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Bundesfamilienministerin startet in Berlin den "Dialog Internet"

04.11.2010
Kristina Schröder: "Ohne Einbindung der Online-Community kann es keine wirksame Jugendnetzpolitik geben"
Die Zukunft unserer Gesellschaft ist eng verwoben mit der Zukunft des Internets.
Die Generation Internet wird künftig in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung tragen. Was bedeutet das für eine wirksame Jugendnetzpolitik?

Antworten darauf soll der "Dialog Internet - Aufwachsen mit dem Netz" finden, den die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, heute (Donnerstag) in Berlin gestartet hat. Den Auftakt bildet eine Konferenz mit rund 50 Vertreterinnen und Vertretern von Kinder- und Jugendschutzeinrichtungen, Medienpädagogen und -wissenschaftlern sowie Repräsentanten der Internetwirtschaft und Persönlichkeiten der Netzgemeinde.

"Im Internet folgen Kommunikation und Meinungsbildung anderen Regeln als wir das in Politik und Gesellschaft bisher gewohnt waren", sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Ich halte deshalb die Einbindung der Online-Community für die wichtigste Grundlage einer wirksamen Kinder- und Jugendnetzpolitik. Nur gemeinsam werden wir allen Kindern faire Chancen beim Zugang zum und im Umgang mit dem Internet ermöglichen", so Kristina Schröder.

Ziel des "Dialog Internet" ist es, innovative Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, wie Kinder und Jugendliche die Chancen des Internets nutzen und dabei gegen die Risiken geschützt werden können. Um den Diskurs offen und transparent zu gestalten, ist neben den Gesprächen mit Expertinnen und Experten eine Online-Dialogplattform zentraler Bestandteil des "Dialogs Internet". Unter www.dialoginternet.de können sich alle Netznutzer jederzeit mit eigenen Ideen beteiligen. Vor allem Jugendliche sollen stärker als bisher in die Kommunikation mit der Politik einbezogen werden. Deswegen wird es auch moderierte Diskussionen in den populärsten sozialen Netzwerken geben.

Das Internet ist für Kinder und Jugendliche Massenmedium Nummer Eins. Nach der aktuellen Shell-Jugendstudie haben 96 Prozent der Kinder und Jugendlichen einen Internetzugang, durchschnittlich sind sie 13 Stunden pro Woche online - das ist fast doppelt so lang wie 2002. Meist wird das Internet als soziales Netzwerk genutzt. "Ich setze auf Kompetenz statt Kontrolle", erklärt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. "Denn ich bin überzeugt: Kinder und Jugendliche sind dann am besten geschützt, wenn wir ihnen helfen, sich selbst zu schützen."

| BMFSFJ News
Weitere Informationen:
http://www.bmfsfj.de
http://www.dialoginternet.de

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