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Eco Fruit: Bio-Landbau bricht das Eis

13.02.2014
17. – 19. Februar 2014 : 16. Internationale Konferenz für Bio-Obstbau an der Universität Hohenheim

Kein Zweig des Obstanbaus ist so innovativ wie der Bio-Landbau. Topaz, Opal oder Santana heißen die neuen Apfelsorten, die nicht nur gut schmecken, sondern auch widerstandsfähig gegenüber Apfelschorf und so für den ökologischen Obstbau interessant sind.

Um diese und andere Themen geht es auf der „Eco Fruit“, der 16. internationalen Konferenz für Bio-Obstbau. Organisiert wird die Fachtagung in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und der Fördergemeinschaft Ökologischer Obstbau e.V.

Eigentlich ist der Obstbau kaum dafür bekannt, besonders experimentierfreudig zu sein. Etwas Neues zu versuchen birgt ein hohes, ökonomisches Risiko. Am liebsten isst der Verbraucher meist das, was er schon kennt.

Anders sieht es da im Bio-Obstbau aus. Hier herrscht ein höherer Druck aufgrund der vielfältigeren Anforderungen: Aufwändigere Anbauweisen und viele Kontrollverfahren führen unter anderem zu höheren Verkaufspreisen des Bio-Obstes.

Darum sind Bio-Obstbauer sehr interessiert an biologischen Anbauverfahren und neuen Methoden des Bio-Landbaus. Die Ergebnisse dieser Experimentierfreudigkeit heißen dann beispielsweise Topaz, Opal oder auch eine neue Sorte, die momentan noch als Nummer geführt wird und erst noch einen Namen bekommen muss.

Der Bio-Bauer als innovativer „ Eisbrecher“

„Diese extra für den Biolandbau gezüchteten Sorten sind widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten“, erklärt Dr. Sabine Zikeli, Leiterin des Fachgebiets Koordination für Landbau und Verbraucherschutz. „Diese Widerstandsfähigkeit verringert nicht nur den Aufwand an Pflanzenschutz, die auch ein Bio-Landwirt betreiben muss – sie macht die gesamte Ernte sicherer."

Trotzdem ist es ein Wagnis für die Bauern, eine neue Sorte anzupflanzen und am Markt einzuführen. Die deutschen Bio-Obstbauern haben dafür ein eigenes Netzwerk Sorten gegründet und sich zusammengeschlossen, um neue Sorten gemeinsam am Markt zu etablieren. Auch erste Ansätze für eine Züchtung auf den Höfen auf Basis alter Obstsorten werden vorgestellt.

Eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Apfelschorf kann im Bio-Anbau höhere Erträge bringen, die Risikobereitschaft zahlt sich also für den Bio-Bauern unter Umständen aus. „Er ist sozusagen der Vorreiter unter den Landwirten“, sagt Dr. Zikeli. „Mittlerweile setzen aber auch konventionelle Landwirte diese Sorten ein“.

Hier ein Kurzer Überblick über die wichtigsten Themen der „Eco Fruit“:
• 17. Februar 2014, 10:30 – 13:30 Uhr: „Pome Fruit: Rootstocks and Varieties“
• 17. Februar 2014, 13:30 – 16:30 Uhr: „Measures for the further development of Organic Fruit Growing in Europe“
• 17. Februar 2014, 16:30 – 18:00 Uhr: „Sustainability“
• 18. Februar 2014, 08:30 – 14:30 Uhr: “Pome Fruit: Strategies for Scab Control”
• 18. Februar 2014, 15:30 – 16:45 Uhr: “Pome Fruit: Strategies for Pest Control”
• 18. Februar 2014, 16:45 – 19:00 Uhr: “Strategies for Fertilization and Improvement of the Soil”
• 19. Februar 2014, 08:30 – 09:15 Uhr: “Pome Fruit: Strategies for the Regulation of Crop Setting”
• 19. Februar 2014, 09:15 – 10:30 Uhr: “Pome Fruit: Strategies for the Control of Marsonnina coronaria”
• 19. Februar 2014, 10:30 – 12:15 Uhr: “Stone Fruit: Strategies for Organic Cultivation”

• 19. Februar 2014, 12:15 – 13:00 Uhr: “Small Fruit: Strategies for Organic Cultivation”

Kontakt für Medien:
Dr. Sabine Zikeli, Fachgebiet Koordination für ökologischen Landbau und Verbraucherschutz, Universität Hohenheim, Tel.: 0711/459-23248, Email: zikeli@uni-hohenheim.de

C. Schmid / Lembens-Schiel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hohenheim.de

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