Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dresden ist Mittelpunkt der Magnetfeld-Forschung

20.07.2009
Vom 22. bis 25. Juli 2009 findet in Dresden die 9. Internationale Konferenz zur Forschung in hohen Magnetfeldern (RHMF) statt.

Vom 22. bis 25. Juli 2009 ist Dresden der Mittelpunkt für die internationale Forschung in hohen Magnetfeldern. Dann richtet das Hochfeld-Magnetlabor Dresden (HLD) am Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) in der Dresdner Dreikönigskirche die 9. Internationale Konferenz zur Forschung in hohen Magnetfeldern (RHMF 2009) aus.

Die FZD-Wissenschaftler haben mit ihrem Know-how rund um die Erzeugung starker Magnetfelder erst im Februar dieses Jahres einen neuen Europarekord aufgestellt und produzierten ein Feld mit einer Stärke von 87,2 Tesla. Nur amerikanische Wissenschaftler erzeugen bislang höhere gepulste Felder. Von einem hohen Magnetfeld spricht man ab einigen Tesla (das Erdmagnetfeld hat eine Stärke von weniger als einem tausendstel Tesla). Moderne Kernspintomographen arbeiten z.B. mit Stärken bis zu 2 oder 3 Tesla und ermöglichen bereits sehr hochauflösende dreidimensionale Abbildungen des menschlichen Körpers.

Die RHMF 2009 ist eine Satellitenkonferenz der "International Conference on Magnetism" (ICM 2009), die vom 27. bis 31. Juli 2009 in Karlsruhe stattfindet. Aktuelle Entwicklungen zur Forschung in hohen Magnetfeldern stehen im Mittelpunkt der Dresdner Konferenz. Dies schließt eine große Vielfalt von Themen ein, wie z.B. Magnetismus, Halbleiterphysik, Supraleitung, Untersuchungen von niederdimensionalen Materialien, Objekte im Nanobereich, stark korrelierte Elektronensysteme, molekulare Systeme, Hochfeldmagnet-Technologie und neue experimentelle Techniken für hohe Magnetfelder. Die Dresdner Konferenz wird von Prof. Joachim Wosnitza, Direktor des HLD, geleitet.

Erwartet werden Forscher aller weltweit großen Hochfeld-Nutzerlabors sowie die Direktoren dieser Einrichtungen (Prof. G. Boebinger/ Tallahassee, USA; Prof. G. Rikken/ Grenoble und Toulouse, Frankreich; Prof. J.-K. Maan/ Nijemegen, Niederlande; Prof. K. Kindo/ Tokio, Japan; Prof. L. Li/ Wuhan, China). Bisherige RHMF-Konferenzen fanden in Sendai (2006), Toulouse (2003), Porto (2000), Sydney (1997), Nijmegen (1994), Amsterdam (1991), Leuven (1988) und Osaka (1982) statt.

Das Dresdner Hochfeld-Magnetlabor (HLD) ist eine der weltweit führenden Einrichtungen ihrer Art. Anfang 2006 wurde die Kondensatorbank in Betrieb genommen, die die enorm hohen Leistungen zur Erzeugung der starken Magnetfelder liefert. (Sie sind vergleichbar mit der Leistung, die für den Start einer Rakete nötig ist.) Das Hochfeld-Magnetlabor Dresden wird seit 2007 als europäisches Nutzerlabor von Gastwissenschaftlern aus aller Welt für Experimente genutzt. Im Rahmen europäischer Projekte arbeitet es eng mit Europas führenden Magnetlabors in Toulouse, Nijmegen und Grenoble zusammen.

Weitere Informationen:
Prof. Joachim Wosnitza
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Institut Hochfeld-Magnetlabor Dresden
Tel.: 0351 260 - 3524
Email: j.wosnitza@fzd.de
Pressekontakt:
Dr. Christine Bohnet
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bautzner Landstr. 400, 01328 Dresden
Tel.: 0351 260 - 2450 oder 0160 969 288 56
Email: presse@fzd.de
Information:
Das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) hat das Ziel, strategisch und langfristig ausgerichtete Spitzenforschung in politisch und gesellschaftlich relevanten Forschungsthemen wie Energie, Gesundheit und Schlüsseltechnologien zu leisten. Folgende Fragestellungen stehen dabei im Mittelpunkt:
- Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in winzigen Dimensionen?
- Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
- Wie schützt man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken?
Diese Fragestellungen werden in strategischen Kooperationen mit Forschungs- und Industriepartnern bearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Betrieb von sechs einmaligen Großgeräten, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.

Das FZD wird von Bund und Land gefördert und beschäftigt rund 750 Personen. Bei der Auswahl neuer Mitarbeiter stehen Qualität und Internationalität an erster Stelle. Die Ausbildung von wissenschaftlichem und technischem Nachwuchs erfolgt auf hohem Niveau und in enger Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf achtet das FZD in besonderem Maße.

Dr. Christine Bohnet | idw
Weitere Informationen:
http://www.rhmf09.de/

Weitere Berichte zu: FZD HLD Hochfeld-Magnetlabor Magnetfeld Magnetfeld-Forschung RHMF Toulouse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Entzündung weckt Schläfer

29.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mittelstand 4.0-Kompetenz­zentrum Stuttgart gestartet

29.03.2017 | Wirtschaft Finanzen

Energieträger: Biogene Reststoffe effizienter nutzen

29.03.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz