Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste weltweite Konferenz in Humanitarian Studies

27.01.2009
RUB-Institut IFHV ist Mitveranstalter des größten Expertentreffens
Austausch zwischen Hochschulen, Praxis und Politik

Sudan, Aceh, Georgien, Sichuan: So unterschiedlich wie Humanitäre Krisen auf der ganzen Welt sind auch die Menschen, die sich beruflich mit humanitären Krisen beschäftigen, seien es politische Entscheidungsträger, Akademiker oder Repräsentanten von humanitären Organisationen und Betroffenen.

Noch nie haben diese Personengruppen die Gelegenheit gehabt, mehrere Tage ihre Gedanken über humanitäre Fragen und Konzepte auszutauschen. Die Universtitäten Bochum, Groningen und Wageningen bieten nun ein gemeinsames Forum und richten die erste World Conference of Humanitarian Studies aus. Vom 4. bis 8. Februar 2009 ist Groningen der Begegnungsort für 500 Wissenschaftler, Politiker und Praktiker aus humanitärer Hilfe und den Humanitarian Studies.

Informationen im Internet

Die Tagung findet im Academiegebouw der Rijksuniversiteit Groningen statt. Ausführliche Informationen über die Konferenz und das Programm stehen im Internet unter http://www.humanitarianstudies2009.org

68 Themen aus Theorie und Praxis

Aus allen Kontinenten kommen Experten in Groningen zusammen, um vier Tage lang über humanitäre Themen zu debattieren. In 68 thematisch verschiedenen Diskussionsforen (Panels) geht es um Theorien, Konzepte und gegenwärtige Praxiserfahrung. Ziel ist, den Diaolog zwischen den verschiedenen Akteuren anzuregen und Lücken zu schließen, um die Qualität der humanitären Hilfe zu erhöhen. Auch planen die Organisatoren, eine International Humanitarian Studies Association (IHSA) nach der Tagung einzurichten, um auf diese Weise die Humanitarian Studies als unabhängiges und interdisziplinäres Forschungsgebiet zu etablieren und professionalisieren. Die IHSA soll ein Netztwerk von Wissenschaftlern und Praktikern aus dem Bereich der Humanitarian Studies aufbauen, das den Austausch verschiedener Denkschulen und wissenschaftlicher Disziplinen verstärkt.

Prominente Teilnehmer

Von Bochum aus organisiert Juniorprofessor Dr. Dennis Dijkzeul die Tagung zusammen mit seinen Kollegen an den beiden niederländischen Universitäten. Er arbeitet seit Oktober 2002 am Institut für Friedensicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum, das sich vor allem auf Rechts- und Managementfragen in internationalen und humanitären Krisen spezialisiert. Zu den Teilnehmern der Konferenz gehören unter anderem Alex de Waal (Program Director Social Science Research Council New York und Fellow der Harvard Humanitarian Initiative), Khadija Alia Bah (Public Policy Expertin aus Sierra Leone), Randolf Kent (Kings College London), Paul Walker (Feinstein International Center, Tufts University, Medford), Mihir Bhatt (Disaster Mitigation Institute in Guhjarat, Indien), Paul Richards (Wageningen University) und Mary Anderson (CDA Collaborative Learning Projects, Cambridge, Massachusetts). Auf Seiten der Organisationen sind das niederländische Außenministerium, das Europäische Amt für Humanitäre Hilfe (ECHO) und die Vereinten Nationen (OCHA) vertreten. "Verschiedene Universitäten haben schon ihr Interesse geäußert, die Organisation der zweiten World Conference of Humanitarian Studies in 2011 oder der dritten in 2013 zu übernehmen, so dass die Tagung in Groningen der Startschuss für eine neue und lange Tradition werden könnte", sagt Prof. Dr. Dennis Dijkzeul vom IFHV.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Dennis Dijkzeul, Institut für Friedensicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der RUB, Tel. 0234/32-27932, E-Mail: dennis.dijkzeul@rub.de
Dr. Joost Herman, Direktor des Humanitarian Action Master Programme an der Universität Groningen, Tel. +31(0)503636014
Prof. Dr. Thea Hilhorst, Hoogleraar humanitaire hulp en wederopbouw, Wageningen, Niederlande, Tel. +31(0)651915934

Kongressbüro Groningen, Tel. +31(0)50 316 8877

Redaktion: Jens Wylkop

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.humanitarianstudies2009.org
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?
16.01.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht 14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“
12.01.2017 | BusinessForum21

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie

Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa

16.01.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz