Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drei, zwei, eins – Let’s talk science!

17.01.2013
„Was bitte? T-Zell-Rezeptoren, Astrozyten und organische Halbleiter? Aha, klingt spannend, muss ich mir anhören! Mal schauen, ob ich in drei Minuten schlauer bin!“
Solche und andere Gedanken werden vermutlich häufiger am 13. Februar 2013 in der Leipziger Moritzbastei auftauchen. Denn dann heißt es ab 18 Uhr wieder: „Bühne frei für unterhaltsames, leicht-verständliches und lehrreiches Wissen im Drei-Minuten-Takt!“. Im Science-Wettbewerb FameLab versuchen junge Forscher aus ganz Mitteldeutschland das Publikum in nur drei Minuten für ihr Forschungsgebiet zu begeistern - und zwar so, dass es nicht nur schlau, sondern auch Spaß macht.

In großen leuchtenden Zahlen läuft die Zeit ab. Noch knapp drei Minuten. Drei Minuten, um Jury und Zuschauer durch einen Vortrag über das eigene Forschungsthema mitzureißen. Da sind Kreativität, Witz und Punktgenauigkeit gefragt. "Upps - nur so wenig Zeit? Was kann man denn da schon erzählen?", dachte sich zunächst auch Iris Kröger, Biologin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ und Zweitplatzierte im letztjährigen FameLab Sachsen.

„Aber ich habe festgestellt, man kann so einiges in drei Minuten verpacken.“ Eine Kriminalgeschichte über die Mückenmafia beispielsweise. Mit bunten Handpuppen als Protagonisten: Wasserfloh frisst Mückenlarven den Teich leer. Mückenlarven verhungern. Auf einfache und doch so geschickte Art und Weise wird so erreicht, was tief in ihrem Forschungsfeld vertieften Wissenschaftlern oft schwer fällt: Komplexe Beziehungen in den Natur- und Technikwissenschaften auf anschauliche und kompakte Weise zu erklären. In diesem Falle, wie Wasserflöhe durch Nahrungskonkurrenz dazu beitragen, dass sich hierzulande gefährliche Mückenplagen nicht ausbreiten können. Ganz nach dem Motto "Ene mene Mückenschmaus - wer zuletzt kommt, der ist raus".

Insgesamt traten beim vergangenen Regionalentscheid acht Nachwuchswissenschaftler gegeneinander an. Am meisten begeisterten Johannes Zierenberg und Matti Gralka sowohl das Publikum als auch die Jury: Mit einem Lied „Von DNA und Strumpfhosen“ und einem Gespräch zwischen einem Elektron und einer Welle kamen die beiden Physiker der Universität Leipzig auf den ersten Platz und gewannen den Publikumspreis.

Auch dieses Jahr erwartet die Zuschauer wieder Spannendes aus der Forschung. So werden sie erfahren, was Mathematik mit Schönheit zu tun hat oder warum es Astrozyten härter mögen. Als Hilfsmittel ist lediglich erlaubt, was am eigenen Körper getragen werden kann – von PowerPoint-Präsentationen also keine Spur. Stattdessen werden sich Kreativität und voller Körpereinsatz auszahlen. Denn die Zuschauer wählen am Ende ihren Favoriten, der den Publikumspreis der Zeitschrift GEO mit nach Hause nehmen kann.

Aber nicht nur das Publikum versuchen die Teilnehmer in ihren Bann zu ziehen. Auch die hochrangig besetzte Jury will überzeugt werden: die Rektorin der Universität Leipzig, Prof. Beate Schücking, sowie der wissenschaftliche Geschäftsführer des UFZ, Prof. Georg Teutsch, GEO-Redakteurin Johanna Wieland und Ingolf Becker, Moderator bei MDR Figaro. Sie kommentieren, stellen geschickte Fragen und wählen schließlich die beiden Finalisten aus. Diese gewinnen unter anderem die Teilnahme an der Masterclass, einem intensiven Präsentations- und Medientraining im Wert von 1000 Euro, um dann gut vorbereitet um die bundesweite Krone von FameLab zu kämpfen.

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ und die Universität Leipzig haben sich in diesem Jahr wieder zusammengetan, damit es bald erneut heißt „Drei, zwei, eins – Let’s talk Science!“. Wortgewandt wird am 13. Februar der Radiojournalist Christian Bollert durch das Programm führen. Durch ein Programm, in dem auch Musikalisches seinen Raum findet: das Duo Stiehler / Lucaciu erzählt mit seinem instrumentalen Pop Geschichten, die, wie sie selbst sagen, „auf dem Gehsteig liegen und durch die Luft fliegen“.

Bettina Hennebach | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.ufz.de/index.php?de=31257
http://www.famelab-germany.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen