Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dresdner Kongress widmet sich den Grundlagen der Vielfalt des Lebens

13.09.2013
Die Entwicklung von männlichen und weiblichen Keimzellen ist höchst kompliziert und auch heute noch unvollständig verstanden.

In Dresden-Radebeul befassen sich deshalb vom 14. bis 19. September 220 Wissenschaftler aus 38 Ländern mit der Meiose, dem zentralen Prozess der Keimzellbildung. Der von Prof. Dr. Rolf Jessberger und Dr. Attila Toth, beide von der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden, organisierte Kongress wird von der EU (EMBO) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG unterstützt.

Die Meiose erhöht durch die Rekombination des Erbgutes der Sexualpartner die Vielfalt der genetischen Kombinationen innerhalb der Population und damit die Anpassungsfähigkeit. Die neuesten Erkenntnisse zu biologischen Abläufen und Ursachen für Störungen dieses sensiblen Prozesses werden in Dresden-Radebeul vorgestellt.

Die Keimzelle ist die wichtigste Zelle des Lebens, da alle höheren Lebewesen Keimzellen entspringen. Um bei der Vereinigung von Spermium und Eizelle nicht eine Verdopplung des Chromosomensatzes zu erzielen, sondern Nachkommen mit der gleichen Anzahl an Chromosomen entstehen zu lassen, wie sie die Eltern besitzen, muss der Chromosomensatz in Spermium und Eizelle vor der Befruchtung halbiert werden. Dies geschieht während der zwei Zellteilungen der Meiose.

Für die gesunde Reproduktion ist es unverzichtbar, einerseits eine sehr hohe Fehlerfreiheit dieses Prozesses zu erreichen, andererseits schadhafte Keimzellen effizient zu eliminieren, um nicht fehlerbehaftete Chromosomen an die Nachkommen weiterzugeben. Auf Fehlern in der Meiose beruhende Erkrankungen wie das Down Syndrom oder manche Infertilitätserkrankungen (Unfruchtbarkeit) zeigen, wie wichtig es ist, die Meiose besser zu verstehen.

Kontakt
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Institut für Physiologische Chemie
Prof. Dr. rer. nat Rolf Jessberger
Telefon: +49 - (0) 351 – 458 6444
E-Mail: rolf.jessberger@tu-dresden.de
Weitere Informationen:
http://events.embo.org/13-meiosis

Konrad Kästner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de
http://events.embo.org/13-meiosis

Weitere Berichte zu: Chromosom 15 Chromosomensatz Eizelle Keimzelle Meiose Spermium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von festen Körpern und Philosophen
23.02.2018 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

nachricht Spannungsfeld Elektromobilität
23.02.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics