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DGNC-Kongress 2011: Neurochirurgen diskutieren in Hamburg Neuheiten

05.04.2011
Welche Gefäßfehlbildungen im Gehirn müssen umgehend behandelt werden, weil sie ein hohes Blutungsrisiko aufweisen? Und mit welchen Techniken lässt sich diese „Zeitbombe im Kopf“ entschärfen? Welche neuen Therapien werden für Patienten mit Tumoren des Gehirns entwickelt? Wer muss bei Tumorerkrankungen im Wirbelsäulenbereich zusammenarbeiten?

Diesen Fragen gehen Fachärzte und Wissenschaftler im Rahmen der 62. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) nach. Ein weiterer Schwerpunkt des Kongresses ist die besondere Situation des Kindes als Patient in der Neurochirurgie. Die DGNC-Jahrestagung findet vom 7. bis zum 11. Mai 2011 im Congress Center Hamburg statt.

In zahlreichen Symposien, Postersitzungen und Vortragsveranstaltungen können sich Ärzte und Wissenschaftler über aktuelle Entwicklungen der Neurochirurgie und neue Ansätze in Forschung und Patientenversorgung informieren und austauschen. So erfahren die Kongressteilnehmer unter anderem, wie sich neurochirurgische Tumorerkrankungen bei Kindern gezielt und schonend interdisziplinär behandeln lassen. Dank verbesserter Narkosen, bildgeführter Operationen und studienoptimierter Nachbehandlungen sind die Therapien in den letzten Jahren deutlich effektiver und schonender geworden.

Darüber hinaus diskutieren die Experten, wie sich individualisierte Behandlungskonzepte für Hirntumoren entwickeln lassen. „Die Forschungsaktivitäten im Bereich der medikamentösen Therapie müssen verstärkt werden“, fordert Professor Dr. med. Manfred Westphal, Tagungspräsident und Direktor der Klink und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. „Hirntumoren sind keine Lungentumoren. Wir brauchen neurospezifische Medikamente. Mit den Wirkstoffen, die bei anderen Krebserkrankungen helfen, kommen wir bei Hirntumoren nicht weiter.“

Zudem tauschen sich die Kongressteilnehmer darüber aus, wie sich die Behandlungsmöglichkeiten bei Gefäßerkrankungen des zentralen Nervensystems durch eine gezielte interdisziplinäre Zusammenarbeit erweitern lassen. Auch bei der Therapie von Metastasen im Wirbelsäulenbereich, an denen bei sich verbessernden Überlebenszeiten immer mehr Krebspatienten leiden, spielt dies eine große Rolle. Ein individuell zugeschnittenes und mit allen beteiligten Fächern abgestimmtes Therapiekonzept ist grundlegend für den Erfolg der Behandlung.

In diesem Zusammenhang sollen über den wissenschaftlichen Austausch hinaus unter dem Motto „Identität in Subspezialisierung und Interdisziplinarität“ auch berufs- und verbandspolitische Fragen diskutiert werden. „Die Neurochirurgie ist eine hochspezialisierte Disziplin. Vor diesem Hintergrund ist es besonders wichtig, dass die Fachgesellschaft ihr Profil schärft und sich auch in Politik und Gesellschaft entsprechend positioniert“, so Westphal im Vorfeld der DGNC-Jahrestagung.

Erstmals findet im Rahmen der DGNC-Jahrestagung am Sonntag, den 8. Mai 2011, ein spezieller Fortbildungstag („Educational Day“) statt. Experten geben einen Überblick zu aktuellen Themen der neurochirurgischen Praxis wie Wirbelsäulen- und Krebserkrankungen. Aber auch übergreifende Themen wie die Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen sowie die Bedeutung von Patientenverfügungen stehen auf dem Programm. Der Educational Day richtet sich an alle interessierten Ärzte aus der Region. Eine Tageskarte kann auch unabhängig vom Gesamtkongress erworben werden.

Weitere Informationen sowie das Programm der 62. DGNC-Jahrestagung sind unter http://www.dgnc.de/2011/ abrufbar. Ärzte und Wissenschaftler können sich dort auch für den Kongress anmelden.

Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.

Terminhinweise:

Kongresspressekonferenz
Montag, 9. Mai 2011, 12.15 – 13.15 Uhr
Congress Center Hamburg, Saal 12, Am Dammtor/Marseiller Straße, 20355 Hamburg
Educational Day
Sonntag, 8. Mai 2011, 10.00 – 16.30 Uhr
Congress Center Hamburg, Saal 8
Kontakt für Journalisten:
Silke Stark
Pressestelle
62. Jahrestagung der DGNC
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-572
Fax: 0711 8931-167
stark@medizinkommunikation.org

| idw
Weitere Informationen:
http://www.dgnc.de/2011/

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