Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsch-Chinesisches Wissenschaftssymposium möchte den CO2-Ausstoss minimieren

17.07.2015

Vom 27. bis 31. Juli 2015 treffen sich deutsche und chinesische Experten aus den Gebieten der Zementchemie und der organischen Chemie am F.A. Finger-Institut für Baustoffkunde an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar, um den aktuellen, weltweiten Forschungsstand zu Wechselwirkungen zwischen Zementen und Zusatzmitteln zu erörtern. Ziel des Symposiums mit dem Titel »Interaction between cement and additives« ist es, bilaterale Forschungskooperationen zu schließen, um den CO2-Ausstoß bei der Zementherstellung zu minimieren.

Als Ergebnis der wissenschaftlichen Diskussionen soll ein Forschungsantrag beim Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ) gestellt werden. Hintergrund der Konferenz sind der weltweite CO2-Ausstoß und die internationalen Bestrebungen, diesen zu senken.

China ist einer der größten Kohlenstoffdioxid-Emittenten. Auch bei der Produktion von herkömmlichen Zementen, zum Beispiel dem klassischen Portlandzement, werden enorme Mengen CO2 freigesetzt –China ist mit Abstand der größte Zementproduzent der Welt.

Daher erfährt diese Problematik immer mehr Aufmerksamkeit. »Verschiedene Initiativen deuten darauf hin, dass in den nächsten Jahren verstärkt Anstrengungen unternommen werden, um diese CO2-Emissionen deutlich zu senken«, erläutert Professor Horst-Michael Ludwig, Lehrstuhlinhaber Werkstoffe des Bauens.

Ein wichtiges Instrumentarium wird deshalb die Entwicklung und Einführung von Zementen mit verringerter CO2-Emission sein. Zurzeit am weitesten entwickelt und bereits in der praktischen Anwendung sind hier sogenannte Komposit-Zemente. Massentauglich – und damit für die CO2-Reduzierung relevant – werden diese Zemente aber nur, wenn sie in ihrer technischen Leistungsfähigkeit in Betonen, Putzen und Mörteln das Level der klassischen Zemente erreichen.

Dies gilt nicht nur für die technische Performance, sondern auch für die Robustheit der Wirkung: »Es dürfen keine negativen Auswirkungen auf die Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit der Bauelemente auftreten. Emissionen kennen keine Grenzen. Man kann ihnen nur mit Kooperationen begegnen, die ebenso die Grenzen überwinden«, so Professor Ludwig weiter.

Um die Wechselwirkungen von Zusatzmitteln und Zement weiter zu erforschen, bringen die Partner aus China und Deutschland für die Zusammenarbeit spezifische Kompetenzen ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums streben ein Kooperationsprojekt an, welches eine Pilot-Funktion für die zukünftige Zusammenarbeit beider Länder in der aktiven Bearbeitung der CO2-Problematik sein kann.

Für Interessenten, die am Wissenschaftssymposium »Interaction between cement and additives« teilnehmen möchten oder für weiterführende Rückfragen steht Ihnen Andreas Hecker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Werkstoffe des Bauens, telefonisch unter +49 (0) 36 43 / 58 49 36 oder per E-Mail an andreas.hecker@uni-weimar.de zur Verfügung.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmeranzahl können nur angemeldete Personen berücksichtigt werden.

Das Symposium findet mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung (CDZ) statt.

Claudia Weinreich | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-weimar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise