Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie chemische Analysen weiche Kunststoffe und leckende Dichtungen vermeiden helfen

09.10.2012
Armaturen im Auto sollten auch bei starker Sonneneinstrahlung stabil bleiben.

Auch die Dichtungen in Motorblöcken müssen sehr hohe Temperaturen aushalten. Um vorherzusagen, ob Materialien auch unter extremen Bedingungen ihre Eigenschaften nicht verändern, nutzen Chemiker die thermische Analyse. Dabei werden die Proben erhitzt und die Veränderungen in den Materialien während der Erwärmung untersucht. Daraus lassen sich die chemische Zusammensetzung und die thermische Beständigkeit der Werkstoffe herleiten.

Wie man solche Analysen noch verfeinern kann, diskutieren Wissenschaftler aus ganz Deutschland und der Schweiz vom 10. bis 12. Oktober an der Universität des Saarlandes.

In der Industrie gibt es viele Materialien, die hohe Temperaturschwankungen aushalten müssen. Elektronik-Bauteile wie Kabel und Steckverbindungen dürfen auch bei großer Hitze keine Substanzen ausgasen. „Problematisch sind vor allem Werkstoffe, die sich aus verschiedenen Materialien zusammensetzen und dadurch bei Wärme unterschiedlich verhalten.

Dazu zählen etwa metallische Verbindungen, die über Kunststoffdichtungen miteinander verbunden sind“, sagt Guido Kickelbick, Professor für Anorganische Festkörperchemie der Saar-Uni und einer der Organisatoren der Tagung. Er beschäftigt sich mit Hybridmaterialien und Nanokompositen, also Werkstoffen, die in Nanodimensionen unterschiedliche Strukturen aufweisen. Andere Forscher der Tagung untersuchen die inneren Strukturen von Biomaterialien.

„Eine thermische Analyse kann zum Beispiel dabei helfen, eine Pfauenfeder besser zu verstehen. Diese ist sehr lang, aber ungeheuer stabil. Dies hängt mit der teilweise kristallinen Struktur der Moleküle im Schaft der Feder zusammen. Wenn man die Wärmeaufnahme dieser Biomaterialien misst, kann man Rückschlüsse auf ihre innere Struktur ziehen“, erläutert Kickelbick.

Bei der Saarbrücker Tagung werden neben Experten aus der Wissenschaft auch Unternehmen neue Entwicklungen auf dem Gebiet der instrumentellen thermischen Analytik vorstellen. Damit bietet sie auch Neueinsteigern einen grundlegenden Einblick in diese Technologie. Die nationalen Gesellschaften für Thermische Analyse und Kalorimetrie in Deutschland und der Schweiz haben für diese bilaterale Konferenz ihre Jahrestagungen zusammengelegt. Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich.

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Guido Kickelbick
Anorganische Festkörperchemie
Tel: 0681/302.70651
E-mail: kickelbick@mx.uni-saarland.de

Friederike Meyer zu Tittingdorf | Universität des Saarlandes
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wie Menschen wachsen
27.03.2017 | Universität Trier

nachricht Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme
27.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE