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Digital Humanities 2012

09.07.2012
Universität Hamburg ist Gastgeber der weltgrößten Fachkonferenz für digitale Geisteswissenschaften

Durch die engen Gänge einer animierten Version des elisabethanischen „Globe Theatre“ gehen, ein weiteres Bild hinter der Oberfläche eines Kunstwerkes entdecken oder untersuchen, ob man an der Erzählweise erkennen kann, wie jemand über einen Sachverhalt denkt – solche und ähnliche Themen gehören in Zeiten des Computers zu dem neuen geisteswissenschaftlichen Arbeitsfeld Digital Humanities.

Vom 16. bis 20. Juli 2012 ist die Universität Hamburg Gastgeber der größten internationalen Fachkonferenz für digitale Geisteswissenschaften, der Digital Humanities 2012. In mehr als zweihundert Vorträgen werden modernste computergestützte geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte vorgestellt. Die Präsentationen richten sich an Geisteswissenschaftler/innen, Informatiker/innen und IT-Spezialist/inn/en, auch interessierte Studierende aus dem In- und Ausland zählen zu den Konferenzteilnehmer/inne/n. Bei der Eröffnungsfeier am Dienstag, dem 17. Juli, wird Universitäts-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. H. Siegfried Stiehl die Gäste begrüßen, zudem findet am vierten Konferenztag ein Empfang der Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer durch die Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt statt.

Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Gründungsversammlung des deutschen Regionalverbandes Digital Humanities Deutschland (DHD). Wir möchten Sie hiermit herzlich zu dieser Veranstaltung einladen:

Digital Humanities 2012 – DHD Gründungsversammlung
am 17. Juli 2012, von 9 bis 17 Uhr,
im Hauptgebäude der Universität Hamburg,
Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg.
Die Fachkonferenz Digital Humanities, die abwechselnd in den USA, Kanada oder in Europa stattfindet, wird bereits seit 1989 veranstaltet. Jan Christoph Meister, Professor für Germanistik an der Universität Hamburg und zugleich Leiter des lokalen Organisationsteams von Digital Humanities 2012, erklärt: „Wir freuen uns, dass sich mehr als 450 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Digital Humanities 2012 angemeldet haben. Das große Interesse an der Konferenz sowie die Gründung des Verbandes zeigen nicht zuletzt das große Potenzial dieser Forschungsrichtung – und sie zeigen: die Geisteswissenschaften sind ein dynamisches, innovationsfreudiges Forschungsfeld.“ Die Digital Humanities 2012 sowie die Gründungsveranstaltung der DHD werden gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der VolkswagenStiftung; die Sponsoren Google und Oxford University Press unterstützen den Hauptkongress.

Der Begriff digitale Geisteswissenschaften ist eine Übertragung aus den international etablierten Bezeichnungen Digital Humanities und eHumanities (enhanced Humanities). Digitale Geisteswissenschaften versuchen, die Wissensgewinnung und -vermittlung unter den Bedingungen einer digitalen Arbeits- und Medienwelt weiterzuentwickeln, z. B. im Bereich der Digitalisierung des Wissens. Das Gebiet umfasst zugleich auch die Entwicklung von Anwendungen, die eine computergestützte Untersuchung von speziellen Forschungsfragen ermöglichen.

Evelyn Gius, Nachwuchsforscherin am Institut für Germanistik der Universität Hamburg, untersucht etwa die Fragestellung: „Kann man an der Art und Weise, wie Menschen einen Konflikt erzählen, ihre innere Einstellung zum Konfliktgeschehen erkennen?“ Die junge Doktorandin verwendet dabei für ihre Arbeit CATMA, ein Textanalyseprogramm, das an der Universität Hamburg von einem Team um Prof. Dr. Jan Christoph Meister entwickelt und von Google mit einem Digital Humanities Award prämiert worden ist. Mit Hilfe dieses Programms will Gius am „Wie“ von Erzählungen, d. h. an deren Aufbau und Darbietung, ermitteln, wie der jeweilige Konflikt subjektiv eingeschätzt wird.

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler stellen ihre Projekte zum Thema Digital Humanities auf der Konferenz unter anderem im Rahmen eines Science Slams vor, bei dem die Forscherinnen und Forscher fünf Minuten für die Präsentation haben.

Gerne stellen wir Ihnen Informationen zu einzelnen Forschungsprojekten und Bildmaterial zur Verfügung oder vermitteln Ihnen Interviewpartner/innen.

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Jan Christoph Meister
Katrin Schönert, M.A.
Tel.: 040 4 28 38-29 72/-92 69
Mobil: 0172-408 65 41
E-Mail: dh2012@uni-hamburg.de

Prof. Dr. Jan Christoph Meister | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hamburg.de

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