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Diabetischer Fuß – Amputationen verhindern

25.06.2010
Institut für Biomechanik beim Kölner Diabetikertag vertreten:
„S-Shoes“ – Optimierung der Diabetes-Schuhversorgung
„Fußmuskulatur“ – Wie wirkt sich gezieltes Training der Unterschenkel- und Fußmuskulatur auf die Druckverteilung beim Gehen aus?

„Diabetischer Fuß – Amputationen verhindern“ – dieses Thema ist am 3. Juli im Fokus des „Kölner Diabetikertages“ von 9 bis 14 Uhr in den Räumen der Industrie- und Handelskammer zu Köln.

Betroffene Patientinnen und Patienten haben dann die Möglichkeit, sich über neue Therapiemöglichkeiten und Behandlungsstandards zu informieren. Mit Unterstützung des Landesverbandes Nordrhein Westfalen e.V. des Deutschen Diabetiker Bundes auf der Veranstaltung vertreten: Das Institut für Biomechanik und Orthopädie der Deutschen Sporthochschule Köln und zwei seiner aktuellen Forschungsprojekte im Bereich „Diabetischer Fuß“. Beide Projekte werden in Kooperation mit dem Diabeteszentrum am St. Antonius-Krankenhaus Köln realisiert.

„S-Shoes“, ein Projekt, das durch die Europäische Union gefördert wird, beschäftigt sich mit der Optimierung der Diabetes-Schuhversorgung auf der Grundlage einer individuellen biomechanischen Funktions- und Formerfassung des Fußes. Das Projekt soll es ermöglichen, zukünftig individuell angepasstes Schuhwerk für Diabetiker innerhalb kürzester Zeit herzustellen, um das Risiko für Hautulzerationen des gefährdeten diabetisch-neuropathischen Fußes bereits im Vorfeld zu verringern. Dabei wird die Wirkung von unterschiedlichen Konstruktions- und Materialeigenschaften diabetischen Schuhwerks systematisch untersucht.

Das zweite Projekt „Fußmuskulatur“ untersucht den Effekt eines gezielten Trainings der Unterschenkel- und Fußmuskulatur auf die Druckverteilung im Bereich der Fußsohle beim Gehen – bei Diabetikerfüßen liegt häufig eine Schädigung der feinen Nervenendigungen vor (diabetische Neuropathie). Kann eine verbesserte Funktion der geschwächten Fußmuskulatur bei Diabetikern zu einer verbesserten Druckverteilung unter dem Fuß beitragen? Falls ja, ließe sich das Risiko für schwer zu heilende Hautulzerationen, die häufig zu Amputationen führen, deutlich verringern.

Interessierte Patientinnen und Patienten können bei beiden Projekten aktiv als Studienteilnehmerin oder Studienteilnehmer dabei sein.

KONTAKT:
Angela Höhne, wissenschaftliche Mitarbeiterin
Institut für Biomechanik und Orthopädie
Tel. 0221 4982-5640
Mail: hoehne@dshs-koeln.de

Sabine Maas | idw
Weitere Informationen:
http://www.dshs-koeln.de

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