Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dialogforum Erneuerbare Energien in den Nationalen Naturlandschaften

06.03.2013
Hat die Energiewende Auswirkungen auf die Großschutzgebiete?

Auch die Nationalen Naturlandschaften (NNL) sind von der Umsetzung der Energiewende betroffen. Vor dem Hintergrund des weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien und des Ausbaus der Stromleitungstrassen wird auf dem heute beginnenden zweitägigen Dialogforum über die entsprechenden Herausforderungen für die Nationalparke, Biosphären-reservate und Naturparke diskutiert.

Es gilt im fachlichen Austausch Hilfestellungen für eine möglichst naturverträgliche Umsetzung der Energiewende in den Nationalen Naturlandschaften zu erarbeiten.

Die Nationalen Naturlandschaften umfassen 14 Nationalparke, 16 Biosphärenreservate und 104 Naturparke, darunter viele Landschaften, die für Deutschland prägend sind und die auch als internationale Aushängeschilder fungieren. In ihrer Summe decken sie rund 30 Prozent der Bundesfläche ab und sind daher auch von den Auswirkungen der Energiewende betroffen.

Durch den verstärkten Anbau, insbesondere von Intensivkulturen wie Mais und Raps zur Energiegewinnung, wurden die Agrarlandschaften noch monotoner, was starke Einbrüche in der Agrobiodiversität nach sich ziehen kann (Stichworte: Rückgang bzw. Verlust von Feldvögeln, Ackerwildkräutern, vielen Insektenarten, Bodenlebewesen).

Die steigende Zahl von Windkraftanlagen – auch in Schutzgebieten, die bislang weitgehend tabu waren – erhöht zudem das Kollisionsrisiko insbesondere für Großvögel und Fledermäuse. Die genannten Nutzungen prägen zudem weithin sichtbar die Landschaften und können damit auch die landschaftliche Attraktivität von Großschutzgebieten entwerten. Dies kann zu spürbaren Rückgängen der durch Tourismus induzierten regionalen Wertschöpfung führen.

Die Großschutzgebietsverwaltungen stehen demgemäß vor einem Spagat. Auf der einen Seite soll die Energiewende positiv mitgestaltet werden, auf der anderen Seite gilt es, die Biodiversität und die landschaftlichen Besonderheiten in den Gebieten zu erhalten.

Die Dialogforen sind ein fester Bestandteil der nationalen Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung und sollen dazu dienen, die Ziele dieser Strategie in die Gesellschaft zu tragen und Unterstützer zu gewinnen. Das Dialogforum „Energiewende in den Nationalen Naturlandschaften“ beginnt heute mit diversen Vorträgen zur Thematik Energiewende und Naturschutz, zu bestehenden Konflikten in den Nationalen Naturlandschaften, Anforderungen an die Biomassenutzung, Möglichkeiten der energetischen Biomassenutzung, zum naturverträglichen Ausbau der Windenergienutzung und zum geplanten Netzausbau.

Morgen werden in Arbeitsgruppen unter zusätzlichem Input von Impulsreferaten Steuerungsmöglichkeiten der Biomasse- und Windenergienutzung sowie Möglichkeiten einer nachhaltigen Energienutzung in den Nationalen Naturlandschaften unter den Teilnehmern lösungsorientiert erörtert.

Hinweis:
Das konkrete Programm findet sich unter http://www.biologischevielfalt.de/df_energieerzeugung.html

Die Vorträge und Ergebnisse des Dialogforums werden dann später auf der Homepage des BfN einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie