Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ernährung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Experten informieren beim Crohn & Colitis-Tag 2014

21.08.2014

Derzeit sind zirka 350.000 Menschen in Deutschland von den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen.

Die Krankheiten verlaufen schubweise, sind nicht heilbar und gehen mit zum Teil schweren Einbußen in der Lebensqualität der Betroffenen einher. Als Ursache gilt eine Kombination von Genen, Umweltfaktoren und einer Barrierestörung des Darmes.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle: Sie kann die Therapie der Krankheiten positiv beeinflussen. Dieses wichtige Thema steht deswegen im Mittelpunkt beim Crohn & Colitis-Tag 2014. Experten geben Auskunft zu häufigen Fragen und informieren über den aktuellen Stand der Forschung.

Zum siebten Mal veranstalten die DCCV, Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung, und das Kompetenznetz Darmerkrankungen den Crohn & Colitis-Tag. Während des Veranstaltungszeitraums vom 20. September bis 19. Oktober 2014 engagieren sich bundesweit Selbsthilfegruppen und ÄrztInnen mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Infoständen dafür, Aufmerksamkeit für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu erreichen und so der Tabuisierung der Krankheiten durch fundierte Informationen entgegen zu wirken. Schwerpunktthema ist dieses Jahr die Ernährung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

„Grundsätzlich kann jeder essen, was ihm schmeckt und bekommt. Eine gute Ernährung kann keinen Schub verhindern oder den Verlauf der Krankheiten aufhalten. Sie kann aber einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität liefern, weil sie die Symptome lindert“, erläutert PD Dr. Carsten Büning, Chefarzt Innere Medizin, Krankenhaus Waldfriede Berlin, „Die Ernährung ist individuell auf den einzelnen Betroffenen abgestimmt. Es gibt zwar keine Richtlinien, aber wir unterscheiden zwischen der schubfreien Zeit, dem Schub und der Ernährung nach der OP. Der Speiseplan sollte sich daran orientieren, besonders, um einer Mangelernährung entgegen zu wirken.“

Gudrun Biller-Nagel, Diplom Ökotrophologin, Asklepios Westklinikum Hamburg, ergänzt: „Die Auswahl, Kombination und Zubereitung von Nahrungsmitteln hat einen Einfluss auf die Darmverträglichkeit. Deswegen reagiert in Zeiten eines Schubes die entzündete Darmschleimhaut anders auf Nahrung, als in Zeiten ohne Schub und wir empfehlen dann, die sonst so förderliche Zufuhr von Ballaststoffen zu reduzieren und auf eine leicht verdauliche Kost umzusteigen. Mit einer abgestimmten Ernährung, die auch Verdauungsstörungen und Unverträglichkeiten berücksichtigt, können wir erreichen, dass Beschwerden geringer werden und das Wohlbefinden gesteigert wird.“

Für Interviewwünsche stehen Ihnen PD Dr. Carsten Büning und Gudrun Biller-Nagel sowie weitere fachmedizinische Berater der DCCV und des Kompetenznetz Darmerkrankungen zur Verfügung.

Informationen zu den Veranstaltern:

DCCV, Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung, e.V.
Die Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V. ist der Selbsthilfeverband für die mehr als 350.000 Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) in Deutschland. Neben der persönlichen Beratung und Unterstützung von Betroffenen und ihren Angehörigen vermittelt die DCCV Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Ärzten, Pflegepersonal, Krankenhäusern und Kurkliniken. Bei Fragen oder Problemen mit Krankenkassen, Sozial- und Versorgungsämtern, Rentenversicherungsträgern oder Arbeitgebern steht den DCCV-Mitgliedern der Arbeitskreis Sozialrecht zur Seite. Mitglieder erhalten darüber hinaus auch Rechtsschutz vor deutschen Sozialgerichten.
Im Internet: http://www.dccv.de

Kompetenznetz Darmerkrankungen e.V.
Das Kompetenznetz Darmerkrankungen ist ein Verbund von WissenschaftlerInnen, niedergelassenen ÄrztInnen, Fachkliniken, universitären Instituten und der Wirtschaft, das sich mit den beiden am häufigsten auftretenden chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa beschäftigt. Gemeinsam konzentrieren sich die Mitglieder darauf, das Wissen um die Krankheiten zu erhöhen, die Wege von Forschungserkenntnissen zu den PatientInnen zu verkürzen und die Versorgung der PatientInnen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu verbessern.
Im Internet: http://www.kompetenznetz-ced.de

Kontakt zu den Veranstaltern:
DCCV, Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung, e.V.
Telefon: +49.(0)30.200 03 92-0, E-Mail: info@dccv.de, www.dccv.de

Kompetenznetz Darmerkrankungen e.V.
Telefon: +49.(0)431.597 39 37, E-Mail: sekretariat@kompetenznetz-ced.de, www.kompetenznetz-ced.de

Weitere Informationen:

http://www.crohn-und-colitis-tag.de - Informationen zum Crohn & Colitis-Tag
http://www.kompetenznetz-ced.de/darmerkrankungen.html - Informationen zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
https://www.dccv.de/betroffene-angehoerige/ - Informationen zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
http://www.crohn-colitis-tag.de/crohn-und-colitis-im-fokus/morbus-crohn-colitis-... - Informationen zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Susanne Weller | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Colitis Colitis-Tag Crohn DCCV Darmerkrankungen Ernährung Kompetenznetz Lebensqualität Morbus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie