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Erste wissenschaftliche Tagung zu "Kraftwerk"

13.12.2012
Die Düsseldorfer Gruppe „Kraftwerk“ gehört seit 1970 zu den Pionieren der elektronischen Musik. Zu ihrer Werkästhetik liegen mittlerweile zahlreiche Studien vor.

Am 11. Januar 2013 veranstaltet das Institut für Medien- und Kulturwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität unter dem Titel „Kraftwerk – die Mythenmaschine“ die erste wissenschaftliche Tagung zur intermedialen und ästhetischen Deutung der Düsseldorfer Elektronik-Gruppe. Die Veranstaltung findet am ersten Tag der Sequenz von Kraftwerkkonzerten in der Kunstsammlung NRW statt.

Ohne die Konzepte von „Kraftwerk“ sind die Hauptströmungen der Popmusik seit den 1970er Jahren nicht zu verstehen. Kraftwerk ist bis heute immer noch die musikalische Formation, die den größten und nachhaltigsten Einfluss auf prägende musikalische Strömungen in England und Amerika ausgeübt haben.

Entscheidendes Kennzeichen der Produktionsästhetik von Kraftwerk ist die intermediale Ausstrahlung ihres Werks: So sind die Mitglieder von Kraftwerk immer schon stark von den Strömungen der Gegenwartskunst beeinflusst worden und haben selbst kontinuierlich intermediale Grenzüberschreitungen in das Gebiet der bildenden Kunst vollzogen.

Das geplante Symposium setzt sich zum Ziel, das musikalische und künstlerische Phänomen „Kraftwerk“ aus der Perspektive einer interdisziplinär ausgerichteten Medienkulturanalyse zu beleuchten. Der eintägige Kongress will die ästhetischen Konzepte sowie die Wirkungsgeschichte der Formation aus verschiedenen Perspektiven in den Blick nehmen.

Als Referenten konnten u. a. Prof. Dr. Jochen Hörisch (Institut für Neuere Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim), Prof. Dr. Elena Ungeheuer (Institut für Musik der Gegenwart an der Universität Würzburg), Prof. Dr. Thomas Hecken (Germanistisches Seminar der Universität Siegen) und Dr. Mathias Mühling (Sammlungsleiter und Kurator für internationale Gegenwartskunst an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und am Kunstbau in München) gewonnen werden.

Finanziert wird das Symposium von der HHU, dem Kulturamt der Stadt Düsseldorf und dem Zentrum Studium Universale. Veranstalter ist Prof. Dr. Dirk Matejovski (Institut für Medien- und Kulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität).

Der Eintritt ist kostenlos.

Dr. Victoria Meinschäfer | idw
Weitere Informationen:
http://www.hhu.de/

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