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Effizientere Biogasanlagen: Hohes Potential für Energieversorgung der Zukunft

24.03.2011
Kongress in Hohenheim bringt Forscher, Politik und Praktiker zusammen / Besichtigung von Biogasanlagen
30. März 2011, 13:00 Uhr:
Pressegespräch, Hohenheim, Garbenstraße 30, Hörsaal B 11
1. April 2011, ab 8:00 Uhr:
Fahrt zu den Biogasanlagen in der Region Stuttgart
(Ende aller Besichtigungen: 17:00 Uhr)
Stromversorgung, Wärmeproduktion: Die Potentiale von Biogas als Energieträger sind noch lange nicht ausgeschöpft, so die Biogas-Experten der Universität Hohenheim. Nun bringt der Kongress „Progress in Biogas II“ 400 internationale Biogasexperten aus 40 Ländern an der Universität Hohenheim zusammen, um die Bioenergieproduktion aus organischen Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen ein Stück weiter zu bringen. Die Themen reichen von politischen Rahmenbedingungen über technische Neuerungen bis hin zu Nachhaltigkeitseffekten und Effizienzsteigerung. Beim Pressegespräch stehen Experten der Universität Hohenheim, des Wirtschaftsministeriums, des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz sowie der Fördergesellschaft nachhaltige Biogas und Bioenergie Nutzung e. V. (FnBB e.V.) und des Internationalen Biogas und Bioenergie Kompetenzzentrums (IBBK) für ihre Fragen zur Verfügung. Am 1. April können Medienvertreter Biogasanlagen in der Region Stuttgart besichtigen.

Mit über 700 Biogasanlagen und einer installierten elektrischen Leistung von rund 203 MW nimmt Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle in der Biogas-Produktion in Deutschland, Europa und der ganzen Welt ein. Gesetzliche Rahmenbedingungen und eine intensive Forschung sorgten in den vergangenen Jahrzehnten dafür, dass der Aufbau einer effizienten Biogasproduktion möglich wurde.

„Jetzt gilt es die Vorreiterrolle auszubauen und weltweite Netzwerke zu nutzen, um die Biogaserzeugung und -nutzung vor dem Hintergrund der globalen Ernährungssicherung und dem Schutz der Umwelt weiter zu optimieren“, so Dr. Hans Oechsner von der Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie der Universität Hohenheim, der Gastgeber der internationalen Tagung ist.

Im internationalen Vergleich besitzt Deutschland auch noch ein Potenzial, das es bisher kaum ausreizte: Abfälle und Landwirtschaftliche Reststoffe. Bislang werden Gülle und Mist nur zu 15% genutzt, während die Nutzung von Energiepflanzen in Biogasanlagen in Deutschland besonders weit fortgeschritten ist. In China und Indien werden vor allem Abfälle und landwirtschaftliche Reststoffe in Millionen von kleinen Haushalts-Anlagen eingesetzt. Dieses Potential gilt es nun mit kleinen dezentralen Anlagen ohne große Energieeinsätze und Transportbewegungen voll zu erschließen, fordert die FnBB e.V. Folgende Experten mit nachstehenden Themen stehen zum Pressegespräch für Fragen der Medienvertreter zur Verfügung:

• Dr. Hans Oechsner, Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie, Universität Hohenheim: „Technische Neuerungen im Biogasprozess“

• Dipl. agr. biol. Michael Köttner, Geschäftsführer der IBBK Fachgruppe Biogas GmbH (Internationales Biogas und Bioenergie Kompetenzzentrum): “Bedeutung von Biogas in Europa“

• Dipl.-Ing. Heinz-Peter Mang, FnBB (Fördergesellschaft für nachhaltige Biogas- und Bioenergienutzung e.V.): „Biogasproduktion in Entwicklungsländern“

• Dipl.-Biol. Konrad Raab, Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg: „Potenziale der Bioenergie in Baden-Württemberg“

• MR Ernst Berg, Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz: „Nachwachsende Rohstoffe und Biogaserzeugung in Baden-Württemberg“

Neben dem Pressegespräch am 30. März bietet der Kongress auch Besichtigungstouren zu sechs verschiedenen Biogasanlagen an. Die folgenden Stationen können auch individuell angefahren werden, die Organisatoren bitten dafür um Rücksprache unter a.haas@biogas-zentrum.de, Tel: +49 (0)7954 926203

Tour 1

- 09:00 Uhr: Forschungsbiogasanlage der Universität Hohenheim, Unterer Lindenhof, 72800 Eningen u.A.
- 13:15 Uhr: Lehr- und Forschungsklärwerk der Universität Stuttgart, 70569 Stuttgart

- 15:00 Uhr: Bioabfallvergärung (Trockenfermentation) Leonberg, 71229 Leonberg

Tour 2

- 09:00 Uhr: Biogasanlage mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung, 75181 Pforzheim
- 11:00 Uhr: Gaseinspeiseanlage Mühlacker, 75417 Mühlacker
Kontakt für Medien:
Dr. Hans Oechsner,
Landesanstalt für Agrartechnik und Bioenergie, Universität Hohenheim
Tel.: 0711 / 459-22683, E-Mail: oechsner@uni-hohenheim.de
Text: Konstantinidis / Klebs

Florian Klebs | idw
Weitere Informationen:
http://www.biogas-zentrum.de

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