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Zeit: 05.05.2011, 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Ort: Mediencampus Villa Ida
Poetenweg 28
Leipzig
"Seit geraumer Zeit sieht man Linked Data in einer Schlüsselrolle für vielfältige, effiziente Erneuerungen im Umgang mit dem Web", sagt Prof. Klaus-Peter Fähnrich, Abteilung Betriebliche Informationssysteme am Institut für Informatik der Universität Leipzig. "Auch unser Institut trägt mit der Forschungsgruppe AKSW um Dr. Sören Auer seinen Anteil zur Weiterentwicklung des Internets bei."
Linked Data steht für eine Strategie, die bereits jetzt gigantische Informationssammlungen im Netz intelligent vernetzt und so unser "altes Web" der Dokumente um ein weltweites Netz aus Daten ergänzt. Suchmaschienen, Mashups oder persönliche Agenten können diese vernetzten Daten nutzen, um Informationen aus verschiedenen Quellen intelligent zu verknüpfen. Heute noch aufwendige Rechercheaufgaben (wie z.B. das Finden einer Wohnung in der Nähe eines Kindergartens mit einem freien Betreuungsplatz) werden mit Hilfe von Linked Data zum Kinderspiel.
Durch die Erforschung und Entwicklung entsprechender Werkzeuge, Methoden und Datensätze versucht das AKSW Team, das Web, wie wir es heute kennen, entscheidend zu verbessern. "Das", sagt Dr. Sören Auer, Projektleiter an der Universität Leipzig, "macht Linked Data für Bürger, Forscher und Industrie gleichermaßen relevant. Ob es um die effiziente Integration von Unternehmensdaten, um den freien, standardisierten Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen oder um die Öffnung staatlicher ‚Datensilos‘ geht, Linked Data verbessert nachhaltig die Nutzung des Webs als Informationsplattform."
Beim diesjährigen LSWT steht vor allem das Thema "Linked Data für die Massen" im Fokus. Ziel der Vielzahl an Vorträgen ist es, nicht nur die Vorteile von Linked Data, sondern auch dessen Umsetzung und Nutzung zu vermitteln, um so den Einsatz semantischer Technologien in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung voranzutreiben. Ausgewählte Themen sind unter anderem:
• Automatisierte semantische Suchlösungen für die Verlags- und Medienbranche
• Information Workbench: Linked Data-Anwendungen im Unternehmen
• Semantische Technologien in der Praxis - Anreicherung eines Finanzportals
• data.reegle.info - Linked Data für saubere Energie
• Semantic Repowering the Afghan War Diary
• Parallele Link Discovery in der Cloud
• CONTENTUS - Technologien und Konzepte für multimediale Bibliotheken der nächsten Generation
• Unterstützung der Web Suche mit Linked Data
Höhepunkt des LSWT 2011 sind zwei Keynote-Vorträge führender Linked Data Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Prof. Martin Hepp von der Bundeswehruniversität München und Andreas Blumauer, Geschäftsführer der Semantic Web Company, werden insbesondere über ihre Erfahrungen in der Umsetzung und Weiterentwicklung des Datenwebs berichten. Ferner bieten neun Aussteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Gelegenheit, sich über die Nutzung und den Einsatz von Linked Data in Unternehmen zu informieren und im zwanglosen Gespräch Firmen aus der Semantic Web Branchen kennen zu lernen.
Der LSWT wird von der Forschungsgruppe Agile Knowledge Engineering & Semantic Web (AKSW) am Institut für Informatik organisiert und durch das von AKSW geleitete EU-Projekt LOD2 sowie durch das EU-Projekt LATC unterstützt. Ebenso wirken die Medienstiftung der Sparkesse Leipzig, die Leipziger Firmen Netresearch GmbG & Co.KG, Unister Holding GmbH und Kunert Business Software GmbH & Co.KG sowie die in Deutschland, Österreich und der Schweiz ansässigen Firmen Fluid Operations AG, Sones GmbH, CID GmbH, T-Systems Multimedia Solutions GmbH, punkt. netServices sowie Ontos AG als Sponsoren am LSWT mit.
Das Vortragsprogramm sowie weitere Informationen und das Anmeldeformular sind unter http://aksw.org/LSWT zu finden.
Die Arbeitsgruppe Agile Knowledge Engineering and Semantic Web (AKSW) am Institut für Informatik an der Universität Leipzig arbeitet an Projekten im Umfeld der Themen Ontologieerzeugung und -manipulation, Wissensextraktion, Ontology Learning sowie Informations- und Datenintegration im Semantic Web. Neben der Arbeit an theoretischen Ergebnissen wird besonderer Wert auf robuste, skalierbare Implementierungen für das Forschungsfeld gelegt. Die Arbeitsgruppe besteht im Moment aus 15 wissenschaftlichen Mitarbeitern und internationalen Doktoranden sowie einer großen Anzahl von Studenten. AKSW arbeitet an industriellen und öffentlich finanzierten Forschungsprojekten, wie z.B. den im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm finanzierten Projekten LOD2, LATC und OntoWiki, den vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Projekten SCMS und LE4SW. Von AKSW vorangetriebene open-source Software und Community-Projekte umfassen das Wikipedia-Wissensextraktionsprojekt DBpedia, das semantische Wiki OntoWiki, Triplify und das Machine-Learning-Framework DL-Learner. Mehr Informationen unter: http://aksw.org/About
Das 4-jährige Verbundprojekt "LOD2 - Creating Knowledge out of Interlinked Data", gefördert im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm, ist dem Themenbereich Informations- und Kommunikationstechnologien zugeordnet. Zum Projekt-Konsortium gehören 10 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus sieben verschiedenen europäischen Ländern.
Das 2-jährige Projekt "LATC - LOD Around-the-Clock", gefördert im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm, ist eine Unterstützungsmaßnahme des Themenbereichs Informations- und Kommunikationstechnologien und gehört zum Förderschwerpunkt Intelligentes Informationsmanagement . Koordiniert wird das Projekt von der an der Universität von Galway in Irland ansässigen Forschungseinrichtung "Digital Enterprise Research Institute (DERI)". Neben den irischen und den Leipziger Forschern sind an LATC Wissenschaftler und Praktiker der Vrije Universiteit Amsterdam, der Freien Universität Berlin sowie der Talis Ltd in Großbritannien beteiligt. Sie werden in den nächsten zwei Jahren Beschäftigte aus verschiedenen Institutionen und Unternehmen bei der Nutzung und Veröffentlichung von Linked Open Data im Web unterstützen.
Weitere Informationen:
Dr. Sören Auer
Telefon: +49 (341) 9732367
E-Mail: auer@uni-leipzig.de
Nadine Jänicke
Telefon: +49 341 97-32310
E-Mail: jaenicke@uni-leipzig.de
Dr. Manuela Rutsatz | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.informatik.uni-leipzig.de
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