Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Diabetes Typ 2 und Leber: Enger Zusammenhang entdeckt

04.05.2009
Die Entstehung von Diabetes Typ 2 und die Leber hängen enger zusammen, als Wissenschaftler bisher vermuteten. Experimente zeigen, dass die Leber und ihr Stoffwechsel eine entscheidende Rolle dabei spielen, ob und wo der Körper Fett einlagert.

Geschieht dies außerhalb des üblichen Fettgewebes, beispielsweise in der Leber selbst, kann dies zu einer verminderten Wirkung des Blutzuckerhormons - die sogenannte Insulinresistenz - führen.

Die neu entdeckten Zusammenhänge zwischen Fettleber, Übergewicht, Insulinsresistenz sowie Diabetes und wie diese Erkenntnisse zukünftig Diabetes Typ 2 verhindern könnten, ist ein Thema der 44. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) in Leipzig.

Bisher gingen Experten davon aus, dass die Fettleber eine Folge von Typ 2 Diabetes oder Adipositas ist. Neueste Studien belegen nun das Gegenteil: Die Fettleber könnte - bereits in einem frühen Stadium - auch eine Ursache für die verminderte Insulinwirkung und damit für Diabetes Typ 2 und Übergewicht sein.

"Die Fettleber ist wahrscheinlich integraler Bestandteil des sogenannten Metabolischen Syndroms", meint Tagungspräsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, Chefarzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Endokrinologie sowie Diabetologie an der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg.

Weshalb der Körper Fett in die Leber oder in andere Regionen außerhalb des üblichen Fettgewebes einlagert, zeigen Versuche mit Mäusen. "Wir haben einen fettstoffwechselspezifischen Genregulator selektiv in der Leber verändert", berichtet Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, "bei gleicher Nahrungsmenge haben die Mäuse dann eine ausgeprägte Adipositas entwickelt. Wurde der Mechanismus deaktiviert, blieben die Mäuse dünn." Daraus folgt, dass Veränderungen des Leberstoffwechsels ursächlich für Adipositas und weiteren Erkrankungen wie Insulinresistenz oder Diabetes Typ 2 sein können.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Zusammenhängen von Leber, Fettstoffwechsel, Adipositas, Genetik und Ernährung sind Themen mehrerer Tagungsveranstaltungen sowie der Pressekonferenz der Deutschen Diabetes-Gesellschaft am 22. Mai 2009 in Leipzig.

Terminhinweise:
44. DDG-Jahrestagung, 20. Mai bis 23. Mai 2009, CCL Leipzig
Pressekonferenz der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG)
Freitag, 22. Mai 2009, von 12.30 bis 13.30 Uhr
Saal 10, Ebene +2, Congress Center Leipzig (CCL)
Messe-Allee 1 (Eingang Glashalle), 04356 Leipzig
Symposium
Fettstoffwechselstörungen bei Diabetes
Donnerstag, 21. Mai 2009, von 15.00 bis 16.30 Uhr
Mehrzweckfläche 3/4 des CCL Leipzig
Symposium
Fettleber, der Schlüssel zum Metabolischen Syndrom und seinen Folgen
Donnerstag, 21. Mai 2009, von 16.45 bis 18.15 Uhr
Saal 2 des CCL Leipzig
Ihr Kontakt für Rückfragen/Akkreditierung zur 44. DDG-Tagung:
Pressestelle DDG
Beate Schweizer
Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931 295, Fax: 0711 8931 167
Schweizer@medizinkommunikation.org

Beate Schweizer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ddg2009.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten