Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Frau, die den ersten Pulsar entdeckte

05.11.2014

Prof. Dr. Jocelyn Bell Burnell ist am 19. November 2014 zu Gast an der TU Berlin / Möglichkeit für Interviews

Dame Jocelyn Bell Burnell entdeckte 1967 als Doktorandin bei ihrer Arbeit im Bereich der Radioastronomie überraschend Pulsare. Diese Entdeckung war der Beginn eines neuen Forschungsgebiets in der Astrophysik, für die ihrem Betreuer, Anthony Hewish, 1974 der Nobel-preis zugesprochen wurde. Am 19. November 2014 hält die Astrophy-sikerin einen Vortrag zum Thema „Pulsare. Physik extrem“ an der TU Berlin.

Pulsare sind pulsierende Sterne, in denen physikalische Prozesse unter extremen Bedingungen ablaufen: Magnetfelder, die billiardenfach größer sind als das Erdmagnetfeld und extrem hohe Dichten und Geschwindigkeiten aufweisen. Diese Objekte drehen sich wie gigantische Leuchttürme, und bei einigen dauert eine Umdrehung nur eine Tausendstelsekunde.

In dem Vortrag „Pulsare. Physik extrem“ wird Prof. Dr. Jocelyn Bell Burnell die physikalischen Eigenschaften der Pulsare erklären und die Fortschritte auf dem Gebiet der Extremphysik erläutern. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung erforderlich.

Zeit: Mittwoch, 19. November 2014, 16–18 Uhr
Ort: TU Berlin, Hardenbergstraße 36, 10623 Berlin, Eugene-Paul-Wigner-Gebäude, Raum EW 202

Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf die öffentliche Veranstaltung hin.

Interviewmöglichkeit für Journalistinnen und Journalisten
Am 19. November (14.00 bis 15.30 Uhr) und am 20. November 2014 (8.30 bis 9.30 Uhr) besteht für Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit, Interviews mit Prof. Dr. Jocelyn Bell Burnell zu führen.
Bitte melden Sie sich dazu an bei: Dr. Ruth Titz-Weider, E-Mail: ruth.titz@dlr.de

Über Prof. Dr. Jocelyn Bell Burnell
Dame Jocelyn Bell Burnell wurde 1943 in Belfast, Nordirland, geboren. Sie studierte an der Universität Glasgow, Großbritannien, und wechselte nach ihrem Diplom 1965 zu Antony Hewish nach Cambridge, Großbritannien. Bei der Auswertung der Daten des 1967 fertiggestellten Radioteleskoparrays fielen ihr einige Signale auf, die sie kosmischen Objekten zuordnete – es war die Entdeckung des ersten Pulsars PSR B1919+21. Später wechselte sie an das Mullard-Laboratorium für Weltraumwissenschaft nach Southampton, Großbritannien. Von 1991 bis 2001 hatte sie die Professur für Physik an der Open University in England inne. Die Astrophysikerin ist jetzt Visiting Professor in Oxford, Großbritanni-en.
Bell Burnell wurde mit verschiedenen hohen Auszeichnungen geehrt, so der Herschel-Medaille der Royal Astronomical Society, London, und der Order of the British Empire für ihre Verdienste um die Astronomie. Sie ist Ehrendoktor der Harvard University (USA) und der Universität Durham (Großbritannien). Seit 2003 ist Bell Burnell Mitglied der Royal Society und seit 2008 Präsidentin des britischen Institute of Physics.

Bell Burnell wurde im Juni 2007 durch Königin Elisabeth II. als „Dame Commander of the Order of the British Empire“ ausgezeichnet und damit in den persönlichen Adelsstand erhoben.

Von der Zeitschrift New Scientist wurde Bell Burnell 2009 zur „The most inspirational living woman scientist“ gewählt.

Wie viele Engländer ist auch Jocelyn Bell Burnell aktive Gärtnerin. Daneben hört sie Choralmusik und ist bei den Quäkern aktiv. Bell Burnell hat 2008 als Co-Autorin eine Anthologie von Gedichten zum astronomischen Thema „Dark Matter, Poems of Space“ herausgegeben.

Foto zum Download: www.tu-berlin.de/?153582

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Heike Rauer, TU Berlin, Zentrum für Astronomie und Astrophysik, Tel.: 030/314-25464, E-Mail: heike.rauer@dlr.de
Dr. Ruth Titz-Weider, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Tel.: 030/67055185, E-Mail: ruth.titz@dlr.de

Stefanie Terp | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten