Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Diabetes Herbsttagung: Modernes Diabetes-Selbstmanagement mit Apps und Biosensoren

06.11.2015

Ob Diabetes Typ 1 oder Typ 2: Eine gute Diabetes-Therapie ist individuell und eng an den Bedürfnissen und Besonderheiten des einzelnen Patienten orientiert. Dazu benötigt der behandelnde Diabetologe regelmäßig eine Vielzahl von Daten über das Verhalten des Betroffenen im Umgang mit seinem Diabetes mellitus im Alltag.

Bis vor einigen Jahren dokumentierten Menschen mit Diabetes Werte wie Datum und Uhrzeit der Insulininjektionen, die jeweilige Insulinart sowie -dosis, Blutzuckerwerte, zu essende Kohlehydratmenge und mögliche Begleitumstände wie Krankheit oder Sport akribisch auf Papier. Im Zeitalter des Smartphones helfen Diabetiker-Apps, die Daten elektronisch zu erfassen und auszuwerten.

Wie neue Technologien und Anwendungen das Diabetesmanagement schon heute und auch künftig verändern, diskutieren Experten in Symposien und Workshops, die während der 9. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft vom 6. bis 7. November 2015 im Congress Center Düsseldorf (CCD) stattfinden.

Vorbei die Zeiten, wo Stift und Notizblock der tägliche Begleiter von Menschen mit Diabetes waren: Im Zeitalter der neuen Medien ist das Diabetestagebuch überholt. „Heute helfen Diabetiker-Apps in Kombination mit Biosensoren, den Blutzucker kontinuierlich unter Kontrolle zu halten“, erklärt Stephan A. Schreiber, Tagungspräsident der Diabetes Herbsttagung 2015 und niedergelassener Diabetologe aus Quickborn.

Lustige Features und Animationen bereiten Spaß und motivieren – zudem werden die Daten statistisch und graphisch aufbereitet. Als PDF können sie anschließend ausgedruckt oder per E-Mail verschickt werden. „Für die Patienten, aber auch für uns Ärzte hat diese moderne Datenerfassung große Vorteile“, betont Schreiber.

„Da intelligente Apps es zulassen, die Therpiealgorithmen in ihnen zu hinterlegen, machen die Betroffenen durch die ständige Interaktion mit der App weniger Fehler mit ihrer Therapie. Zudem kann der Arzt die Daten leichter analysieren und die Therapie damit noch schneller und gezielter individuell auf den Patienten abstimmen“ – Stichwort personalisiertes Diabetesmanagement.

„Egal welcher Diabetes-Typ oder ob jung oder alt – es gibt für jeden die passende Diabetes-App“. Selbst Menschen mit Diabetes-Typ 2, die bisher noch nicht spritzten, können die App als reines Dokumentationswerkzeug nutzen. Solche Apps gibt es mittlerweile zahlreiche und von unterschiedlichen Anbietern, unter anderem von pharmazeutischen Firmen oder Krankenkassen.

Darüber hinaus gibt es freie Anbieter mit selbst entwickelten Apps. Hinsichtlich der Datensicherheit sollten Menschen mit Diabetes bei der Auswahl darauf achten, dass die Daten auf dem eigenen Smartphone verbleiben. In Verbindung mit Apps sind Biosensoren die modernste Möglichkeit der Diabetes-Kontrolle.

„Mit den Biosensoren entfällt das mehrmals tägliche Stechen und Messen“, erklärt Schreiber. „Stattdessen misst ein kleiner unauffälliger, auf der Haut mit Hilfe eines Applikators gesetzter Sensor den Gewebeblutzucker kontinuierlich rund um die Uhr.“ Aktuell stehen drei Systeme zur Verfügung. „Hier liegt die Zukunft der modernen Diabetes-Therapie“, prophezeit Schreiber. „In 20 Jahren wird das der Standard für Betroffene mit Typ-1-Diabetes mellitus sein.“ Im Rahmen der Diabetes Herbsttagung 2015 erörtern die Teilnehmer in mehreren Veranstaltungen die Möglichkeiten neuer Diabetestechnologien.

Terminhinweise:
Eröffnungsveranstaltung
am Freitag, den 6. November 2015
(Vortragsbeginn am Freitag, den 6. November 2015 um 8:00 Uhr!)
10.15 bis 11:45 Uhr, Raum 1, CCD Düsseldorf

Kongress-Pressekonferenz in Düsseldorf
Termin: Freitag, 6. November 2015, 12.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Raum 14, 1. OG, Congress Center Düsseldorf (CCD)
Anschrift: Stockumer Kirchstraße 61, 40474 Düsseldorf

Workshop „Elektronische Apps“
(bitte beachten: Anmelde- und gebührenpflichtig)
Termin: Freitag, 6. November 2015, 13:45 bis 15:15 Uhr und 15:45 bis 17:15 Uhr
Ort: Raum 26 im CCD Düsseldorf

Workshop „Elektronisches Selbstmanagement“
(bitte beachten: Anmelde- und gebührenpflichtig)
Termin: Samstag, 7. November 2015, 13:45 bis 15:15 Uhr
Ort: Raum 15 im CCD Düsseldorf

Symposium „App-Talk - Nutzen, Chancen, Hintergründe und kritische Fragen zu Blutzucker-Tagebuch-Apps"
Termin: Samstag, 7. November 2015, 12:00 bis 13.30 Uhr
Ort: Raum 112 im CCD Düsseldorf

Symposium „Software und Internet im Praxisalltag - Nutzen, Hürden, Risiken“
Termin: Samstag, 7. November 2015, 13:45 bis 15:15 Uhr
Ort: Raum 16/17 im CCD Düsseldorf

Weltdiabetestag
Sonntag, den 8. November 2015
Ort: Congress Center Düsseldorf (CCD)
Anschrift: Stockumer Kirchstraße 61, 40474 Düsseldorf
http://www.diabetesde.org/weltdiabetestag/2015/

Informationen und Programmübersicht im Internet:
9. Herbsttagung der DDG
6. bis 7. November 2015, Congress Center Düsseldorf (CCD)
http://www.herbsttagung-ddg.de

Kontakt für Journalisten:
Pressestelle Diabetes Herbsttagung 2015
Anne-Katrin Döbler/Julia Hommrich/Corinna Deckert
Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-423/309, Fax: 0711 8931-167
hommrich@medizinkommunikation.org
deckert@medizinkommunikation.org
www.ddg.info

Weitere Informationen:

http://www.herbsttagung-ddg.de
http://www.ddg.info

Julia Voormann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung
19.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"
19.02.2018 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft wird gedruckt

19.02.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

19.02.2018 | Messenachrichten

Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus

19.02.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics