Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BTU-Forschungskooperation zur Nutzbarmachung von Industrierobotern in der spanenden Bearbeitung

19.09.2012
Konsortium des EU-Forschungsprojektes COMET trifft sich an der BTU Cottbus

Am 27. und 28. September 2012 treffen sich die insgesamt 14 Partner des EU-Forschungsprojektes COMET zu ihrem 7. General Assembly Meeting an der BTU Cottbus.

An dem Projekt arbeiten Wissenschaftler aus Deutschland, Schweden, Griechenland und Italien sowie Industriepartner aus Frankreich, Tschechien, Belgien und Großbritannien zusammen.

Ziel des COMET Projektes ist die Nutzbarmachung von Industrierobotern für die spanende Bearbeitung, insbesondere zum Fräsen. Industrieroboter bieten durch ihren großen Arbeitsraum, ihre hohe Flexibilität und ihre – im Vergleich zu Werkzeugmaschinen – geringen Investitionskosten eine gute Basis für Fräsanwendungen.

Allerdings werden sie aufgrund ihrer unzureichenden Genauigkeit und Steifigkeit sowie wegen des Mangels an geeigneten Programmieranwendungen in der Industrie nur in Spezialanwendungen, meist für weiche Werkstoffe wie Holz oder Kunststoff eingesetzt. Mit dem im Projekt entwickelten modularen Ansatz sollen nun auch Werkstoffe wie Aluminium, Stahl oder Nickellegierungen mittels Industrierobotern passgenau bearbeitet und wirtschaftlich zur Anwendung gebracht werden.

Das Projekt zeichnet sich durch eine hohe Anzahl von insgesamt acht Forschungs- und Demonstrationsroboterzellen aus, in denen die entwickelten Methoden zur Fertigung realer Bauteile aus dem Werkzeugbau sowie der Luftfahrt- und Automobilindustrie getestet werden.

Von Seiten der BTU Cottbus werden die Projektaufgaben vom Lehrstuhl Automatisierungstechnik unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Berger bearbeitet. Das Projektteam der BTU ist für die technische Koordination des Gesamtprojekts sowie für das Arbeitspaket Robotermodellierung verantwortlich. Zur Identifikation der für die Modellierung benötigten Parameter, wie beispielsweise Getriebespiel, Steifigkeiten und Reibungseinflüsse, wurden Messmethoden entwickelt, die mit einem, auch für einen Industrieanwender vertretbaren Aufwand, durchgeführt werden können. In den Laboren des Lehrstuhls wurde zur Entwicklung und zum Test dieser Methoden eine Roboterfräszelle aufgebaut. Außerdem werden hier Demobauteile für den Werkzeugbau, u.a. aus gehärtetem Stahl, dem anspruchsvollsten der im Projekt verwendeten Materialien, gefertigt.
Das Projekt “COMET: Plug-and-produce COmponents and METhods for adaptive control of industrial robots enabling cost effective, high precision manufacturing in factories of the future” wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprograms als Teil des „European Economic Recovery Pan“ (EERP) in der Gruppe „Factories of the Future“ kofinanziert. Die Förderung beträgt insgesamt 5,3 Mio. Euro und die Projektlaufzeit drei Jahre, von September 2010 bis Februar 2013. Die Projektkoordination liegt bei dem Softwareanbieter Delcam plc.

Weitere Informationen
Dipl.-Ing. Christian Lehmann, BTU Cottbus, Lehrstuhl Automatisierungstechnik, Tel: (0355) 69-2426, E-Mail: lehmann.christian@tu-cottbus.de,
http://www.comet-project.eu oder unter
http://www.youtube.com/user/COMETproject

Iris Mrosk | idw
Weitere Informationen:
http://www.comet-project.eu
http://www.youtube.com/user/COMETproject

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Gravitationswellen im Einsteinjahr
28.08.2015 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Strömungen in industriellen Anlagen sichtbar gemacht
28.08.2015 | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: OU astrophysicist and collaborators find supermassive black holes in quasar nearest Earth

A University of Oklahoma astrophysicist and his Chinese collaborator have found two supermassive black holes in Markarian 231, the nearest quasar to Earth, using observations from NASA's Hubble Space Telescope.

The discovery of two supermassive black holes--one larger one and a second, smaller one--are evidence of a binary black hole and suggests that supermassive...

Im Focus: Optische Schalter - Lernen mit Licht

Einem deutsch-französischen Team ist es gelungen, einen lichtempfindlichen Schalter für Nervenzellen zu entwickeln. Dies ermöglicht neue Einblicke in die Funktionsweise von Gedächtnis und Lernen, aber auch in die Entstehung von Krankheiten.

Lernen ist nur möglich, weil die Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen im Gehirn fortwährend umgebaut werden: Je häufiger bestimmte Reizübertragungswege...

Im Focus: What would a tsunami in the Mediterranean look like?

A team of European researchers have developed a model to simulate the impact of tsunamis generated by earthquakes and applied it to the Eastern Mediterranean. The results show how tsunami waves could hit and inundate coastal areas in southern Italy and Greece. The study is published today (27 August) in Ocean Science, an open access journal of the European Geosciences Union (EGU).

Though not as frequent as in the Pacific and Indian oceans, tsunamis also occur in the Mediterranean, mainly due to earthquakes generated when the African...

Im Focus: Membranprotein in Bern erstmals entschlüsselt

Dreidimensionale (3D) Atommodelle von Proteinen sind wichtig, um deren Funktion zu verstehen. Dies ermöglicht unter anderem die Entwicklung neuer Therapieansätze für Krankheiten. Berner Strukturbiologen ist es nun gelungen, die Struktur eines wichtigen Membranproteins zu entschlüsseln – dies gelingt relativ selten und ist eine Premiere in Bern.

Membranproteine befinden sich in den Wänden der Zellen, den Zellmembranen, und nehmen im menschlichen Körper lebenswichtige Funktionen wahr. Zu ihnen gehören...

Im Focus: Quantenbeugung an einem Hauch von Nichts

Die Quantenphysik besagt, dass sich auch massive Objekte wie Wellen verhalten und scheinbar an vielen Orten zugleich sein können. Dieses Phänomen kann nachgewiesen werden, indem man diese Materiewellen an einem Gitter beugt. Eine europäische Kollaboration hat nun erstmals die Delokalisation von massiven Molekülen an einem Gitter nachgewiesen, das nur noch eine einzige Atomlage dick ist. Dieses Experiment lotete die technischen Grenzen der Materiewellentechnologie aus und knüpft dabei an ein Gedankenexperiment von Bohr und Einstein an. Die Ergebnisse werden aktuell im Journal "Nature Nanotechnology" veröffentlicht.

Die quantenmechanische Wellennatur der Materie ist die Grundlage für viele moderne Technologien, wie z. B. die höchstauflösende Elektronenmikroskopie, die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gravitationswellen im Einsteinjahr

28.08.2015 | Veranstaltungen

Strömungen in industriellen Anlagen sichtbar gemacht

28.08.2015 | Veranstaltungen

Konzepte gegen Fachkräftemangel: Demografiekonferenz in Halle

27.08.2015 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Siemens an der Sicherheit: Lösungen für jede Anforderung

28.08.2015 | Messenachrichten

Biofabrikation von künstlichen Blutgefäßen mit Laserlicht

28.08.2015 | Biowissenschaften Chemie

Forscher entwickeln Methode zur Manipulation von Molekülen

28.08.2015 | Physik Astronomie