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Ebola: Sicherer Umgang mit infektiösen Abfällen

17.02.2015

Eine Informationsveranstaltung vom Robert-Koch-Institut (RKI), Umweltbundesamt (UBA), von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM).

Das Ebolavirus stellt selbst jene Krankenhäuser vor neue Herausforderungen, die bereits viele Erfahrungen mit Isolierstationen haben und diese seit langem betreiben. Um eine Infektion über Blut- und andere Körperflüssigkeiten zu verhindern, müssen Ärzte und Pflegepersonal bei der Behandlung an Ebola erkrankten Patienten Ganzkörperschutzanzüge mit gesicherter Atemluftzufuhr tragen.

Doch auch über den Kontakt mit sämtlichen Gegenständen, die vom Patienten oder seinen Betreuern berührt wurden, kann die Infektion weitergegeben werden. Alle Abfälle müssen daher bereits im Isolierbereich sicher verpackt werden, damit sie anschließend auch sicher zu speziellen Entsorgungsanlagen transportiert und dort verbrannt werden können.

Die gesamte Prozesskette im Umgang mit Ebola-belasteten Abfällen muss zu jeden Zeitpunkt sicher sein.

Am Montag, den 23. Februar 2015 ab 10:00 Uhr werden in der BAM Experten aus dem Robert-Koch-Institut (RKI), dem Umweltbundesamt (UBA), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) über den sicheren Umgang mit diesen hochinfektiösen Abfällen informieren sowie Fragen zur Gesetzgebung und zum Arbeitsschutz beantworten.

Die vier Einrichtungen sind auf Bundesebene zuständig für dieses Thema. „Bei der Behandlung eines Ebola-Patienten entsteht viel Abfall. Abfall ist alles, was aus der Isolierstation herausgenommen wird. Dazu gehören Geschirr, Bettwäsche, Infusionssysteme, aber auch die Schutzanzüge, die nach wenigen Stunden Einsatz gewechselt werden müssen. Alles muss so sicher verpackt sein, dass niemand beim Umgang mit diesen Abfällen gefährdet ist“, so Dr. Thomas Goedecke. Er leitet an der BAM den Fachbereich Gefahrgutverpackung und ist auch zuständig für die Zulassung von Verpackungen für mit Ebola kontaminierte Abfälle.

Die Themen der Veranstaltung im Überblick:

- Auftreten und Übertragungswege von Fieber (Ebola) (Dr. Julia Sasse, RKI)
- Interne Logistik der Abfallentsorgung im Krankenhaus (Tide Voigt, Charité / Dr. med. Iris Juditzki, Deutsche Krankenhausgesellschaft)
- Krankenhausabfallentsorgung auf der Grundlage der Bund / Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) Vollzugshilfe 18 (Markus Gleis, UBA)
- Sicherer Transport und Verpackung von infektiösen Abfälle (Dr. Thomas Goedecke BAM / Dr. Heinrich Maidhof, RKI)
- Anforderungen des Arbeitsschutzes beim Umgang mit infektiösen Abfällen in einer Sonderabfallverbrennungsanlage (Dr. Beatrice Spottke, Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie)

Der Eintritt ist frei. Fachbesucher müssen sich vorab anmelden unter markus.gleis@uba.de. Medienvertreter wenden sich bitte an die Pressestelle der BAM.

Die BAM ist eine wissenschaftlich-technische Bundesobernbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Sie ist zuständig für Sicherheit in Technik und Chemie und setzt weltweite Standards für Sicherheit.

Kontakt:
Dr. rer. nat. Ulrike Rockland
Pressesprecherin
Telefon: +49 30 8104-1003
E-Mail: presse@bam.de

Dr. Ulrike Rockland | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.bam.de

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