Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chemie lebendig vermitteln - Fachgruppe Chemieunterricht tagt in Hannover

17.08.2016

„Chemie zwischen Erlebnis und Wissenschaft“ ist das Motto der 33. Fortbildungs- und Vortragstagung der Fachgruppe Chemieunterricht der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Vom 15. bis 17. September treffen in Hannover Chemielehrkräfte und Chemiedidaktiker mit Chemikern und Chemikerinnen aus der Industrie und dem Öffentlichen Dienst zusammen, um sich rund um den Chemieunterricht fachlich auszutauschen. Anlässlich der Tagung verleiht die Fachgruppe zwei Preise für exzellente Lehre.

Die Tagung, die als Fortbildungsmaßnahme für Chemielehrkräfte genehmigt ist, zeichnet sich durch ein umfangreiches Programm aus, das auch eine Vielzahl an praktisch-didaktischen Angeboten enthält. So erwarten die Besucher neben wissenschaftlichen Fachvorträgen auch Diskussions- und Experimentalvorträge sowie Workshops, in denen neue Methoden für einen modernen Chemieunterricht vermittelt werden.

Außerdem werden dieses Jahr erstmalig junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im Rahmen eines Nachwuchsforums die Gelegenheit erhalten, ihre Forschung in Kurzvorträgen zu präsentieren.

Die Bandbreite der wissenschaftlichen Vorträge ist groß. So reichen die drei hochaktuellen Plenarvorträge von „Regenerativer Medizin“ und dem „Lernen an (Forscher-)Biographien“ bis hin zu dem Thema „Rohstoffe für Zukunftstechnologien – eine Herausforderung auch an die Chemie“.

Die Diskussionsvorträge decken ebenfalls ein breites Spektrum an chemischen und chemie-didaktischen Themen ab. Unter anderem geht es darum, welchen Beitrag die Lebensmittelchemie für den Schulunterricht leisten kann und wie digitales Lernen in der Chemie sowie der Einsatz neuer Medien in der Lehrerausbildung gestaltet werden können. Außerdem wird darüber diskutiert, wie sich einfache Chemieversuche zu aktuellen Forschungsthemen ohne Gefahrstoffe realisieren lassen.

Bei den Experimentalvorträgen erwarten die Besucher beispielsweise Versuche aus den Themenbereichen Kunststoffe, Chemie und Energie, Nano sowie Lebensmittelchemie. Zwei Vorträge zeigen darüber hinaus, welche, teils unerwarteten, Materialien sich für den Experimentalunterricht verwenden lassen.

Besonderes Interesse gilt auch dieses Jahr wieder den neun Workshops, die gemeinsam mit den Experten der GDCh-Lehrerfortbildungszentren und weiteren Fachleuten durchgeführt werden. Von einfachen Experimenten für den Chemieanfangsunterricht bis hin zur Wasserstoffperoxidzersetzung – hier können die Besucher ausprobieren, was sich für ihren Unterricht eignet.

Preisträger der Fachgruppe

Die GDCh-Fachgruppe Chemieunterricht verleiht anlässlich der Tagung zwei Preise. Den mit 4.000 Euro dotierten und von der Firma Degussa (heute Evonik) gestifteten Heinrich- Roessler-Preis erhält Waltraud Habelitz-Tkotz, Emil-von-Behring-Gymnasium, Spardorf, für ihr großes Engagement für einen ansprechenden, innovativen und zeitgemäßen Chemieunterricht.

Neben ihrem Unterricht, mit dem sie junge Menschen für das Fach Chemie begeistert, gestaltet sie in Lehrplankommissionen zukunftsorientierte Inhalte und bringt ihre didaktische Erfahrung und ihr Fachwissen in Arbeitskreisen und fachorientierten Ausschüssen ein. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der Zusammenarbeit zwischen Schule, Akademien und Hochschule bei fachdidaktischen Projekten. Darüber hinaus ist Habelitz-Tkotz Mitglied in der GDCh-Kommission für Lehrerfortbildung.

Dr. Bernd-H. Brand wird mit dem von der Firma Merck gestifteten und mit 3.000 Euro dotierten Friedrich-Stromeyer-Preis für seine besonderen Leistungen zur Förderung des Chemieunterrichts an Schulen ausgezeichnet. Er entwickelte und optimierte eine Fülle chemischer Schulversuche, die er nicht nur in seinem eigenen Unterricht, sondern auch in Fortbildungsveranstaltungen und fachdidaktischen Veröffentlichungen präsentierte.

Das sogenannte „Brand-Skript“ mit Anleitungen zum Einsatz medizintechnischer Geräte in Schulversuchen steht heute als Standard-Handbuch in vielen Chemie-Sammlungen. Darüber hinaus entwickelte Brand mit „CHEmac-win“ eine Gefahrstoffdatenbank für den Schulbereich.

Weitere Informationen unter https://www.gdch.de/fgcu2016.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 28 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Chemieunterricht mit rund 1.900 Mitgliedern. Chemielehrer, Hochschullehrer sowie Chemiker aus der Industrie und dem öffentlichen Dienst haben sich in der Fachgruppe Chemieunterricht zu einem kompetenten Forum für alle Fragen zusammengeschlossen, die das Fach Chemie in Unterricht, Lehre, Ausbildung und Weiterbildung betreffen.

Weitere Informationen:

https://www.gdch.de/fgcu2016
https://www.gdch.de

Dr. Renate Hoer | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017
28.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Immunologie

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie