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Die Energiewende als Gemeinschaftswerk

01.10.2013
Wie können Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik beim Umsetzen der Energiewende besser zusammenarbeiten?

Dies ist Thema einer Podiumsdiskussion, welche die Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS am 9. Oktober 2013 um 19 Uhr im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe ausrichtet. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind zum Mitdiskutieren eingeladen.


Der nachhaltige Umbau des Energiesystems bringt nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche Herausforderungen mit sich.
(Collage: ENERGY-TRANS)

Die öffentliche Veranstaltung ist Teil der internationalen wissenschaftlichen Konferenz „Energy Systems in Transition“ vom 9. bis 11. Oktober am ZKM und der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe.

Teilnehmer der öffentlichen Diskussion „Die Energiewende als Gemeinschaftswerk – Erwartungen an Wissenschaft, Politik und Bürgerschaft“ sind die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Staatssekretär Dr. Georg Schütte vom Bundesforschungsministerium, Professorin Gesine Schwan, Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance, und Professor Armin Grunwald vom KIT, Sprecher der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS.

Moderator ist Professor Ortwin Renn von der Universität Stuttgart, ebenfalls Sprecher von ENERGY-TRANS. Die Diskussion soll neue Einblicke in die Umsetzung von wissenschaftlichen Ergebnissen in politisches Handeln liefern. Dabei geht es auch und vor allem um die Rolle der Bürgerinnen und Bürger bei der flächendeckenden Verwirklichung der Ziele der Energiewende. Gerade Fragen der Beteiligung der Bevölkerung an Planungen für neue Infrastrukturen sind für das Gelingen der Energiewende essenziell.

Die Forschung in der vom KIT koordinierten Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS widmet sich den Anforderungen an die Transformation des nationalen und europäischen Energiesystems in Verbindung mit der Energiewende. Dabei betrachtet ENERGY-TRANS das Energiesystem vor allem von der gesellschaftlichen Bedarfs- und Nutzerseite her und untersucht die vielfältigen Schnittstellen zwischen technischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren, die den Umbauprozess hin zu neuen Infrastrukturen bestimmen. Die Ergebnisse sollen handlungsorientiertes Wissen für eine effiziente und sozialverträgliche Ausgestaltung des künftigen Energiesystems bereitstellen.

Bei der Konferenz „Energy Systems in Transition – Inter- and Transdisciplinary Contributions“ erörtern Wissenschaftler verschiedener Disziplinen Bedingungen und Auswirkungen des nachhaltigen Umbaus der Energieversorgung. Thematische Schwerpunkte sind unter anderem erneuerbare Energien aus systemischer Perspektive, Smart Grids unter interdisziplinären Aspekten, die Steuerung von komplexen Transformationsprozessen, Partizipation und öffentliche Akzeptanz, die Rolle von Städten und Regionen bei der Transformation des Energiesystems sowie Energie und wirtschafliche Entwicklung.

Weitere Informationen zur Konferenz gibt es unter
http://www.energy-trans.de/conference-2013/index.php
Über die Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS
Der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS gehören vier Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft, drei universitäre und ein außeruniversitärer Partner an. Koordiniert wird der Forschungsverbund vom KIT. Insgesamt rund 60 Sozial- und Politikwissenschaftler, Psychologen und Philosophen, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler, Ingenieure und Systemanalytiker arbeiten in ENERGY-TRANS interdisziplinär in fünf Forschungsfeldern, 17 Projekten und zwei Querschnittsthemen. Sprecher der Allianz sind Professor Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT sowie Professor Ortwin Renn, Direktor des universitätsübergreifenden Zentrums für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS) der Universität Stuttgart. Die Allianz ist auf fünf Jahre angelegt (2011 bis 2016) und hat ein Projektvolumen von 16,5 Millionen Euro. Dieses wird zur Hälfte durch den Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft getragen; die andere Hälfte wird von den Partnern eingebracht.

In der Energieforschung ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine der europaweit führenden Einrichtungen. Das KIT unterstützt die Energiewende und den Umbau des Energie-systems in Deutschland durch seine Aktivitäten in Forschung, Lehre und Innovation. Hier verbindet das KIT exzellente technik- und naturwissenschaftliche Kompetenzen mit wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichem sowie rechtswissenschaftlichem Fachwissen. Die Arbeit des KIT-Zentrums Energie gliedert sich in sieben Topics: Energieumwandlung, erneuerbare Energien, Energiespeicherung und Energieverteilung, effiziente Energienutzung, Fusionstechnologie, Kernenergie und Sicherheit sowie Energiesystemanalyse. Klare Prioritäten liegen in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Energiespeicher und Netze, Elektromobilität sowie dem Ausbau der internationalen Forschungszusammenarbeit.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter knapp 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 000 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu
http://www.energy-trans.de/conference-2013/index.php

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