Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dresdner Experte leitet größte europäische Krebskonferenz

22.09.2011
Prof. Michael Baumann, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie Direktoriums-Mitglied des Universitäts KrebsCentrums (UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, leitet als derzeitiger Präsident der Europäischen Krebsgesellschaft ECCO die größte europäische Krebskonferenz vom 23. bis 27. September 2011.

“The 2011 European Multidisciplinary Cancer Congress” lockt über 15.000 Teilnehmer aus allen Fachgebieten, die Krebs behandeln oder Krebsforschung betreiben, nach Stockholm.

„Die Konferenz-Leitung und die ECCO-Präsidentschaft unseres Krebs-Experten Prof. Baumann ist ein weiterer Beleg für das hohe internationale Ansehen, das unser Universitäts KrebsCentrum genießt. Dresden ist eine der wenigen europäischen Einrichtungen ihrer Art, die eine multidisziplinäre Versorgung onkologischer Patienten auf Spitzenniveau mit hochkarätiger Forschung verknüpft“, unterstreicht Prof. Michael Albecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus.

Als „Onkologisches Spitzenzentrum“, wird das Dresdner Universitäts KrebsCentrum (UCC) mittlerweile in der zweiten Förderperiode durch die Deutsche Krebshilfe mit einem Millionenbetrag unterstützt. Die Strukturen des UCC erleichtern es den Forschern und Ärzten, die in Stockholm diskutierten neuen Strategien – insbesondere zur personalisierten Therapie – unmittelbar in die Patientenversorgung und die wissenschaftliche Arbeit einfließen zu lassen. „Von dieser engen Anbindung an die und dem Austausch mit der internationalen onkologischen Spitzenforschung profitieren sowohl unsere eigene wissenschaftliche Arbeit als auch die Weiterbildung unserer Fachärzte und des Forschernachwuchses“, erläutert Prof. Heinz Reichmann, Dekan der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus.

Beispiele für personalisierte Therapien, die in Dresden bereits heute zum Einsatz kommen, sind zielgerichtete neue Krebsmedikamente, die sich gegen spezifische Moleküle von Tumorzellen bei Darmtumoren, Brustkrebs und Lungentumoren richten. Diese Medikamente sind aber nur dann wirksam, wenn die Zielmoleküle in Tumorproben nachgewiesen werden und werden auch nur bei diesen Patienten verschrieben. „Auch bei der Behandlung von Leukämien haben genetische Untersuchungen, welche die Auswahl der besten Therapie für den individuellen Patienten ermöglichen, eine große Bedeutung“, erläutert UCC-Direktor Prof. Gerhard Ehninger, der hierzu große internationale Studien durchgeführt hat. Große Bedeutung bei der personalisierten Krebsbehandlung haben auch neue Möglichkeiten der Bildgebung, die eine wesentlich bessere individualisierte Anpassung von Operationen, Strahlentherapie und Medikamentenbehandlung von Tumoren erlauben. Ein Beispiel hierfür ist die Positronenemissionstomografie (PET), die biologische Eigenschaften von Tumoren darstellen kann und mit der Computertomografie oder Magnetresonanztomografie kombiniert wird. Aufbauend auf dem Gespräch mit dem Patienten und einem angepassten Spektrum von Untersuchungen werden Therapieempfehlungen im Universitäts KrebsCentrum Dresden in fachübergreifenden, multidisziplinären Tumorkonferenzen für jeden individuellen Patienten ausgearbeitet.

„Die multidisziplinäre Zusammenarbeit in Zentren ist heute eine unverzichtbare Grundlage für die weitere Verbesserung der Krebstherapie, da Studien eindeutig zeigen, dass für die große Mehrzahl der Patienten eine Kombination verschiedener genau aufeinander abgestimmter Behandlungen notwendig ist“, führt Prof. Baumann aus. „Dies ist auch der Grundgedanke des Europäischen Krebskongress in Stockholm, auf dem Ärzte und Forscher aller Fachrichtungen die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse gemeinsam beraten.“

Kontakt:
Technische Universität Dresden
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Universitäts KrebsCentrum UCC
Prof. Michael Baumann
Tel.: 0351 – 458 5292
E-Mail Michael.Baumann@uniklinikum-dresden.de

Holger Ostermeyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ucc.med.tu-dresden.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie