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Datenjournalismus, Inhalt und Design für Social Media – Konferenz in Magdeburg vom 20. bis 22. März

04.03.2014

Vom 20. Bis 22. März findet an der Hochschule Magdeburg-Stendal die 2. Cross-Media-Konferenz statt. Die wichtigsten Themen auf der Fachkonferenz „Think CROSS – Change MEDIA“ 2014 sind Datenjournalismus sowie Inhalt und Design für Social Media. Über 60 Wissenschaftler und Praktiker beleuchten in Vortrag, Gespräch und Workshop außerdem Felder wie Partizipation, Demokratie im Netz, Crossmediales Storytelling sowie Onlinekollaboration und Businessmodelle. Anmeldungen sind noch möglich.

Daten sind nicht alles, ohne Daten ist alles nichts

Der Hype des datenbasierten Journalismus´ ist nach wie vor ungebrochen. Die deutschen Leitmedien eifern den Vorbildern Guardian oder New York Times nach. Den Trend nutzergerecht umzusetzen, bringt Journalisten und Mediengestalter noch oft genug an ihre Grenzen.

Jens Wunderling, Professor für Interaction Design und Entwickler in einer eigenen Firma SYNTOP stellt auf der Think CROSS – Change MEDIA am 22.03.14 in einem Workshop Recherche- und Datenvisualisierungsmethoden für Journalisten vor. Er betrachtet als Designer und Entwickler den Trend zur extensiven, komplexen Datenvisualisierung eher kritisch. Er sieht ihn mehr als Zwischenschritt zur Information denn als finales Produkt. 

In einem Vortrag zum Thema „Visualisierungen im Datenjournalismus – aus der Perspektive des Visual Interface Designs" stellt Interface-Designerin Manuela Rohde die Frage nach den visuellen Komponenten in datenjournalistischer Visualisierung und vermittelt Grundkenntnisse des Visual Designs, wie Ordnungsprinzipien und Gestaltungsvariablen.

Auf der Metaebene ordnet der Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetzbeauftragte Sachsen-Anhalts, Harald von Bose, im Vortrag Open Data – Chancen und Grenzen die rechtlichen Möglichkeiten für Journalisten ein und weist auf erst wenige zentral geführte Informations- oder Transparenzregister, also landesweite Open-Data-Portale, wie Hamburg, Bremen und Thüringen hin. Er hebt in seinem Vortrag aber auch die wirtschaftliche Bedeutung von Open Data hervor, die sich durch eine gezielte Verwertung von Daten, z.B. eine Hochwasservorhersage-App, ergeben könnte.

Inhalte und Design für Social Media

Nachrichten sind immer und (fast) überall verfügbar. Das Nutzerverhalten stellt sich dahingehend um. Medienhäuser, Redaktionen, und Journalisten gehen mit. Cross Media ist nicht mehr die zeitgerechte Antwort auf alles. Interessant ist vor allem, was hinter Cross Media steckt. Bürgerjournalisten, engagierte Laien, die im Netz journalistisch tätig sind, Partizipation der Nutzer, Veränderungen der Arbeitsabläufe in den Redaktionen, Fragmentierung der Gesellschaft und am Ende doch die Frage von Journalist und Autor Christian Jakubetz: „Was ist Journalismus im digitalen Zeitalter überhaupt noch?“ In seinem Vortrag am 20. März versucht er darauf Antwort zu geben.

Für den MDR Sachsen-Anhalt hat der Wandel zur Crossmedialität auch räumliche Auswirkungen. Martin Hoffmann berichtet in einem Vortrag über die neue Aufgabenverteilung, Organisation und Evaluierung des vernetzten Newsrooms im Funkhaus Magdeburg.

Die Medienunternehmerin Dr. Claudia Heydolph vermittelt Workshop „Von der Wochenschau für Youtube lernen“ zusammen mit Kamerafrau und Cutterin Brigitte Pleiss Grundlagen im Bewegtbild-Journalismus, die aus den (analogen) Anfängen des Fernsehens stammen. Wie werden sie in die digitalen Welten transformiert? Wie können crossmediale Routinen journalistische Darstellung erweitern? Unter dem Motto: Crossmedia ist nicht neu, die digitale Diversifikation ist das eigentlich Neue.

Miriam Julius vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz befasst sich mit dem Erinnerungspotenzial der sozialen Medien und stellt erste Konzepte zu ihrem Search-Tool vor.

Jan Eggers vom Hessischen Rundfunk betrachtet Social Media als Werkzeug und als Verbreitungsweg für Journalisten. In seinem Social-Media-Workshop werden neben Storify oder ScribbleLive neue Werkzeuge getestet und die Frage erörtern: Was und wie muss man schreiben, um geteilt und geliked zu werden.... und viele andere Beiträge.

Die junge Professorin für Visual Interface Design, Constanze Langer von der FH Potsdam, berichtet über Transmedia-Projektentwicklung am Beispiel einer Doku: Wie wird die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams fruchtbar oder verderben viele Köche einfach den Brei? Welche Vorgaben und welchen Freiraum brauchen Autorinnen und Autoren, Designerinnen und Designer, um gemeinsam eine Idee ausarbeiten zu können? Welche Art von Entwicklungsförderung hilft bei der Projektentwicklung?

Think CROSS – Change MEDIA kurz und knapp
• interdisziplinäre Fachkonferenz der Bereiche Journalismus, Interaction Design und Management
• 20.- 22. März 2014
• in Magdeburg, Breitscheidstraße 2 auf dem Campus der Hochschule Magdeburg-Stendal
• ausgerichtet durch den berufsbegleitenden Masterstudiengang CROSS MEDIA
• über 60 Vorträge, Praxisberichte und Workshops
• Ticket online: ab 90€ (EarlyBird), 111€ regulär, 45 € Ermäßigt (Studenten, Auszubildende, Erwerbslose)
• Die Veranstaltung ist außerdem Bildungsurlaub berechtigt (kann auch bescheinigt werden).

Für Nachfragen der Medien:
Sabine Falk-Bartz
sabine.falk-bartz@hs-magdeburg.de
Tel.: 0391 886 42 28

Weitere Informationen:

http://www.crossmedia-konferenz.de Mehr Infos
http://www.crossmedia-konferenz.de/index.php/programm-freitag.html Programm

Norbert Doktor | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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