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Von Dopinganalytik bis Hochleistungsrechner:
44. DGMS-Jahrestagung in Dortmund

18.02.2011
Jedes „CSI“-Team hat mindestens eines: Im Fernsehen haben Massenspektrometer schon so manchen kniffligen Kriminalfall gelöst.

Und auch in der Realität sind die Geräte aus vielen Laboren nicht mehr wegzudenken. Sie gehören zu den wichtigsten Werkzeugen der modernen Analytik. Weil sie im Prinzip die Struktur und die Eigenschaften jedes beliebigen Moleküls analysieren können, werden sie auf vielfältige Weise eingesetzt: In Physik und Chemie, in den Geo- und Lebenswissenschaften, in der Umweltanalytik oder der Qualitätskontrolle.

Aktuelle Trends und Fortschritte auf dem Gebiet der Massenspektrometrie werden vom 27. Februar bis zum 02. März in Dortmund diskutiert: Dort trifft sich die Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) zu ihrer 44. Jahrestagung. Erwartet werden etwa 450 Teilnehmer aus dem In- und Ausland. Zu den Schwerpunktthemen der Tagung zählen unter anderem Dopinganalytik, (Umwelt-)Toxikologie, Hochdurchsatz-Datenanalyse und die so genannten „Omics“-Technologien Proteomics, Metabolomics sowie Lipidomics.

Die Tagung wird abgerundet durch einen Gastvortrag des Dortmunder Physikers Prof. Metin Tolan zum Thema „Geschüttelt, nicht gerührt – James Bond im Visier der Physik“ am Dienstag. Anschließend treffen sich die Teilnehmer zum „Conference Dinner“ im Signal-Iduna-Park, zu dem auch eine Führung durch das Stadion gehört.

Die DGMS-Jahrestagung wird jedes Jahr in einer anderen deutschen Stadt ausgerichtet. In diesem Jahr haben das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund sowie das Medizinische Proteom-Center (MPC) in Bochum die Organisation übernommen; Veranstaltungsort ist die Technische Universität Dortmund.

„Massenspektrometrie ist eine etablierte Methode, die sich in den vergangenen Jahren an enorm gestiegene Anforderungen anpassen musste“, sagt Albert Sickmann, der am ISAS den Forschungsbereich Bioanalytik leitet und bereits seit vielen Jahren mit Massenspektrometern arbeitet. So werden Massenspektrometer in den so genannten „Omics“ (z.B. Proteomics) für Hochdurchsatz-Analysen genutzt. Diese Art der Forschung wurde erst durch die massiven Fortschritte auf dem Gebiet der IT möglich. Auch in anderen Bereichen der Analytik – etwa der Umwelt- sowie der Dopinganalytik – müssen Massenspektrometer mit der Entwicklung Schritt halten: Für immer neue synthetische Substanzen benötigt man immer neue Methoden oder Methoden-Kombinationen.

„Der Trend geht heute hin zu immer sensitiveren Geräten, mit denen man auch seltene Verbindungen aufspüren kann“, so Prof. Sickmann. „Für umfassende Systemanalysen – etwa von Zellen oder Zellverbänden – werden massenspektrometrische Methoden eigentlich jetzt erst so richtig interessant.“

Verantwortlich für den Text: Tinka Wolf, Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e.V.

Kontakt:
Tinka Wolf
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 0231 1392 234
Mail: presse@isas.de

Tinka Wolf | ISAS e.V.
Weitere Informationen:
http://www.isas.de

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