Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwicklungsländer immer wichtiger für Nahrungsmittelmärkte

17.05.2011
Experten diskutieren in Braunschweig über den Weltagrarhandel der Zukunft

In den nächsten zehn Jahren werden die Entwicklungsländer die Weltnahrungsmittelmärkte immer stärker beeinflussen, nicht nur als Produzenten, sondern auch als Verbraucher.

Zu dieser Einschätzung kommen Experten weltweit führender Forschungsinstitutionen auf der „World Outlook Conference“, die derzeit (16./17. Mai 2011) am Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) in Braunschweig stattfindet. Ursachen für diese Entwicklung sind das stete Wachstum der Bevölkerung sowie das erwartete starke Wirtschaftswachstum in vielen dieser Regionen. Das dadurch steigende Einkommen führt in diesen Ländern besonders zu einem erhöhten Fleischkonsum.

Auch wenn es in den nächsten Jahren möglich sein wird, genügend Nahrungsmittel für die Ernährung der Weltbevölkerung zu produzieren, lässt sich das Hungerproblem allein dadurch nicht lösen. Denn Hunger ist vor allem ein Armuts- und Verteilungsproblem.

Trotz Bevölkerungswachstum ist die pro Kopf verfügbare Nahrungsmenge in den letzten Jahren um rund 0,5 % jährlich gestiegen. In den nächsten Jahren wird dieser Zuwachs allerdings zurückgehen. Zusätzlich erwarten die Experten, dass die Reserven zum Ausgleich von Versorgungsengpässen absinken werden. Für Unsicherheiten in der Prognose sorgt auch die zunehmende Verwendung von Nahrungsrohstoffen für die Produktion von Bioenergie.

Die jährlich stattfindende World Outlook Conference ist ein internationales Diskussionsforum führender Agrarökonomen, die die Entwicklungen auf den Weltagrarmärkten für die nächsten zehn Jahre vorausschätzen. Die Konferenz findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Etwa 40 Forscher von internationalen Organisationen wie der FAO (Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen), der OECD, der EU-Kommission und Landwirtschaftsministerien vieler Länder sind am von-Thünen-Institut in Braunschweig zusammengekommen, um ihre teils unterschiedlichen Forschungsergebnisse zu diskutieren und ihre methodische Herangehensweise zu verbessern.

Daten und die Erfahrungen der Vergangenheit fließen dabei in die Prognosen über die Entwicklungen auf den Nahrungsmittelmärkten für die kommende Dekade ein. Diese Diskussion ist vor allem deshalb wichtig, weil die Ergebnisse weltweit als Grundlage für politische Entscheidungen dienen.

Dr. Michael Welling | vTI
Weitere Informationen:
http://www.vti.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"
22.09.2017 | BusinessForum21

nachricht Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg
22.09.2017 | DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie