Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Delegierte von UNESCO-Wasserzentren aus aller Welt in Koblenz

19.12.2014

Vertreter der über die ganze Welt verteilten UNESCO-Wasserzentren trafen sich drei Tage lang in der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz, um über aktuelle Herausforderungen und mögliche Kooperationen zu sprechen. Eingeladen hatte das „Internationale Zentrum für Wasserressourcen und globalen Wandel“, das im Juli diesen Jahres an der BfG als UNESCO-Wasserzentrum angesiedelt wurde.

Die ersten UNESCO-Wasserzentren wurden vor ca. 30 Jahren gegründet, inzwischen gibt es weltweit 27 Institute, jedes mit einem eigenen Themenschwerpunkt.

Das Koblenzer UNESCO-Wasserzentrum versteht sich auch als Bindeglied zwischen den internationalen Instituten. So entstand die Initiative zum ersten Treffen aller Zentren in Koblenz. Ziel war das gegenseitige Kennenlernen und die Verbesserung von Kommunikation und Information. Mit am Tisch saßen Abgesandte von UNESCO, Auswärtigem Amt und der BfG.

Die politisch-organisatorischen Tagesordnungspunkte, wie mögliche Kooperationsprojekte zwischen den Wasserzentren, wurden im Plenum behandelt. Das Koblenzer Wasserzentrum konnte eine bereits laufende Kooperation mit Japan vermelden: hier prüft eine Koblenzer Wissenschaftlerin, ob und wie weit in Japan entwickelte Risikomanagementverfahren auf Deutschland übertragbar sind.

Der Direktor des Koblenzer Wasserzentrums, Dr. Johannes Cullmann, ergänzte: „Ein weiteres Feld, auf dem wir gerade aktiv geworden sind, heißt `saisonale Vorhersage´. Methoden werden gesichtet, optimiert und weiterentwickelt. Zu diesem Thema werden wir mit der BfG im Oktober 2015 eine internationale Konferenz in Koblenz ausrichten.“

Neben der Plenumsarbeit wurden in speziellen Arbeitsgruppen die derzeit weltweit drängenden Wasserprobleme thematisiert. So haben vor allem in Krisengebieten viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser oder leben unter schlechten hygienischen Bedingungen. Vielerorts ist die Wasserqualität durch schädliche Substanzen beeinträchtigt oder es kommt zu Überschwemmungen mit Todesopfern und großen wirtschaftlichen Schäden. Die UNESCO möchte diese Probleme mit Hilfe ihrer Wasserzentren in den kommenden Jahren verstärkt angehen.

Blanca Jiménez-Cisneros, Direktorin der Abteilung für Wasserwissenschaften in der UNESCO, stellte abschließend fest: „Die Koblenzer Ergebnisse sind ein Meilenstein. Durch verbesserte Kommunikation und verstärkte Kooperationen werden wir bei der Vernetzung unserer Zentren einen großen Schritt weiter kommen.“

Kontaktdaten: Dr. Johannes Cullmann, Internationales Zentrum für Wasserressourcen und globalen Wandel, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz, Tel. 0261/1306-5313, Fax: 0261/1306-5422, E-Mail: cullmann@bafg.de

www.bafg.de

Alfred Hommes | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten