MFG Baden-Württemberg mbH
Innovationsagentur des Landes
für Informationstechnologie und Medien

Silke Ruoff
Leiterin Stabsstelle Kommunikation
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart
Telefon: 0711-90715-316
Fax: 0711-90715-350
E-Mail: ruoff@mfg.de

Silke Ruoff | MFG Baden-Württemberg mbH
Weitere Informationen:
http://www.mfg-innovation.de
http://www.lets-create.eu
http://www.lets-create.eu/turin_conference.html

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