Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BTU Cottbus–Senftenberg beim Innovationstag Mittelstand des BMWi in Berlin

21.05.2014

Die BTU Cottbus–Senftenberg gestaltet am Donnerstag, 22. Mai 2014, den 21. Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf dem Freigelände der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow mit.

Rund 300 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland stellen ihre Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung vor, die mit Unterstützung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM), der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) oder des Programms Innovationskompetenz Ost (INNO-KOM-Ost) entstanden sind.

Die BTU Cottbus–Senftenberg zählt aufgrund einer Vielzahl anspruchsvoller Kooperationsprojekte im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand zu den bundesweit führenden Hochschulen. Sie präsentiert in diesem Jahr Projekte von Prof. Dr. Ralf Winkelmann aus dem Bereich Fertigungstechnik/Tribologie. Gemeinsam mit einem Unternehmen aus der Schweißtechnikbranche wurde in einem zweijährigen Zusammenwirken eine Technologie zum thermischen Fügen von Bauteilen mit hoher Geschwindigkeit erarbeitet.

Die Fügegeschwindigkeit konnte gegenüber der beim Schweißen mit konventionellen Lichtbogenprozessen erreichbaren Geschwindigkeit verdreifacht werden. Nachgewiesen wurde dies am Beispiel von Aluminium-Aluminium-Verbindungen. Auch Mischverbindungen Aluminium-Stahl, welche im Zusammenhang mit Leichtbaubestrebungen eine große Bedeutung annehmen, konnten prozesssicher hergestellt werden. Hierfür war es erforderlich, die Lichtbogenstruktur zu verändern. Zur Anwendung kam ein neuer Zusatzwerkstoff. Neben der hohen Fügegeschwindigkeit galt es, ästhetisch schöne Nähte zu produzieren.

In enger Zusammenarbeit zwischen den Vertretern des Praxispartners und der Fertigungstechnik/Tribologie der BTU Cottbus-Senftenberg wurde ein neuer Schweißbrenner entwickelt, gefertigt und erfolgreich erprobt. Das erarbeitete Prozessverständnis war eine wesentliche Voraussetzung dafür, die für eine praktische Überführung der Projektergebnisse notwendigen gerätetechnischen Voraussetzungen zu schaffen. Der Praxispartner ist nunmehr in der Lage, die entwickelte Technologie zu vermarkten. Das durchgeführte Projekt wurde durch Mittel des BMWi gefördert und von Vertretern der AiF begleitet.

Die Technologietransferstelle der BTU Cottbus-Senftenberg ist mit zwei Projekten auf dem Innovationstag Mittelstand vertreten, die in engem inhaltlichen Zusammenhang stehen, so mit dem Projekt „Verbund Dezentrale Netzungebundene Trinkwasserversorgung –VDNT““. Dieser ist ein Netzwerk, das durch das BMWi im Rahmen des Förderprogramms ZIM-NEMO gefördert wird. Im Netzwerk arbeiten zehn überwiegend kleine und mittlere Unternehmen, drei assoziierte Partner sowie zwei wissenschaftliche Einrichtungen, darunter die BTU Cottbus–Senftenberg, in einem in-novativen Verbund partnerschaftlich zusammen.

Ausgehend von den einzelnen Kompetenzen der Netzwerkpartner werden Einzelkomponenten für die dezentrale netzungebundene Trinkwasserversorgung entwickelt. Diese neuartigen Transport- und Versorgungssysteme ermöglichen die Versorgung der Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser in Havarie- und Katastrophenfällen, bei reparaturbedingten Netzausfällen, auf Baustellen und bei Großveranstaltungen sowie zur Versorgung in anderen netzfernen Bereichen.

Zwei Partner aus dem Netzwerk, die Firma elmak Elektroanlagenbau Heizung und Sanitär GmbH aus Peitz und der Lehrstuhl Konstruktion und Fertigung von Prof. Dr. Bernd Viehweger, entwickeln in einem weiteren Projekt gemeinsam einen Wasserwagen, der genau diese Anforderungen erfüllt. Erste Projektergebnisse werden auf dem Innovationstag präsentiert. Der Wasserwagen ist rundherum mit neuester Technik ausgestattet.

Ausgefeilte Heizungs- und Kühlungskomponenten mit einer intelligenten und sparsamen Energieversorgung ermöglichen den Betrieb unter allen klimatischen Bedingungen von -30°C bis +40°C. Zur Einhaltung der zulässigen Anhängerlast bei einem maximalen Wasservolumen sind alle Komponenten in extremem Leichtbau ausgelegt. Eine Druckerhöhungsstation ermöglicht auch die Versorgung von mehrgeschossigen Wohnblocks im Havariefall. Bei Bedarf soll auch eine Desinfektionsanlage in das System integriert werden können.

Die gesamte Anlage muss eine Lebensdauer von mindestens 15 Jahren garantieren und alle aktuellen Bestimmungen, insbesondere die strengen DVGW Normen für Trinkwasser, erfüllen. Kunden für dieses Produkt sind unter anderem Wasserversorgungsunternehmen und Stadtwerke in ganz Deutschland, die zum Teil mehrere solche Wasserwagen für die mobile Notversorgung vorhalten.

Zum Innovationstag Mittelstand
Der Innovationstag Mittelstand bietet Gelegenheit, in ungezwungener Atmosphäre mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ins Gespräch zu kommen und mit Spezialisten unterschiedlichster Technologiebereiche in Gedankenaustausch zu treten. Darüber hinaus gibt es Informationen zur mittelstandsorientierten Innovationsförderung durch den Bund, ein Vortragsprogramm, moderierte Projektpräsentationen und eine Job- und Praktikumsbörse.

Einladungsflyer zum 21. Innovationstages Mittelstand:
http://www.zim-bmwi.de/veranstaltungen/innovationstag/it-2014/einladungsflyer-21...

Vortragsprogramm des 21. Innovationstages Mittelstand:
http://www.zim-bmwi.de/veranstaltungen/innovationstag/it-2014/vortragsprogramm-2...

Johanna Schuppan | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern
08.12.2017 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter
07.12.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik