Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Chaos, Unsicherheit und Risiko

03.02.2012
Euro-Rettungsschirm, Demokratieverdrossenheit, Klimawandel: Wir leben in Zeiten der Krisen und Umbrüche. Sind sie Herausforderung, Chance oder Gefahr?

Dieser Frage widmen sich die Karlsruher Gespräche mit dem Titel „Alles in (Un-) Ordnung? Neue Unübersichtlichkeiten in einer globalisierten Welt“. Vom 10. bis 12. Februar 2012 präsentiert das ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am KIT hierzu Vorträge, Diskussionen und Kulturveranstaltungen. Interessierte sind zu den meist kostenlosen Programmpunkten eingeladen.

Tägliche Nachrichten überschütten Konsumenten mit wirtschaftlichen, politischen und sozialen Krisen aus aller Welt: Hier fordern die einen mehr Demokratie, dort zocken die anderen ganze Staaten an den Abgrund, hier kämpfen die einen gegen den Klimawandel, dort predigen die anderen Wachstum um jeden Preis. Und auch im Alltag begegnen viele einer unüberschaubaren Komplexität – sei es beim Geldanlegen, Familieplanen oder beim bürgerlichen Engagement. Es scheint, als wäre eine bisherige Planbarkeit durch das Risiko ersetzt worden. „Wir fragen, woher wir Orientierung beziehen, wenn alles ‚sicher unsicher‘ wird“, sagt Professorin Caroline Y. Robertson-von Trotha, Direktorin des ZAK. „Welchen Stellenwert haben Werte wie Sicherheit, Freiheit oder Mitbestimmung, wenn gleichzeitig die Zukunftsängste und Verunsicherungen wachsen? Und wie sieht es mit der institutionellen Verantwortung der Bildungsinstitutionen und Universitäten aus?“

Die 16. Karlsruher Gespräche behandeln Unübersichtlichkeiten und betrachten ihre Auswirkungen auf Individuen und Gesellschaften. Im Mittelpunkt der international besetzten und deutschlandweit einmaligen Veranstaltung steht die Frage, ob Umbrüche notwendige Begleiter gesellschaftlichen Wandels sind oder ob sie etablierte Errungenschaften wie Demokratie bedrohen. Darüber hinaus sind Wachstumsgrenzen, Zukunftsängste, Risikowahrnehmungen und neue Wirtschaftsordnungen Themen der Tagung, welche die Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg eG und die Stadt Karlsruhe unterstützen.

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen. Anmeldung per E-Mail an anna.kwiatkowski@kit.edu oder telefonisch unter 0721 608-48027.

Aus dem Programm der 16. Karlsruher Gespräche:

Professor Wolfgang Franz, einer der fünf Wirtschaftsweisen und Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW), und Professor Margrit Kennedy, Verfechterin einer „komplementären“ Währung und Gründerin von MonNetA, widmen sich der Frage „Brauchen wir eine neue Wirtschaftsordnung?“ am Auftaktabend der Karlsruher Gespräche am Freitag, 10. Februar 2012, um 19.30 Uhr im Karlsruher SpardaEvent-Center, Baumeisterstraße 21.

Das Symposium am Samstag, 11. Februar, ab 9.30 Uhr in der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, Lammstraße 13-17, eröffnet der Soziologe und Philosoph Professor Zygmunt Bauman mit einem Vortrag zum Leben in der Ungewissheit. Mit dem Thema Risiko und Risikowahrnehmung beschäftigen sich Professor Britt-Marie Drottz-Sjöberg und David Ropeik. Den aktuellen Ereignissen in der arabischen Welt widmen sich der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, Shimon Stein, und der türkische Journalist Fehim Tastekin. Sie fragen: Kann es eine neue Freiheitsordnung im Nahen Osten geben? Der Schriftsteller Ilija Trojanow befasst sich mit dem Wachstum und dessen Grenzen. Darüber hinaus stehen die Herausforderung der Demokratie ebenso auf der Tagesordnung wie die Frage nach dem Gleichgewicht einer nuklearen Weltordnung, zu der sich Dr. Olli Heinonen, ehemaliger stellvertretender Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) äußert.

Am Sonntag, 12. Februar, behandelt eine internationale besetzte Diskussionsrunde die Jugendproteste in Europa. Die Matinee beginnt um 11 Uhr im SpardaEvent-Center.

Kulturelle Veranstaltungen begleiten das Programm: Dazu gehört die Filmnacht mit zahlreichen Kurz- und Dokumentarfilmen sowie der Satire „Die Yes Men regeln die Welt“, die in Kooperation mit ARTE und dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe am Samstag, 11. Februar, um 20 Uhr im ZKM_Medientheater stattfindet. Am Sonntag, 12. Februar, liest Ilja Trojanow um 14.15 Uhr im MITTLEREN FOYER des Badischen Staatstheaters Karlsruhe aus seinem aktuellen Roman „EisTau“. Am Abend um 20 Uhr zeigt das Staatstheater Karlsruhe im STUDIO die Performance „Quizoola!“.

Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist erwünscht: per Telefon unter 0721 608-44384 oder im Internet unter www.zak.kit.edu.

Weitere Informationen und vollständiges Programm unter: www.zak.kit.edu

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Weiterer Kontakt:

Anna Kwiatkowski
ZAK | Zentrum für Angewandte
Kulturwissenschaft und Studium
Generale
Rüppurrer Straße 1a, Haus B
76137 Karlsruhe
Tel.: +49 721 608 48027
Fax: +49 721 608 44811
anna.kwiatkowski@kit.edu

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationale Konferenz zur Digitalisierung
19.04.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht 124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus
19.04.2018 | Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics