Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Ende der Kreidezeit?

26.08.2011
Tagung zu digitalen Whiteboards vom 1. bis 3. 9. an der Universität Jena

Interaktive Whiteboards sehen auf den ersten Blick unauffällig aus – weiß wie ein unbeschriebenes Blatt.

Verbindet man sie allerdings mit einem Computer offenbart sich schnell, warum sie im Unterricht an Schulen und Universitäten immer häufiger auftauchen. Sie projizieren eine normale Computeroberfläche für alle Schüler sichtbar an die Wand und verbinden sie mit den einfachen Funktionen einer Schultafel. So können Lehrer und Schüler an Präsentationen oder Tafelbildern digital handschriftliche Ergänzungen vornehmen und alle Medien nutzen, die das PC und das Internet zu bieten haben.

Welche Möglichkeiten das neue Medium für die Gestaltung des Fremdsprachenunterrichts bereithält, damit beschäftigen sich vom 1. bis 3. September Experten aus aller Welt während der Tagung „Interaktive Whiteboards im Fremdsprachenunterricht“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Insgesamt haben sich mehr als 100 Teilnehmer angemeldet. „Es ist die erste wissenschaftliche Tagung auf diesem Gebiet in Deutschland“, sagt Prof. Dr. Hermann Funk, Lehrstuhlinhaber für Didaktik und Methodik Deutsch als Fremdsprache der Universität Jena. „Wir sind sehr überrascht über das große Interesse.“ Dass so viele Gäste aus dem Ausland – z. B. Argentinien, China, Oman oder Griechenland – zur Tagung kommen, beweise, dass großer Diskussionsbedarf besteht.

„Wir wollen vor allem darüber diskutieren, wie man die Boards richtig in den Unterricht integrieren kann“, erklärt Manja Gerlach von der Arbeitsstelle für Lehrforschung und Materialentwicklung der Universität Jena, die an der Organisation beteiligt ist. „Denn im Bereich der neuen Medien besteht nach wie vor Unsicherheit, wie man sie richtig einsetzt.“ Einerseits könnte mit den Whiteboards eine größere Vielfalt im Klassenzimmer Einzug halten, andererseits müsse man aber aufpassen, dass der Unterricht nicht wieder zu frontal gestaltet wird. „Guter Unterricht muss anschaulich sein“, sagt Prof. Funk. „Und Whiteboards können das besser unterstützen als eine einfache Tafel aus der ,Kreidezeit‘.“ Lehrer könnten hiermit das Internet einbeziehen, Videosequenzen oder Podcasts abspielen. Dafür müssen sie allerdings geschult werden. Die Tagung an der Universität Jena wird vom Gesamtverband Moderne Fremdsprachen und von der Arbeitsstelle Lehrwerkforschung und Materialentwicklung am Institut für Auslandsgermanistik für Lehrer als Weiterbildungsveranstaltung angeboten.

Während der Tagung sollen zum einen theoretische Diskussionen geführt werden, die den wissenschaftlichen Stand zum Thema aufarbeiten. Zum anderen möchten die Organisatoren die Praxis nicht zu kurz kommen lassen. Das Gerät „Whiteboard“ soll erklärt und vorgeführt werden. Schulbuchverlage präsentieren außerdem speziell entwickelte Software.

Die Tagung „Interaktive Whiteboards im Fremdsprachenunterricht“ findet vom 1. bis 3. September am Campus der Universität Jena (Carl-Zeiß-Straße 3) statt.

Kontakt:
Prof. Dr. Hermann Funk
Institut für Auslandsgermanistik / Deutsch als Fremd- und Zweitsprache der Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 8, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 944361
E-Mail: Daniel.Jendrissek[at]uni-jena.de Hermann.Funk[at]uni-jena.de

Sebastian Hollstein | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie