Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

COER13 – 5. Kurseinheit: Vom Umgang der Bildungsinstitutionen mit offenen Bildungsressourcen

07.06.2013
Wie positionieren sich Hochschulen und Schulen im deutschsprachigen Raum zu offener Bildung?

Dazu startet am 10. Juni 2013 der fünfte und letzte Themenblock des COER13, den das Portal e-teaching.org des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen gemeinsam mit fünf weiteren Kooperationspartnern durchführt. Im Online-Event „OER an Schulen und Hochschulen“ am 12. Juni kommen Experten aus unterschiedlichen Bereichen zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen.

Weltweit existiert bereits eine beachtliche Menge an frei zugänglichen Bildungsmaterialien, die Lehrende im Internet als freie Bildungsressourcen, sogenannte Open Educational Resources (OER) veröffentlichen, um so Bildung und Wissen uneingeschränkt verfügbar zu machen. In der Kapstädter Erklärung zu "Open Education" aus dem Jahr 2008, einer Petition, die eine Vereinigung von Lehrenden, Studierenden, Stiftungen und Internetpionieren in Gang gebracht hat, werden Regierungen, Verwaltungen, Schulen und Universitäten aufgefordert, mit staatlichen Geldern geförderte Unterrichtsmaterialien frei verfügbar zu machen. Doch wie weit sind diese Forderungen in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland gediehen? Existieren auf politischer Ebene Richtlinien oder Strategien zum Umgang mit offener Bildung?

Derzeit gibt es einige Austauschportale für Lehrmaterialien für Schulen. Auch mehrere Hochschulen gewähren freien Zugriff auf verschiedene Lehr-/Lernmaterialien. Für die Bereitstellung nutzen die Hochschulen zum Teil eigene Datenbanken oder greifen auf online verfügbare Plattformen von Drittanbietern wie iTunes oder YouTube zurück. Tatsächlich sind es bislang aber nur wenige Einrichtungen, die sich in Bezug auf dieses Thema engagieren oder gar ein Strategiepapier für den Umgang mit OER vorweisen können. Natürlich können einzelne Lehrende individuell OER erstellen und nutzen. Aber die Unterstützung der jeweiligen Institutionen ist doch wünschenswert.

Die nächste Kurseinheit des Online Course zu OER (kurz COER13) thematisiert den Umgang der Bildungsinstitutionen mit OER. Wo können Schulen und Hochschulen eigene OER publizieren? Welche Vorteile bringt eine eigene OER-Plattform? Was spricht dafür bekannte Plattformen von Drittanbietern zu nutzen? Wie können Lehrende dazu motiviert werden, ihre Lehrmaterialien als OER zu publizieren? Existieren kulturelle, politische oder rechtliche Hürden und wenn ja, welche? Und: Was kann an Schulen und Hochschulen getan werden, um eine Kultur des Teilens zu fördern? Zu Gast im Online-Event am 12. Juni um 16 Uhr sind Dipl.-Päd. Christian Hoppe (TU Darmstadt), Ricarda Reimer (FH Nordwestschweiz) und Jöran Muuß-Merholz (Agentur Jöran und Konsorten) um von ihren Erfahrungen in diesem Themenfeld zu berichten. Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Die Aufzeichnung kann nach der Veranstaltung auf dem Portal abgerufen werden. Der Login für das Event lautet: http://www.coer13.de/unit5.html.

Der COER13
Der COER13 ist ein offener Online-Kurs zum Thema Open Educational Resources, an dem alle Interessierten teilnehmen können. Er findet vom 8. April bis 28. Juni 2013 statt. Die Organisatoren sind Simone Haug, Markus Schmidt, Dr. Anne Thillosen (e-teaching.org / Leibniz-Institut für Wissensmedien), Dr. habil. Martin Ebner (TU Graz / L3T), Dr. Sandra Schön (BIMS e.V. / L3T / Salzburg Research), Dr. Andreas Link (Learning Agency Network, OER-Services), Dr. Johannes Moskaliuk (Univ. Tübingen) und Prof. Dr. Patricia Arnold (HS München). Mehr Informationen zum Kurs bietet die Webseite COER13.de

e-teaching.org
www.e-teaching.org ist ein Informationsportal zum Einsatz digitaler Medien in der Hochschullehre. Es bietet Lehrenden und E-Learning-Interessierten niedrigschwellige und anwendungsorientierte Informationen zu didaktischen, technischen und organisatorischen Aspekten von E-Teaching. Träger von e-teaching.org ist die Stiftung Medien in der Bildung – Leibniz-Institut für Wissensmedien. Seit 2003 wurde bzw. wird e-teaching.org u.a. durch folgende Institutionen gefördert bzw. unterstützt: die Bertelsmann Stiftung und die Heinz Nixdorf Stiftung, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung Nordrhein-Westfalen, die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) und das saarländische Center for e-Learning Technology. Sie finden das Portal unter http://www.e-teaching.org.

Kontakt & weitere Information e-teaching.org
Dr. Anne Thillosen, Projektleiterin,
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen,
Tel.: 07071/ 979-103, Fax: 07071/ 979-100, E-Mail: a.thillosen @iwm-kmrc.de

Kontakt & weitere Information Leibniz-Institut für Wissensmedien:
Steffi Neubert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Leibniz-Institut für Wissensmedien, Schleichstraße 6, 72076 Tübingen,
Tel.: 07071/ 979-261, Fax: 07071/ 979-100, E-Mail: s.neubert@iwm-kmrc.de

Das Leibniz-Institut für Wissensmedien
Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen erforscht das Lehren und Lernen mit digitalen Technologien. Rund 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kognitions-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften arbeiten multidisziplinär an Forschungsfragen zum individuellen und kooperativen Wissenserwerb in medialen Umgebungen. Seit 2009 unterhält das IWM gemeinsam mit der Universität Tübingen Deutschlands ersten WissenschaftsCampus zum Thema „Bildung in Informationsumwelten“. Besuchen Sie uns im Internet unter http://www.iwm-kmrc.de.

Die Leibniz-Gemeinschaft
Das IWM ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 86 selbständige Forschungseinrichtungen der Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften verbindet. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 16.500 Personen, darunter 7.700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,4 Milliarden Euro. Weitere Informationen unter: http://www.leibniz-gemeinschaft.de.

Stefanie Neubert | idw
Weitere Informationen:
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg
24.04.2017 | Hochschule Mannheim - University of Applied Sciences

nachricht Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis
21.04.2017 | Gesellschaft für Informatik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI mit neuesten VR-Technologien auf der NAB in Las Vegas

24.04.2017 | Messenachrichten

Leichtbau serientauglich machen

24.04.2017 | Maschinenbau

Daten vom Kühlgerät in die Cloud

24.04.2017 | HANNOVER MESSE