Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ethische und rechtliche Aspekte von Gehirninterventionen

27.04.2010
ZiF-Tagung: Darf man menschliche Körperfunktionen "verbessern"?

„Menschenwürde und Gehirnintervention“ lautet der Titel einer Tagung, die am 7. und 8. Mai am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld stattfindet. Veranstalter sind die Rechtswissenschaftler Professor Dr. Jan C. Joerden (Frankfurt/Oder) und Professor Dr. Eric Hilgendorf (Würzburg) sowie der Philosoph Privatdozent Dr. med. Felix Thiele (Bad Neuenahr-Ahrweiler).

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Auseinandersetzung damit, ob Gehirninterventionen und Gehirn“optimierungen“ „widernatürlich“ sind. In engem Zusammenhang damit steht die Frage, ob bei den angestrebten „Verbesserungen“ menschlicher Körperfunktionen ausreichend über die Manipulation gesunder Personen, die Beachtung des Datenschutzes sowie die Problematik des informed consent nachgedacht wird. Veranstaltet wird die Konferenz von der Forschungsgruppe Herausforderungen für Menschenbild und Menschenwürde durch neuere Entwicklungen der „Medizintechnik“, die derzeit im ZiF unter der Leitung von Jan C. Joerden, Eric Hilgendorf und Felix Thiele arbeitet.

Neurowissenschaftliche Versuche, das Gehirn des Menschen und dessen Arbeitsweise zu verstehen, haben streitige Positionen darüber herbeigeführt, zu welchen Aussagen man mit der Erforschung des Gehirns überhaupt gelangen kann. Immerhin ermöglichen verschiedene medizintechnische Methoden heute einen Einblick in die oberste Organisationsebene des Gehirns: Bildgebende Verfahren haben eine gute räumliche Auflösung, bis in den Millimeterbereich hinein. Insbesondere durch die Kombination mehrerer dieser Technologien kann man daher das Zusammenspiel verschiedener Hirnareale darstellen, das uns eine Erklärung kognitiver Funktionen wie Sprachverstehen, Bilderkennen, Tonwahrnehmung, Musikverarbeitung, Handlungsplanung, Gedächtnisprozesse sowie das Erleben von Emotionen ermöglicht. Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse können in vielfältiger Weise praktisch genutzt werden, insbesondere auch in der Medizin.

Eine Brücke zu schlagen zwischen der medizintechnischen Grundlagenforschung und der ethischen und rechtlichen Beurteilung der klinischen und praktischen Anwendung unter-schiedlicher Methoden der Gehirnintervention sowie ihrer Bedeutung für das Bild des Menschen und die Menschenwürde, ist die Aufgabe dieser Tagung.

Tagungszeiten:
7. Mai, 9.00 Uhr – 19.00 Uhr
8. Mai, 9.00 Uhr – 13.30 Uhr
Weitere Informationen im Internet:
www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2010/05-07-Joerden.html
Veranstaltungsleitung:
Dr. Natalia Petrillo, Universität Bielefeld
(Wissenschaftliche Assistentin der Forschungsgruppe)
Zentrum für interdisziplinäre Forschung
Tel.: 0521 106-2781
E-Mail: natalia.petrillo@uni-bielefeld.de
Tagungsorganisation:
Karin Matzke, Universität Bielefeld
Zentrum für interdisziplinäre Forschung
Tel.: 0521 106-2793;
E-Mail: karin.matzke@uni-bielefeld.de

Torsten Schaletzke | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2010/05-07-Joerden.html
http://www.uni-bielefeld.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE