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Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft tagt an Universität Leipzig

27.02.2015

Rund 500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland werden in der kommenden Woche zur diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft an der Universität Leipzig erwartet. Die Tagung vom 4. bis 6. März gilt als größte Fachtagung in der Sprachwissenschaft, die regelmäßig in Deutschland organisiert wird. An der Universität Leipzig war die Tagung zuletzt im Jahr 2001 zu Gast. Wie schon vor 14 Jahren wird die Tagung von Sprachwissenschaftlern der Hochschule und der Abteilung für Linguistik am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie organisiert. Bereits am 3. März gibt es Veranstaltungen, zu denen auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist.

Für die Tagung wurde das Rahmenthema „Grammatische Modellierung und sprachliche Verschiedenheit“ ausgewählt.

„Mit diesem Thema verbindet sich die Frage, inwieweit sich die grammatiktheoretische Forschung und die Forschung zur Vielfalt in den Sprachen der Welt, Dialekten oder Sprachformen sozialer Gruppen inhaltlich und methodisch annähern und inwieweit Forschungsergebnisse des einen Teilbereichs in den anderen einfließen können und sollen“, sagt Prof. Dr. Barbara Stiebels, die am Institut für Linguistik der Universität Leipzig seit November 2012 die Professur für Allgemeine Sprachwissenschaft (Spezialisierung Sprachtypologie) innehat und als Koordinatorin der Tagung wirkt.

Das Themenspektrum der 14 Arbeitsgruppen reicht von grammatiktheoretischen Fragestellungen im Bereich Syntax, Semantik und Phonologie bis zu Fragen der Normsetzung in Sprache, der Funktion von Wiederholungen in der Sprache und Fragestellungen des Spracherwerbs wie der Rolle von bildhaften Gesten oder des Umgangs mit den riesigen Datenmengen, die bei der Datenerhebung anfallen.

Schon vor dem Beginn der Tagung, am 3. März, wird ebenfalls an der Universität Leipzig die Veranstaltung „Linguistik und Schule“ ausgerichtet, organisiert von Dr. Sandra Döring vom Institut für Germanistik. Am Nachmittag werden Workshops zu Themen wie Mehrsprachigkeit in der Schule und sprachliche Variation in der Schule angeboten. Am Abend schließt sich ein Vortrag von Prof. Dr. Peter Gallmann aus Jena zu „Wortartkonzepten und Schule“ in der Leipziger Stadtbibliothek an.

Ebenfalls am 3. März findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Linguistikpublikationen im Umbruch“ statt (15:30 bis 17:30 Uhr, Hörsaal 4 im Hörsaalgebäude am Augustusplatz). Dabei geht es unter anderem um die Veränderungen durch Open Access und die Frage, welche Rolle traditionelle Papierpublikationen in der Online-Welt spielen.

Außerdem wird für den 3. März die Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Linguistische Pragmatik organisiert, die sich mit Fragen der Angemessenheit in der Sprache beschäftigen wird. Dabei wird es unter anderem um die Erwartungen an die sprachliche Form in Online-Diskussionsforen oder um Spielregeln des Sprechens in der direkten Kommunikation zwischen zwei Menschen gehen.

Text: Sven Eichstädt

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Barbara Stiebels
Institut für Linguistik
Telefon: +49 341 97 37604
E-Mail: barbara.stiebels@uni-leipzig.de

Weitere Informationen:

http://conference.uni-leipzig.de/dgfs2015/

Carsten Heckmann | Universität Leipzig

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