Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Vereinigung für Chemie und Wirtschaft diskutiert: Schiefergas und Europas Chemieindustrie

23.04.2014

Über den „Einfluss von Shale Gas auf die europäische Chemieindustrie“ soll am 22. Mai 2014 in Ludwigshafen diskutiert werden.

Zu dieser Konferenz lädt die Vereinigung für Chemie und Wirtschaft (VCW), eine Sektion der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), in die BASF ein. Seit etwa fünf Jahren wird in den USA die großflächige Erschließung von Shale Gas Vorkommen vorangetrieben.

Dies hat dort bereits zu einer signifikanten Minderung des Imports fossiler Rohstoffe geführt und die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Chemieindustrie wesentlich verbessert. In Ludwigshafen soll geklärt werden, wie sich das auf die europäische Chemische Industrie auswirkt.

Laut Wikipedia ist Schiefergas (shale gas) in Tonsteinen gespeichertes Erdgas. Es gilt als „unkonventionelles“ Erdgas im Gegensatz zu „konventionellem“ Erdgas aus Erdgaslagerstätten und ist schwieriger zu fördern. Aber ganz so einfach, wie hier verkürzt dargestellt, ist der Sachverhalt nicht.

Daher erfolgt auch zu Anfang der Konferenz eine Begriffsbestimmung darüber, was Shale Gas eigentlich ist, und zwar durch einen Vertreter der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe. Danach werden dann der Einfluss von US Shale Gas auf Preisbindung und Wettbewerb in den globalen Chemiemärkten und Entwicklungen auf dem nationalen und internationalen Gasmarkt diskutiert. Weiterhin wird ein Blick auf die generelle Energiewende in Europa geworfen und Shale Gas unter dem Blickwinkel der Politik betrachtet.

Wie Manager der deutschen chemischen Industrie das Thema Shale Gas einschätzen, geht aus Befragungen hervor, die in Ludwigshafen vorgestellt werden, und für die Niederlande gibt es bereits eine Studie über den Einfluss von Shale Gas auf die Chemieindustrien.

Zwei Vortragende aus der BASF betrachten Shale Gas im Kontext und aus der Sicht der BASF, und ein kritischer Vortrag fragt, ob billiges Schiefergas nicht der Totengräber einer jungen Bio-Ökonomie sei. Es ist mit intensiven Diskussionsrunden zu rechnen.

Die GDCh gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Vereinigung für Chemie und Wirtschaft, die 2002 aus der 1999 gegründeten Arbeitsgemeinschaft für Chemie und Wirtschaft hervorgegangen ist.

Die VCW hat sich zum Ziel gesetzt, Naturwissenschaften, insbesondere Chemie, und Wirtschaftswissenschaften zu verbinden und ein internationales "chemiewirtschaftliches" Netzwerk aufzubauen. Die VCW organisiert mit ihren 450 Mitgliedern Konferenzen, Workshops und Gesprächsrunden.

Weitere Informationen:

https://www.gdch.de

Dr. Renate Hoer | GDCh

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 48V im Fokus!
21.05.2018 | Haus der Technik

nachricht „Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn
18.05.2018 | Universität Paderborn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics