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Dialysetechnik – Schwerpunktthema auf dem Wümek 2012 in Würzburg

30.04.2012
Auf dem 13. Wümek – Kongress für Medizintechnologien und Energiewirtschaft in Kliniken vom 11. bis 13. Juni 2012, in Würzburg, wird die Thematik Dialyse, dank der großzügigen und fachlichen Unterstützung der GML AG bei Planung und Organisation, vielseitig behandelt.

Fachvorträge in den Themenblöcken Dialyse und Innovationen sowie die Sonderausstellung vermitteln Einblicke in Entwicklung, Technologie und Zukunft der Dialysetechnik.


Hepa Wash®-Verfahren

Die Vorträge im Themenblock Dialyse befassen sich mit der historischen Entwicklung dieser doch recht jungen Fachdisziplin „Die Nierenersatztherapie im Spiegel der Zeit“, Heidemarie Alexander vom Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation, der Aufgabenstellung „Medizintechnik in der Dialyse innovativ steuern und managen“, Dipl.- Ing. Arne Schönleiter, AWO Gesundheitsdienst gGmbH sowie dem „Prüfmittelmanagement in der Dialyse und Klinik“, Wilfried Schröter, Allgemeinkrankenhaus Celle.

Unter der Blocküberschrift „Innovationen“ berichtet Dipl.-Ing. Catherine Schreiber, Hepa Wash GmbH, München über „Das Hepa Wash®Leberunterstützungssystem – von der Idee zur klinischen Studie“. Sie vermittelt zum Einen, mit welchem innovativen Verfahren (Bild 1) sich die pH-Wertabhängige Anbindung von Toxinen an das Albumindialysat zur Entgiftung eiweißgebundener Stoffwechselgiftstoffe bei Patienten mit Akutem Leberversagen zunutze gemacht wird, und zum Anderen gibt sie Einblick in den „Lebenslauf“ eines Medizinproduktes von der Idee, über die klinische Studie bis hin zu der für Sommer 2012 geplanten CEZulassung.

Zu den besonderen Anforderungen, welche das Medizinprodukterecht hierbei an die „Verwendung von Fremdsoftware in lebenserhaltenden Systemen“ stellt berichtet Frau Dipl.-Ing. Schreiber in der Themenschiene Medizin- und Informationstechnik/Softwarelösung für Entwicklung und Praxis. Im Eingangsbereich des Kongresszentrums zeigt die Sonderausstellung Dialyse historische Dialysegeräte und Dialysatoren von den Anfängen bis in die 70er und 80er Jahre. Die Exponate, zumeist Originale, teilweise auch originalgetreue Nachbauten aus dem Dialysemuseum des KfH (Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V.), verdeutlichen dem Besucher die technologische Entwicklung in der Dialysebehandlung von den Anfängen bis zur heute flächendeckenden Versorgung von chronisch nierenkranken Menschen.

Die Ausstellung deckt einen Zeitraum von fast 100 Jahren ab, beginnend mit der experimentellen Phase der Nierenersatztherapie Anfang des vergangenen Jahrhunderts bis in die 70er und 80er Jahre. Beispiele für die frühen Anfänge sind der Abel-Dialysator aus dem Jahr 1913, ein Haas-Dialysator von 1914 sowie der erste Plattendialysator der Welt, nach Necheles aus 1927.

Ein weiteres Highlight ist der Dialysator, mit dessen Hilfe die erste Patientin ihr akutes Nierenversagen überlebte. Ergänzt wird die Ausstellung durch Informationstafeln und Videosequenzen von historischem Filmmaterial; Führungen durch die Ausstellung jederzeit möglich.

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie unter www.wuemek.org.

Monika Hofmann-Rinker | Euritim Bildung + Wissen
Weitere Informationen:
http://www.wuemek.org

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