Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Was darf der Mensch essen?

02.10.2012
Verlockungen, Zwänge und ökologisches Gewissen - Tagung in Regensburg
Vom 8. bis zum 9. Oktober 2012 findet das diesjährige Symposium des Internationalen Arbeitskreises für Kulturforschung des Essens in Regensburg statt. Die Veranstaltung im Salzstadl (Brückstraße 2, 93047 Regensburg) wird vom Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg in Kooperation mit der Dr. Rainer Wild-Stiftung für gesunde Ernährung in Heidelberg organisiert.

Die Frage, was ein Mensch essen oder eben nicht essen darf, wird immer wichtiger. Dies gilt genauso für die Frage, wie Lebensmittel überhaupt produziert werden sollten. Trotz einer mittlerweile unüberschaubaren Zahl an Empfehlungen und Richtlinien klafft dabei nicht selten eine große Lücke zwischen Ideal und Realität. Die Abwägung zwischen ökonomischen Zwängen, ökologischem Gewissen und globalen Verlockungen führt zu einem Entscheidungsdilemma, das ethische Probleme aufwirft.

Wie kann der Wunsch nach einer moralisch vertretbaren Ernährung mit den realen Rahmenbedingungen verknüpft und – darauf aufbauend – alltagsnahe Handlungsempfehlungen gegeben werden? Welche Wege sollten dabei eingeschlagen werden? Und wie sehen Moral und Nachhaltigkeit in der Ernährung des dritten Jahrtausends aus? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich das Regensburger Symposium.
Für die Tagung wurde dazu ein Beispiel gewählt, das für den Wandel von Nahrungsproduktion und Esskultur beispielhaft ist: das Huhn. Das Huhn ist weltweit der wichtigste Fleischlieferant und kaum mit religiösen Nahrungstabus behaftet. Es spiegelt zudem den globalen Trend zu weniger fetthaltigem Fleisch wider. Auf der anderen Seite entzünden sich an den Geflügelzuchtanlagen in Deutschland aber auch heftige Debatten um die Bedenklichkeit der großindustriellen Tierproduktion. Im Rahmen des Symposiums stehen hier die ethischen Komponenten der Nahrungsaufnahme im Fokus. Ziel der Veranstaltung ist es, neue Forschungsperspektiven zu eröffnen sowie Handlungs- und Diskussionsrichtlinien für alle beteiligten Akteure zu erarbeiten.

Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen. Um eine formlose Anmeldung per E-Mail (an Sebastian.Gietl@ur.de; Stichwort „MEDIEN/SYMPOSIUM) bis zum 7. Oktober 2012 wird gebeten.

Weiterführende Informationen zur Tagung unter:
http://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/vergleichende-kulturwissenschaft/medien/iakesymposium.pdf

Ansprechpartner für Medienvertreter:
Prof. Dr. Gunther Hirschfelder
Universität Regensburg
Vergleichende Kulturwissenschaft,
Tel.: 0941 943-3631/3722
Gunther.Hirschfelder@ur.de

Alexander Schlaak | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-regensburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften