Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CarenapD - geprüft und für gut befunden

29.05.2009
Fachtagung am 30. September zu den Erfahrungen mit dem Instrument zur Bedarfseinschätzung bei Familien, die einen Demenzkranken pflegen

Am 30. September 2009 berichten Pflegewissenschaftler der Universität Witten/Herdecke über die ersten Erfahrungen mit CarenapD (care needs assessment pack for dementia).

Das Verfahren aus Schottland ermöglicht, den Hilfebedarf für die Demenzkranken und auch ihre Familien genau zu bestimmen: Welche Bedarfe in der Familie bestehen und wie die Unterstützung für die Familie strukturiert werden kann.

Ebenso wird die individuelle Belastung der pflegenden Angehörigen sichtbar, die dann gezielt unterstützt werden können. Die Projektergebnisse zeigen auch, dass der Einsatz von CarenapD nicht isoliert durch einzelne Mitarbeiter erfolgen darf, weil dadurch die Gefahr subjektiver Entscheidungen zu groß ist. Die Anwendung muss durch eine fachliche Begleitung und Fallbesprechungen begleitet sein.

Ebenso muss ein demenzspezifisches Angebotsspektrum vorhanden sein, um die erfassten Bedarfe erfüllen zu können. Hier bietet sich CarenapD andererseits auch als regionales Steuerungsinstrument für die Angebotsstruktur bei Demenz an. CarenapD ist für die multiprofessionelle Anwendung entwickelt worden und eignet sich deshalb besonders für den Einsatz in der ambulanten, gemeindenahen Versorgung bei Demenz.

Dies sind die ersten Ergebnisse des zwei Jahre dauernden Tests von CarenapD im Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke. Gefördert wurde dieses Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung. Zum Hintergrund: Etwa zwei Drittel der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wird in der häuslichen Umgebung versorgt - und der Anteil pflegebedürftiger Menschen mit Demenz steigt stetig an. Die Familien belastet das bis an die Grenze, sie brauchen dringend Unterstützung - für Pflegende wie für zu Pflegende. Mit CarenapD kann man den Bedarf ermitteln und anschließend einen Hilfeplan erstellen, der sowohl die Person mit Demenz als auch der pflegende Angehörige in den Blick nimmt.

Die Teilnahme an der CarenapD Abschlusstagung ist kostenlos. Die Tagung richtet sich insbesondere an Praktiker und Wissenschaftler aus der Versorgung bei Demenz sowie an politische Entscheidungsträger. Das Anmeldeverfahren und das detaillierte Programm können auf der Homepage http://www.uni-wh.de/die-uwh/veranstaltungen/abschlusstagung

eingesehen werden.

Bei Anfragen und Informationsbedarf wenden Sie sich bitte per E-mail an Frau Froß unter carenapd@uni-wh.de oder telefonisch unter 02302/926 306.

Kay Gropp | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de
http://www.uni-wh.de/die-uwh/veranstaltungen/abschlusstagung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Gemeinsam innovativ werden
23.01.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling
23.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Optisches Nanoskop ermöglicht Abbildung von Quantenpunkten

Physiker haben eine lichtmikroskopische Technik entwickelt, mit der sich Atome auf der Nanoskala abbilden lassen. Das neue Verfahren ermöglicht insbesondere, Quantenpunkte in einem Halbleiter-Chip bildlich darzustellen. Dies berichten die Wissenschaftler des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel zusammen mit Kollegen der Universität Bochum in «Nature Photonics».

Mikroskope machen Strukturen sichtbar, die dem menschlichen Auge sonst verborgen blieben. Einzelne Moleküle und Atome, die nur Bruchteile eines Nanometers...

Im Focus: Optical Nanoscope Allows Imaging of Quantum Dots

Physicists have developed a technique based on optical microscopy that can be used to create images of atoms on the nanoscale. In particular, the new method allows the imaging of quantum dots in a semiconductor chip. Together with colleagues from the University of Bochum, scientists from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute reported the findings in the journal Nature Photonics.

Microscopes allow us to see structures that are otherwise invisible to the human eye. However, conventional optical microscopes cannot be used to image...

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

23.01.2018 | Veranstaltungen

Gemeinsam innovativ werden

23.01.2018 | Veranstaltungen

Leichtbau zu Ende gedacht – Herausforderung Recycling

23.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Lebensrettende Mikrobläschen

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten

23.01.2018 | Maschinenbau

CHP1-Mutation verursacht zerebelläre Ataxie

23.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics